GEMA

Ein weiteres „Kampf-“ Thema ist die neue #GEMA Tarif Reform.

Ein Überblick über die neuen Strukturen und Tarife gibt die GEMA selbst, aber die Ansichten der betroffenen Unterhaltungs Unternehmen:

GEMA:

https://www.gema.de/musiknutzer/10-fragen-10-antworten.html

Bund der GEMA Zahler:

http://www.gemazahler.de/gema-musiknutzer/gema-tarifaenderung-2013.html

Tonspion (DJ Abgabe):

http://www.tonspion.de/neues/neueste/3442223

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Die Bohlensteuer – wem die GEMA wirklich nutzt

Es wird die Geschichte eines Musikers nach dem sogenannten Durchbruch mit der einer nur mittelmäßig erfolgreichen Musikerin verglichen. Es geht um den Vergleich eines der 62.000 angeschlossenen (normalen) GEMA-Mitglieder mit einem der 3200 ordentlichen Mitglieder.

Während die SUPER-Mitglieder 64% der Ausschüttungen einkassieren, müssen sich die anderen Mitglieder mit 24% zufrieden geben. Doch der Film will gar nicht nur für eine Reform des Verteilungsschlüssels eintreten, sondern fordert gleich die komplette Anschaffung der Bohlensteuer bzw. der GEMA.

 

Die Hedonistische Trickfilmsektion präsentiert: Die Bohlensteuer – wem die GEMA wirklich nutzt | Hedonist International.

Der Hüter der Rechte

Hier mal eine kurze Auflistung und Beschreibung der wichtigen Stichworte zum Thema Musik Marketing im Internet.

Dies betrifft natürlich den Rechtsstreit zwischen Google (Youtube) und der GEMA als „Hüter der Rechte“, aber eben auch ganz allgemein den Bereich der Musikvermarktung und Vertrieb im digitalen Zeitalter, Filesharing in Tauschbörsen U N D Urheberschutz von Künstlern, die ihr geistiges und kreatives Gut geschützt haben wollen!

Ich selber weiß auch nicht genau, was ich denken soll:

  • Natürlich bin ich nicht per se gegen die Einhaltung der Rechte von Urhebern. Natürlich ist das Argument richtig, dass Kreative Künstler (Autoren, Musiker, Texter, Schriftsteller, Autoren, Journalisten, etc.) ein Recht darauf haben, dass sie als originäre Quelle genannt werden und für Ihre Leistung entlohnt werden sollen..und müssen!
  • Natürlich ist z. B.  jede illegal erworbene Musikdatei schädlich für den Umsatz der Künstler….oder vielmehr der Plattenfirmen, die viel Geld in die Vermarktung stecken!
  • Natürlich hat jeder, der sog. „Content“ (Inhalt), also sein kreatives, oder geistiges Schaffen anbietet ein Recht darauf, dass sich andere nicht daran zu schaffen machen und es als IHREN Inhalt darstellen. Dass man zumindest die Quelle angibt, oder mit dazu beiträgt, dass durch den Erwerb des Inhalts, der Urheber daran mitverdient!

Andererseits bin ich auch skeptisch, was das recht un-kreative und rückständige Beharren auf alten Vermarktungs und Vertriebswegen angeht. Und jede notwenige und sinnvolle Veränderung und Anpassung an das „HEUTE“ mit Unterlassungsklagen und quasi Kriminalisierung der Nutzer zu beantworten halte ich für den falschen Weg!

Und auch die Politik reagiert erschreckend vorhersehbar auf die Problematik, was sich auch am stumpfen „Piraten-Bashing“ zum Thema Urheberrechte ablesen lässt.

Aber um ehrlich zu sein, die oft zitierte „Weltuntergangsseznarien“ die durch das Internet und die digitale Revolution zu erwarten war ist bislang NICHT eingetreten…allenfalls die Medien- und Musik-Unternehmen, die nicht offensiv die veränderte Marktsituation adaptiert und sich neu ausgerichtet haben, beklagen sich am lautesten. Den anderen Unternehmen geht es teilweise nicht schlechter, manchen sogar besser mit dem Web 2.0. Eben weil sie sich neue Geschäftsmodelle und Geschäftsfelder gesucht haben und nun duch geschickte strategische  Kooperationen davon profitieren.

Und ich bin auch nicht der Meinung, dass man Künstlern „ins Gesicht pinkelt“ (lt. Sven Regener) wenn man sie nicht angemessen wertschätzt und durch legalen Erwerb ihrer Produkte die Weiterführung ihrer „Kunst“ unsterstützt!

Dass der CD Verkauf immer mehr als Vertriebsweg zurückgeht und viele Künstler Konzerte als primären Einnahmeweg für sich entdeckt haben und davon gut oder sehr gut leben,  zeigt doch dass die künstlerische Wertschätzung da ist und auch Menschen bereit sind, für Qualität teilweise nicht immer nachvollziehbare Preise zu bezahlen!

Denn solange es die Möglichkeit gibt zu wählen, ob man etwas kauft, oder etwas Vergleichbares „gratis“ bekommt, wird es immer Menschen geben die das „Gratis“ bevorzugen. Das liegt nicht nur an den Menschen, sondern an der Tatsache an sich! Ob das rechtens ist oder nicht…ob das allen gefällt oder nicht!

Auch ich habe (noch) keine abschließende Meinung oder gar ein Patentrezept…aber die Erfahrung zeigt doch, dass man durch ideologische Betrachtung und Einordnung in „Schwarz“ oder „Weiß“ nicht zum Ziel kommt…

Und Alternativen zur Verbreitung und Veröffentlichung von digitalen Inhalten gibt es ja bereits  (siehe Creative Commons – CC)

e.

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Glossar der Musikindustrie

Independent / Major
Als unabhängige Label gelten alle Plattenfirmen, die nicht zu den vier großen international tätigen Unternehmen Sony Music, Emi, Warner Music und Universal Music gehören. Die großen vier (Majors) machen 70 bis 80 Prozent des Musikumsatzes weltweit – der Rest entfällt auf die kleinen Independent-Labels. Zum Verband unabhängiger Musikunternehmen (VUT) gehören in Deutschland 1200 Firmen, der internationale Indie-Verband Merlin hat nach eigenen Angaben um die 12.000 Mitglieder.

Label
Welche Arbeit die Plattenfirma für den Künstler erledigt, ist von Vertrag zu Vertrag unterschiedlich. Ein Extrafall ist der sogenannte Bandübernahmevertrag: Da gibt ein Künstler eine fertige Produktion ab, das Label organisiert nur noch Hersteller und Promo, wickelt die Abrechung ab. Ein Label kann aber auch die Produktion finanzieren und organisieren. Je mehr das Label erledigt, umso höher ist in der Regel dessen Anteil an den Einnahmen. Wenn das Label die Aufnahme bei einem anderen, vielleicht professionelleren Produzenten finanziert hätte, würde es mit dem Künstler einen sogenannten Künstlervertrag und mit dem Produzenten einen Produzentenvertrag abschließen. Bei fast allen Verträgen trägt letztendlich das Label das Warenrisiko: Wenn weniger Platten gekauft werden als produziert wurden, bleibt das Label auf den angefallenen Kosten für Herstellung und Werbung sitzen.

Musikverlag
Während die Label Vervielfältigungs- und manchmal auch Leistungsschutzrechte wahrnehmen, werten Musikverlage die Urhebernutzungsrechte der Musiker an ihren Kompositionen und Texten aus. Sie kümmern sich um die Gema-Abrechnung, auch der Live-Auftritte, und manche Verlage bemühen sich, die von ihnen betreuten Stücke Radiostationen und Werbeagenturen anzupreisen, in Spielfilmen zu platzieren, und überwachen, dass die Werke nicht von anderen ohne Genehmigung bearbeitet werden. All das kann ein Musiker auch selbst machen – ein Verlag nimmt ihm gegen Beteiligung die Arbeit ab. Manche Verlage beschäftigen eigene Mitarbeiter, die sich um die Verwertung in Radio und Werbung bemühen, um zusätzliche Einnahmen für Künstler und Verlag zu erzielen. Inzwischen bauen viele Label eigene Verlage auf, um mehr Rechte auszuwerten.

Booking
Die Booking-Agentur organisiert die Live-Auftritte eines Künstlers. Großen Stars zahlen solche Agenturen oft vorab ein hohes Garantiehonorar aus, das sie dann refinanzieren müssen. Die meisten Booking-Agenturen arbeiten aber auf Provisionsbasis – ein Anteil von 20 Prozent an den Einnahmen der Künstler ist gängig.

360-Grad-Vertrag
Das Schlagwort bezeichnet die Strategie von Labels, mit Künstlern nicht mehr allein beim Tonträger-Vertrieb zusammenzuarbeiten, sondern auch bei der Auswertung von Urhebernutzungsrechten (als Musikverlag), beim Livegeschäft (als Booker) und beim Merchandising.

Gema
Die Gema nimmt Gebühren für alle Verwertungen von Musik ein, die das Urheberrecht an den Stücken betreffen. Wer CDs mit vom Gema-Vertragspartner geschriebener Musik herstellt, die Songs digital verkauft, in Werbespots nutzt, live spielt oder im Netz als Download, Stream oder im Webradio vertreibt, zahlt dafür Gebühren. Die Gema schüttet die Einnahmen – nachdem die Verwaltung bezahlt ist – an Komponisten, Autoren oder ihre Musikverlage aus.

GVL
GVL steht für Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten. Ein Leistungsschutzrecht bezieht sich immer auf die bestimmte Aufnahme eines Stücks. Wer daran Leistungsschutzrechte hält, hängt von den Produktionsverträgen ab. Im Prinzip hat jeder ein Leistungsschutzrecht an einem Stück, der Musik einspielt oder einsingt. So können auch Produzenten Leistungsschutzrechte an einer Aufnahme haben oder Labels, wenn sie die Produktion abgewickelt haben. Wenn ein Musiker im Studio seine Stück selbst einspielt, erwirbt er auch Leistungsschutzrechte an dieser Aufnahme, genauso wie bezahlte Studiomusiker. Der Verkauf der Musik im Laden oder Download-Shop ist die Erstverwertung dieser Rechte – dafür kriegen die Musiker in der Regel einen Vorschuss und einen Teil der Einnahmen. Wenn die von ihnen eingespielte oder produzierte Musik aber im Radio, Fernsehen oder Kaufhaus läuft, bei Veranstaltungen abgespielt wird, müssen die Sender und Veranstalter für diese Zweitverwertung der Rechte an die GVL zahlen. Diese Zusatzeinnahmen schüttet die GVL an die Mitglieder aus.

Gema-Streit: Was das YouTube-Urteil bedeutet – SPIEGEL ONLINE

Gema-Streit: Was das YouTube-Urteil bedeutet – SPIEGEL ONLINE.