Video des Tages

Man kann sich gar nicht entscheiden, was faszinierender und beeindruckender ist, als Impressionen aus den Tiefen der Meere und sein imposantes Farbenspiel, so wie es Filmemacherin Lynette Wallwort in dem Film „Coral Rekindling Venus“ zeigt; oder die von falsettiger Melancholie getragene Stimme von Antony Hegarty, wie er es in seinem neuen pianolastigen Song „Rise“ erklingen lässt! Beides hat etwas Einzigartiges.

Folgerichtig tun sich hier beide Elemente symbiotisch zusammen. Farbenspiel, Impressionen und der unverwechselbare Gesang Hergartys. Leider ist der Song erstmal nur als Trailer für den Film gedacht und wird nicht auf dem neuen Album „Cut the World“ zu hören sein, welches er natürlich wieder mit seiner Haus und Live Band The Johnsons eingespielt hat. Es erscheint Anfang August, und zumindest akustisch ist „Rise“ ein schöner Vorbote.

e.

Seh-Test

Dies ist eine kleine Auswahl von Videos, die mir aus künstlerisch-ästehtischen Gründen, oder einfach nur so gefallen…

Natürlich werde ich von Zeit zu Zeit neue Videos hinzufügen, oder austauschen und falls ein Link zu einem Video defekt ist, oder von der GEMA mal wieder unerreichbar gemacht wurde, könnt ihr das gern mitteilen!

e.

Rückblick nach vorn:
http://www.dailymotion.com/video/x1lx0_placebo-20-years_music
Placebo – 20 Years

Ausweglos:

Peter Gabriel – No way out

Noch immer:

Vivid – Still

Virus:

Matchbox 20 – Disease

Feuerwehr:

Sting – I burn for You

Nah:

Kings of Leon – Closer

Aktenzeichen XY:

The Killers – Jenny was a friend of mine

Freuden:

Beautiful Small Machines – Simple Joys (feat. Simon Le Bon)

Wie Brüder:

Death Cab for Cutie – Like Brothers on a Hotel Bed

Naturgewalt:

Pearl Jam – Force of Nature

Nur die und sonst keine:

Roxy Music – My only Love

Angsthäschen:

Marillion – Afraid of Sunlight

Blutig:

Official Secrets Act – Bloodsport

Schiffbruch:

Sigur Rós – Sæglópur

Rattenfänger:

Edwyn Collins – The Magic Piper

Der letzte Weg:

J.Tillman – When I light your darkened Door

Spielchen:

Julian Plenti – Games for Days

Unter Wasser Notruf:

Live – The Dolphin´s cry

Unwissend:

Simon Le Bon & Nick Wood – Nobody Knows

Bruchfest:

Zoot Woman – We won´t break

Husch, Husch…:

Paula Cole – Hush, hush, hush

Schwindelig:

Duran Duran – Vertigo

Frühstück:

Tori AmosCornflake Girl

Narrenschiff:

Robert Plant – Ship of Fools

Liebesfaust:

Antony Hegarty and the Johnsons – Fistful of Love

Leerer Brunnen:

Craig David – You don´t miss your Water ´til the Well runs dry

Bruch-Stück:

Savage Garden – Break me, shake me

Klemme:

Imogen Heap – Headlock

Dumm gelaufen:
http://www.dailymotion.com/video/xcu5er_radiohead-karma-police_music
Radiohead – Karma Police

Soundcheck (Vol. 2)

1. Es ist immer schwierig sich als Kind eines bekannten und berühmten Über-Elternteil im Musik Geschäft zu etablieren. Der große Versuch es gleich zu tun scheitert oft schnell oder verpufft…
Genauso schwierig finde ich es  die musikalischen Ergebnisse dann auch noch zu mögen, ohne Vergleiche zu dem zu ziehen, was man vom Elternteil kennt.
Anders ist es bei Eliot Sumner, genannt „Coco“, die sich konsequenterweise „I blame Coco“ nennt und ganz nebenbei Tochter von Sting ist. Bei ihr veruscht man hier garnicht erst nach musikalischen Übereinstimmungen zu suchen, was ja auch nicht verkehrt ist. Und dafür dass mir das gefällt, kann getrost „Coco“ verantwortlich gemacht werden. Und wer hier „No Smile“ bekommt, dem kann man nicht helfen

2. Natürlich hab ich mich damals dieser Brit-Pop Oasis vs Blur Konkurrenz Sache komplett entzogen. Da war vieles sehr aufgesetzt. Mit Blur konnte ich nur wenig anfangen und Oasis Erfolg konnte ich nur schwer nachvollziehen. Bis zu dem Moment, als Oasis ein MTV Unplugged Konzert gaben bei dem Noel Gallagher den „unpässlichen“ Liam ersetzte und trotz manch offensichtlicher Arragement-Schwächen, fiel auf welchen Horizont die Songs bekommen können mit Noel am Gesang! Dass es irgendwann zum Bruch kommen musste, war dann auch nicht mehr so schwer nachzuvollziehen, zu sehr haben sich die Brüder Gallagher musikalisch verzelttelt und von den persönlichen Streitigkeiten mal ganz zu schweigen.  Während aber Liam Gallagher mit seinem Solo Projekt „Beady Eye“ ein bischen Stiefmütterlich behandelt wird, hat das Noel´sche Projekt „High flying Birds“ das, was Oasis Fans erfreut. Reichlich Hommagen an das was man Oasis eh immer nachgesagt hat: Beatles Nähe. Aber Bewährtes muss ja nicht schecht sein!

http://soundcloud.com/bckbdhl/noel-gallagher-aka-what-a-1

3. Viele hatten drauf gewartet, wenige hat es überzeugt das Comeback von Bush. Und das Album“Sea of Memories“ klingt auch tatsächlich nicht so, als wollten Bush allen noch mal zeigen, dass sie nichts verlernt hätten. Irgendwie hab ich nie so recht das Gefühl, dass die Handbremse gelöst wird. Alles wirkt sehr gut abgestimmt auf Gavin Rossdale´s markante Stimme, der man aber irgendwie anmerkt, dass sein Solo Ausflug in Mainstream Gefilde Spuren hinterlassen hat. Vieles klingt gefällig, weil viele Kanten und Ecken fehlen, die einer Band, die mal als Nirvana Nachkömmlinge galten, eigentlich auszeichnen sollten. Und wenn sich so der „Sound of Winter“ anhört, mag sich mancher auf den Sommer freuen, oder an verwirrte Festival Besucher denken.

4. Wenn man Antony Hegarty ansieht denkt man an Vieles. Paradiesvogel, bunt, Riese mit Herz…Aber was ihn und seine falsettartige Kopfstimme auszeichnet ist eine wahnsinnige Präsenz und Leidenschaft, die er zu vermitteln vermag. Und wer ihn einmal Live erlebt hat, weiß, dass man förmlich in seine musikalische Welt hineingezogen wird. Ob man will oder nicht.

5. Wer das erste reguläre Album der „Beautiful Small Machines“ kennt, der weiß, dass das eher Music für Robots war, wie es Bree Sharp selbst bezeichnete. Indie Elektro Pop nannte man das dann und es klang richtig gut und tanzbar. Wer eine Fortsetzung auf dem neuen Album erhofft oder sogar erwartet hatte, wird ein bischen enttäuscht. Aber wirklich nur einen kleinen Moment. Sicher verlangt man dem Fan etwas ab, wenn man nun erwartet zu folkigen, bluegrassigen Banjo-Klängen, die ein bischen mehr nach mittlerer Westen der USA,  als an Großstadt Dance Pop erinnern, zu tanzen.  Auf „Paper Planes“ kann man zumindest schon mal leicht mitstampfen.

6. Der nächste Song, der musikalisch wie angegossen auf das letzte Beautiful Small Machines Album hätte passen können ist „Ghosts„. Aber in dem Fall ist es ja die belgische Band „dEUs“, die man eigentlich mit Indie-Rock Appeal kennt, aber die hier durchaus elektronsich-poppig können.

7. Ähnlich sieht es mit Gerard Way und seiner „Chemical Romance“ aus. Die kommen zwar von der amerkanischen Ostküste,  sind auch musikalisch im Alternative Rock angesiedelt, aber wie es der Bandname vermuten lässt, klingt auch bei dieser Band manches sehr groß, plakativ, hymnisch…halt zum mit“SING„en.

http://soundcloud.com/cameo1995/my-chemical-romance-sing

8. Aus dem manchmal verschneiten Denver kommt noch eine US Indie Rock Band, die dort mittlerweile einen guten Namen hat und gern gesehener Gast auf Festivals ist und auch hier mittlerweile kleine Hits hatte. Wo Klavier drin ist ist natürlich heute immer ein bischen die Gefahr den wohlwollenden Coldplay Fan auf seine Seite zu ziehen. Ob es reicht, darüber hinaus auch noch deren Leben damit zu retten, ist noch nicht bekannt. Aber zumnidest akustisches Anschmeicheln gelingt.

http://soundcloud.com/chrisvictor/the-fray-how-to-save-a-life

9. Ganz und garnicht atypisch klingt „The King and all his Men“, auch wenn hier etwas herum-gemixt wurde. Im Kern sollte hier ne schwungvolle Indie Pop Numer entstehen und das ist sie auch immer noch geblieben.

10. Überraschend und gut ist die neue Single der britischen (nicht mehr/immer noch) Newcomer Band „Young Guns“. Auch wenn der Name etwas martialisch rüberkommt; schließlich soll es ja Alternative Rock amerikanischer Prägung sein, bei dieser Band geht es sehr gekonnt ausbalanciert zu, sodass sie ihre Fans mittlerweile auch im gemäßigten Gefilde finden. Vom brandaktuellen Album „Bones“ kommt ganz überraschend die erste Single „Bones“.

http://soundcloud.com/piasnetherlands/young-guns-bones