GEMA

Ein weiteres „Kampf-“ Thema ist die neue #GEMA Tarif Reform.

Ein Überblick über die neuen Strukturen und Tarife gibt die GEMA selbst, aber die Ansichten der betroffenen Unterhaltungs Unternehmen:

GEMA:

https://www.gema.de/musiknutzer/10-fragen-10-antworten.html

Bund der GEMA Zahler:

http://www.gemazahler.de/gema-musiknutzer/gema-tarifaenderung-2013.html

Tonspion (DJ Abgabe):

http://www.tonspion.de/neues/neueste/3442223

Veröffentlich mit WordPress für Kennzeichen E

Video des Tages

Kneipe, Alkohol, Billard, Frauen, Prügeleien! Also alles was einen guten Mann ausmacht!

Ok, ich gebe es zu, ist ein bisschen fragwürdig diese These und sicherlich auch nur mit bitterer Ironie gemeint, wenn The Heavy in ihrem neuen Video eine Handlung inszenieren, in dem der Protagonist, von einem Streit in das nächste Problem stolpert, bis es zur Eskalation kommt!

Immer etwas riskant, aber ich finde es mutig, wenn Künstler mal darauf verzichten, klassische Videos zu produzieren, wo die Band an absurden Orten den Song performen, oder gar keine Handlungsbotschaft erkennbar ist, die den Song visuell unterstützt.

Genau das Gegenteil findet hier statt, die Band ist überhaupt nicht zu sehen, nur der kraftvolle soulig-rockige Indie Song im Retro Sound ist zu hören.

Ist das nicht ein gutes Beispiel für What Makes A Good Man?

e.

Kennzeichen E @ Tonmagnet.de

Es gibt Neuigkeiten zu berichten in eigener Sache:

Ich werde von nun an für das Musik-Portal Tonmagnet.de auf die Suche nach neuer und interessanter Musik gehen und dort meine Reviews (Rezensionen) der Alben veröffentlichen.

Tonmagnet steht für Netaudio, also Netzmusik, die von Künstlern auf entsprechenden Netlabels veröffentlicht und vertrieben wird und unter einer entsprechenden Creative Commons-Lizenz stehen!

Ziel dabei ist es, dass sich die Künstler zeigen und präsentieren und dafür ihre Musik, oder Teile davon der Allgemeinheit frei zur Verfügung stellen können. Sei es durch den Download, oder das verwenden der Musik, ohne dass dafür erst die Nutzungsrechte kostenpflichtig bei Plattenfirmen eingeholt werden müssen.

Nichts desto trotz sind es professionelle und künstlerisch anspruchsvolle Produktionen, die es wert sind einem größeren Publikum präsentiert zu werden, auch wenn sie nicht durch große Labels und Platten-Vertriebe vermarktet werden!

Ich werde mir daher regelmäßig Alben heraussuchen, die mir besonders aufgefallen sind, die mir gefallen und dann bei Tonmagnet darüber berichten und rezensieren!

Mein erster Review dort ist bereits fertig und kann gelesen werden und bei Gefallen kann man auf die Künstler Seite, oder die des entsprechenden Netlabels und sich die Musik anhören und runterladen!

Ich werde die Reviews natürlich auch hier posten und auf Neuigkeiten hinweisen.

Ich bin gespannt, wie es sich entwickelt…

e.

Video des Tages

Noch im Mai waren die Jungs von Temper Trap hier als Video des Tages mit dem Song Need your Love. Damals weniger wegen dem Song, sondern vielmehr wegen der coolen Video-Hommage im 80 Jahre Karate Kid-Style.

Dieses Mal geht es für die Jungs nach Cuba und das Ober-Thema heißt hier nicht Kick-Boxen, sondern diesmal geht es um die Leidenschaft zum Turnen. Aber es wird natürlich auch ne Geschichte zwischen Mann und Frau erzählt, die in einem Armen-Viertel spielt. Also das klassische von der Straße zum Star…wer an sich glaubt kann alles schaffen Thema!

Und trotzdem hat man zwischen durch auch mal zitternde Hände…sei es bei Turnübungen am Reck, etc. wie auch in zwischenmenschlichen Beziehungen.

Wieder ein gelungenes Video Trembling Hands mit wunderbarem Südamerika Lokalkolorit. Aber war da nicht noch was? Cuba? Hör ich da n Walzer raus?

Interessant…wirklich!

e.

Soundcheck (Vol. 5)

1. Was macht eine Rocklegende Robert Plant, Sänger-Ikone einer der bekanntesten Hard-Rock Bands aller Zeiten, Led Zeppelin, der als Solo Artist alle stilistischen Grenzen der Rock Musik erforscht hat, wenn er auf Alison Krauss trifft? Richtig…sie nehmen ein Album auf! An sich keine große Sache, wenn man sich nicht fragen würde: „Wer ist Alison Krauss?“ Sie zählt zu den bekanntesten Country und Bluegrass Sängerinnen der USA und hat die Kleinigkeit von 27 Grammy´s in ihrer Vitrine stehen. Man könnte sagen, da begegneten sich 2 Künstler auf Augenhöhe, mal abgesehen davon, dass die musikalischen und gesanglichen Übereinstimmungen ja eigentlich so recht nicht zusammen passen. Taten sie aber auf dem 2009er Album Raising Sand sehr wohl. Und n Grammy sprang natürlich auch dabei raus…für beide! Das leicht flehende Please read the Letter enstammte allerdings noch aus der Feder von Robert Plant & Jimmy Page, was sich aber in diesem Fall als eine sehr gute Wahl darstellte und den Song erst „persönlich“ macht!

 

2. 2008 war auch ein wichtiges Jahr für die Band Keane, einerseits weil ihr 3. Album Perfect Symmetry in die Läden kam. Andererseits, war mit diesem Album ein neuer Zyklus angebrochen. War die Band doch vorher im alternativen Klavier dominierten Musikzeitgeist mit geschwommen und verzichteten bis dato sogar ganz auf Gitarren und synthetische Zusätze, hörte sich das nun ganz anders an. Schwungvoller, tanzbarer aufwendig arrangierter ein bisschen 80er inspirierter Großstadt Pop! Folgerichtig war Spiralling die erste Singleauskopplung und beschreibt eine abwärtsgerichtete Entwicklung in unserer individualisierten Gesellschaft!

 

3. Bob Dylan Songs sind gewöhnlicher weise immer sehr offen für unterschiedlichste Interpretationen. Dieses gilt ganz besonders für All along the watchtower,  den er 1967 geschrieben hat, als er anfing sich intensiver mit der Bibel zu befassen. Man kann deswegen auch viele mystische und christliche Sinnbilder entdecken. Und es ist ein  Song der zu denen gehört, die Dylan am häufigsten Live gespielt hat und auf keiner Compilation oder Tribute-CD fehlt! Was den Song zusätzlich aufwertet ist die Tatsache, dass ihn 1968 nur 6 Monate später ein anderer nicht ganz unbekannter Zeitgenosse für sein Doppel-Album Electric Ladyland neu interpretiert und unverkennbar mit seinem eigenen Namen verknüpft hatte…die Rede ist natürlich vom Gitarren Gott Jimi Hendrix!

 

4. Und um noch etwas bei Jimi Hendrix zu bleiben. Denn ich kenne keinen Künstler der innerhalb von nur 3 Jahren (1967-1970) und 3 Alben eine musikalische Hinterlassenschaft kreiert hat, die ein halbes Jahrhundert später immer noch verehrt wird und sein Gitarrenspiel unerreicht geblieben ist. Bekannt ist ja, dass Hendrix einen Hang zu einem exzessiven Leben hatte, wo Frauen, Alkohol und später auch härtere Drogen eine Rolle spielten. Seine Marihuana Sessions sind ja legendär und haben bemerkenswert Kreatives hervorgebracht. Bekannt ist er jedenfalls als Gitarrist, aber auch seine lyrischen Fähigkeiten werden dabei manchmal vergessen. Sehr feine, sensible  Texte, die einen Hendrix offenbaren, der aus mehr als nur Klischees bestand! Little Wing ist so ein Beispiel, das hier besonders großartig von Sting auf dem 1988er Album …nothing like the Sun interpretiert wurde.

 

5. 2009 kam das überraschende Ende der amerikanischen Alternative-Rockband LIVE mit ihrem charismatischen Sänger Ed Kowalczyk. Was nach neuen künstlerischen Wegen der Band und dem Sänger aussah, war ein handfester rechtlicher Streit, nachdem die Band dem Sänger vorgehalten hatte, geheime finanzielle Absprachen über Gagen an der Band vorbei verhandelt hatte. Mittlerweile hat die Band einen neuen Sänger und einen neuen Namen, aber auch eine Historie, die es wert ist, am Leben gehalten zu werden. Das 1999er Album The Distance to Here beinhaltet esoterische und spirituelle Sinnbilder, die von biblischen oder fernöstlichem Glaubensbekenntnissen inspiriert sind, was sich auch auf Run to the Water nachempfinden lässt.

 

6. Politisch denkend und aktiv war Eddie Vedder schon immer. Gerade zu Beginn seiner musikalischen Karriere mit Pearl Jam, war er nach eigenen Aussagen voller Wut auf das System, die (konservative) Politik Amerikas  und den Zerfall der Gesellschaft. Mittlerweile ist diese Wut etwas verblasst und er kann die Dinge gelassener sehen. 2007 hat ihn der Hollywood Schauspieler und mittlerweile ambitionierte Regisseur Sean Penn engagiert in völliger künstlerischer Freiheit Songs für den Film Into the Wild zu schreiben, der das Aussteigerleben von Christopher McCandless  beschrieb. Herausgekommen sind beeindruckend zurückgenommene folkige Songs, die die Szenerie und Atmosphäre des Filmes sehr gut wiederspiegeln. Während der Titelsong Guaranteed die Person beschreibt, ist Society eine bitter-süße Aussteiger-Hommage an Werte, die die Konsumgesellschaft zu vergessen scheint.

 

7. Wenn man eines über die Schottische Band The Blue Nile und deren Musiker um ihr Master-Mind Paul Buchanan nicht sagen kann, dann dass sie musikalische Arbeitstiere wären. Nach fast 30 Jahren im Musikgeschäft haben sie es auf ganze 4 (!) Alben gebracht! Viel Zeit zum Nachdenken, komponieren…aber leider auch viel Zeit für Fans zum Warten. Allerdings haben sie dann ja auch immer großartige, zeitlose Songs hervorgebracht, die niemanden enttäuscht haben, der sehnsüchtig nach neuem Songs verlangt hat. Vom 1989er Meisterwerk Hats steht hier stellvertretend Downtown Lights, dessen Alter sich nur durch das Erscheinungsjahr erkennen lässt.

 

8. Noch ein paar Jahre muss man in der Musikgeschichte zurück gehen, um auf das Roxy Music Album Avalon von 1982 zu stoßen. Obwohl sich die Band bis heute nie so richtig getrennt und aufgelöst hatte und seit 10 Jahren sogar wieder regelmäßig fast in Originalbesetzung auf Tour ist, steht Avalon bislang als finaler Akkord einer der wichtigsten und bekanntesten Art-School Glam-Pop Band der 70er Jahre im Raum. Damals waren nur noch 3 der ursprünglich 6 Mitglieder an Bord auch der Sound war sehr auf den eleganten Großstadt Flair von Bryan Ferry ausgerichtet und mit Funk Einflüssen angereichert. Dennoch wurde das Album ein Erfolg und eine Referenz für viele 80er Jahre Pop-Künstler. Und mit Songs wie Take a Chance with me geht man auch kein Risiko ein, gute Musik zu hören.

 

9. Heather Nova  kommt aus Bermuda, dort wo das Bermuda-Dreieck verortet wird und schon viel Schiffe und Flugzeuge unter mysteriösen Umständen bedingt durch berüchtigte Hurricans und unsichere Gewässer verschwanden  und viele Menschen Urlaub machen. Allerdings arbeitet sie dort ja auch und das sehr erfolgreich. Neben Büchern die sie dort schreibt und illustriert macht sie Musik in ihrem eigenen Studio. Ob Zufall oder nicht heißt ihr mittlerweile 11. Studio-Album von 2011: 300 Days at Sea. Dass dabei die Songs nichts von ihrer Kraft verloren haben, hört man an Higher Ground.

 

10. Ein gebührender und grandioser Rausschmeißer-Song ist das epische High Hopes von Pink Floyd. Es war auch auf dem 14. und letzten 1994er Album The Divison Bell der Schlussakkord. Und somit der letzte Song einer Band, die wie keine andere Band den Art-School Progressive Rock des letzen halben Jahrhundert geprägt hatte. Während die meisten der Songs des Albums das Kern-Thema Kommunikation und Dialog behandeln, aber allesamt nicht so recht haften bleiben wollen, wird es bei High Hopes nochmal persönlich. Sänger, Gitarrist und Songwriter David Gilmour, der mittlerweile viele seiner Songs auf seinem digitalen Hausboot-Studio Astoria schreibt und aufnimmt, schwelgt etwas autobiografisch in seinen Jugenderinnerungen, als er noch keinen Gedanken daran verschwendete, dass dieser Song der letzte sein sollte. Ein monumentales und würdiges Ende!

Video des Tages

Snow White and the Huntsman („Schneewittchen und der Jäger“) heißt der Film, der aktuell durch die Kinos flimmert, der, wie es das Video schon erahnen lässt, ein düsteres, bildgewaltiges Fantasy-Märchen Epos ist. Großes Hollywood Kino also. Ich selber habe den Film noch nicht gesehen, deswegen kann ich wenig dazu sagen, auch wenn die bösen sog. Kritiker mal wieder nicht unbedingt Lobeshymnen über den Plot ausgeschüttet haben. Dass der Film nicht nur in den USA durchaus erfolgreich ist, mag sicherlich auch an der durch „Twilight & Co.“ in düsterer Fantasy geübten Kristen Stewart liegen, die durch ihren „Teen Idol“ – Status viele Besucher in die Kinos gezogen hat.

Mein Fokus liegt derweil auf dem Titelsong des Soundtrack, der wie gemalt auf diese Neuverfilmung eines Grimmschen Märchens von Schneewittchen passt und schlichtweg groß-artig ist. Und ich kann es fast nur so ausdrücken, natürlich nur von Florence + the Machine kommen kann.

Groß orchestriertes monumetales Klangspektakel und dazu die „dramatik-taugliche“ Stimme von Florence Welsh, die in dem Song Breath of Life ganz untypisch das eigentliche Drama der Handlung; nämlich das der morbiden Figur der Königin, beschreibt:

I was looking for the breath of a life. A little touch of a heavenly life. But all the choirs in my head say no!“

Demnach ist dieses Video kein Filmtipp, es ist viel mehr ein „Hörtipp“!

Bitte rein hören!

e.

Sound des Tages

Wem das Wetter in diesen Tagen nicht vor-sommerlich genug ist, der möge einfach den Song There´s a change coming von der Norwegerin Hilde Marie Kjersem immer wieder hören.  Einfach auf Repeat schalten und abwarten was passiert… mit ein bisschen Glück scheint dann auch wieder die Sonne! Der Song ist zwar nicht brandaktuell, aber das tut der Freude ja auch keinen Abbruch…

Bei mir hat´s funktioniert!

e.

 

 

Sounds des Tages

Auto-Tune heißt das neue Modewort. Dem Computereffekt, der die Gesangsstimme so künstlich erscheinen lässt, als würde der leiernde Anrufbeantworter seine Nachrichten selber sprechen. Nun kann man den Effekt natürlich herrlich manipulativ einsetzen, um stimmliche Schwächen auszugleichen.

OK, ganz so neu ist es nicht, aber wird schon wieder inflationär als Renaissance in der Musikszene auserkoren, spätestens seit die amerikanische Indie Band Poliça im April auf der europäischen Landkarte erschienen ist und mit dem Erstling „Give you the Ghost“ das Auto-Tune wieder in aller Munde erscheinen lässt. Allerdings darf man bezweifeln, dass Sängerin Channy Leaneagh diese digitale Spielerei nicht ganz bewusst einsetzen würde, denn zu hören ist es konsequent quer durch das gesamte Album.

Und irgendwie ist man etwas hin und hergerissen zwischen chilligen Electronic Indie Grooves, 2 Mann starken treibenden Live Drum Beats und funkenden R&B Bass-Lines. Und über allem wabert die leicht wehmütige „getunete“ Stimme von Channy Leaneagh, sagt sie doch selber dass sie auf der Platte auch ihre gescheiterte Ehe verarbeitet. Das merkt man der Melancholie der Songs auch an; trotzdem ein mutiges Unterfangen für eine erstes Album einer Band die 2011 auch erst gegründet wurde.

Aber was soll ich sagen, es funktioniert tatsächlich und zieht einen sofort merkwürdig in seinen Bann…eine Art offensive Zurückgenommenheit der Musik, die aber unweigerlich in die Beine geht und positiv unruhig macht. Jedenfalls haben die Kritikerlieblinge von Bon Iver die Band schon geadelt und ihnen quasi ne 5/5 Sterne Bewertung gegeben.

Wie viel Sterne das Album nun letztlich verdient, liegt sicher im Auge des Betrachters, bzw. des Zuhörers. 2 Sterne hält es aber immerhin schon mal bereit:

Da wäre zum einen der Song Dark Star, der in der Grundstruktur geradlinig und fast n bischen monoton rüberkommt, aber durch seinen treibenden Beat Fahrt aufnimmt und bis zum Ende sogar unerwartet mit eingeflochtenen Bläsern aufwartet:

 

Oder das grandiose, wehmutbeschwerte Wandering Star,  in der die peitschenden Drums zwar gegen den wabernden Bass arbeiten; aber alles irgendwie harmonisch zusammengehalten wird.

 

 

Klasse!

e.

Bananen Keyboard & Co.

Wer sagt eigentlich dass man nicht mit Essen spielen soll? Hier ist es ganz eindeutig erlaubt und gewünscht…zumindest mit Bananen! 🙂

Soundcheck (Vol. 4)

1. Nachdem sich John Mayer Anfang der Jahrtausenwende mit sanften Soul-Pop Melodien aus dem Wonderland in den Radio Playlists auch hierzulande breit machte, begann er mit seinem 3. Album „Continuum“ andere Töne anzuschlagen. Zwar war er auch vorher schon als beseelter und hervorragender Gitarrist bekannt, beschloss er aber nun seinen kompletten Stil in eine Richtung zu schieben, der seinem melodiösen Spiel nahe kam. Das Ergebnis war zeitloser von Jazz und Blues-Rock inspirierter Pop. Hört sich natürlich auf den ersten Blick nach Musik für das Feuilleton an, ist aber beim Hinhören viel mehr.  Und auf Belief  kann man dem uneingeschränkt Glauben schenken!

 

2. Das neue Album (das erste als Independant Band) von den Counting Crows „Underwater Sunshine…“ habe ich ja schon in Auszügen rezensiert, aber natürlich lasse ich es mir nicht nehmen hier noch einen Song vorzustellen, der mir auch sehr gut gefallen hat…nämlich das anfänglich schwüle, bluegrassige  Like Teenage Gravity, das zum Ende mit einem furiosen Finish aufwartet. Auch hierbei handelt es sich um eine Fremdkomposition vom amerikanischen Folkrock Musiker Kasey Anderson, der dieses Jahr mit seiner Begleitband The Honkies ausgiebig durch die USA tourt. An sich nichts Ungewöhnliches, wäre da nicht die Tatsache, dass er im Vorprogramm einer anderen namhaften Band spielt..nämlich keiner Geringeren als den Counting Crows!!!

 

3.  Auch die schottisch-amerikanische Alternative Rockband Garbage meldet sich derzeit mit neuem Album zurück. Nachdem vor 7 Jahren das letzte Album betourt aber mitten in der Tour ein plötzlicher Abbruch kam, gab es nichts Neues mehr, außer von Sängerin Shirley Manson, die sich als Schauspielerin versuchte und ein Soloalbum aufnahm, das aber nie veröffentlicht wurde. Bezeichnenderweise kam es 2010 durch ein Treffen auf einer Beerdigung wieder zu ersten Annäherungen der Bandmitglieder, was letztendlich in dem am 12 Mai 2012 veröffentlichten Album „Not your kind of People“ mündete. Blood for Poppies stellt den Alternative-Rock-Electronica Auftakt dar, allerdings kann man Entwarnug geben,  klingt der Titel doch „reißerischer“ als er ist.

 

4. Neulich hab ich wieder im virtuellen Plattenarchiv gekramt und bin mal wieder Robert Palmer gelandet nach langer Zeit. Der 2003 viel zu früh verstorbene Brite ist den meißten ja mit seinem Bombast Funk Pop a lá Addicted to Love in Erinnerung. Seine Wurzeln sind aber unverkennbar im Reggae zu finden, auch wenn seine Spätwerke davon nur noch rudimentär zeugen. Wenn man aber ins Jahr 1978 zurückblickt, findet man die insegsamt 3. Single von ihm, die gleichzeitig die erste und eine der bekanntesten Komposition hierzulande von ihm ist. Nächstes Jahr ist demnach der 10. Todestag des charismatischen und bescheidenen Musikers und dazu würde das augenzwinkernde Best of both Worlds hervorrangend passen.

 

5. Aus Norwegen kommt das Electronic & Dance Dou Röyksopp, dass bereits mit ihrem ersten Album einen Millionenseller aus der Taufe hoben und mit dem Nachfolger „The Understanding“ aus dem Jahr 2005 auch einem breiteren Mainstream Publikum bekannt wurde. Maßgeblich verantwortlich ist die 3. Single-Auskopplung aus diesem Album, nämlich das mystisch-spärisch wirkende What else is there? , das besonders durch den markanten Gesang der Schwedin Karin Dreijer getragen wird. Eine Zusammenarbeit die sich 2009 auf den Album „Junior“ wiederholte, allerdings mit „This must be it“ nicht annähernd so erfolgreich wurde.

 

6. Immer wenn ich das Album SO von Peter Gabriel aus dem Jahre 1986 höre, denke ich an ein Best-of Album, das das bisherige Oeuvre des Musikers zusammenstellt. Immerhin ist SO ja auch bereits sein 5. Album gewesen und für eine Retrospektive wäre ja auch genug Zeit und Material zu bestaunen gewesen. Aber Irrtum, SO ist die Mutter seiner Best-of Werke. Kaum ein Song von diesem Album, der nicht Chart Erfolge feiern konnte, oder zumindest bis heute Fan Favoriten Status oder Live Standard in seiner Setlist wäre. Ein imposantes Werk, dass auch noch Besonderheit dadurch erlangt hat, dass es den Zyklus der selbstbetitelten Alben ablöste und andererseits einen Zyklus der Ein-Wort-Album-Titel einleitete (So, Us, Passion, Up, Ovo). Der dramatisch-mitreißende Ambient World Song Mercy Street, bei dem die Triangel eine tragende Rolle spielt, basiert auf dem tragischen Lebensverlauf der amerikanischen Autorin und Schriftstellerin Anne Sexton und ist ihr gewidmet.

 

7. Alte Bekannte und Weggefährten von Peter Gabriel sind auf dem Song Calling all Stations zu hören und stammen vom gleichnamigen 1997er Album von Genesis, die Ursprungs Progressive-Rock-Formation, die Peter Gabriel mit Steve Hackett in den frühen 70er Jahren gründete. Nachdem Phil Collins 1996 der Band den Rücken kehrte, versuchten sich die übrig gebliebenen beiden Mitglieder Tony Banks und Mike Rutherford mit dem Rock Sänger Ray Wilson, der mit der Band Stiltskin einen europaweiten Hit mit „Inside“ hatte und einem mehr an die Progressive Wurzeln Genesis angelehnten Sound. Ein Projekt, das man als veritable Fehlkalkulation und kommerziellen Misserfolg bezeichnen konnte, dass sogar durch die komplette Absage der darauffolgenden US-Tournee zum Desaster wurde. Seither gab es noch eine quasi Reunion Tour zusammen mit Phil Collins, aber seither keine weiteren Lebenszeichen mehr. Von daher kann man Calling all Stations ein wenig als damaligen Hilferuf verstehen, der aber mehrheitlich in den Weiten des Äthers verhallte.

 

8. Auch das Album „Valtari“ der isländischen Band Sigur Rós hab ich hier schon an-rezensiert und bereits mehrfach auf meinem Plattenteller gedreht. Wie gesagt Slo-Mo-Rock nennt das die Band um den Sänger Jónsi Birgisson  und seiner markanten Falsett-Stimme, die allen Songs immer etwas mystisches verleiht. Auf Valtari ist eine Spur mehr elektronsicher Einfluss zu hören, aber Songs wie Varúð (engl. Caution) zeugen von organischer Stärke und Kraft, das sich in ein aufbrausendes Klanggewitter entwickelt, um dann aber wieder in der Stille zu versinken. Ein zwingendes Highlights auf dem Album!

 

9. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich hier schon vor einiger Zeit den Song „What the Water gave us“ von Florence and The Machine als Hörprobe angepriesen, allerdings nicht so recht überzeugt war von den „Soundfetzen“ des Albums „Ceremonials“,  die ich bis dato durchgeskippt hatte. Irgendwie sagte meine innere Stimme aber, dass ich das Album gedanklich nicht loslassen sollte und seit ein paar Wochen ist es nun in meinem Besitz. Und was soll ich sagen: Nicht nur die Tatsache, dass ich hier einen weiteren Titel spiele ist Ausdruck dessen, wie groß-artig das Album in Echtzeit ist. Und auch erst im gesamten Kontext entfacht es seine ganze schillernde, barocke Indie Art-School-Pop Blüte. Also Sorry nochmal dass ich Songs wie das harfige Spectrum, monatelang quasi verschmäht hab. Dafür also hier die Wiedergutmachung!

 

10. Das Album „This Machine“ ist auch bereits seit einiger Zeit in meiner Heavy Rotation und ist heute auch mein bass-brummender, leicht psychedelischer Alternative Glam Rock Rausschmeißer-Song, der irgendwie mit seinen verzerrten Klang Collagen nie so richtig aus dem Schuh zu kommen scheint und handgebremst wirkt. Aber nach näherer Betrachtung bzw. mehrmaligen Hören merkt man, dass es genau das ist, was The Dandy Warhols bezweckt haben um ihrer teilweise Ablehnung überinterpretierter Musiktrends Ausdruck zu verleihen! Dann „langweilen“ wir uns eben mit Sad Vacation..gibt wahrlich Schlimmeres!

 

Video des Tages

Man kann sich gar nicht entscheiden, was faszinierender und beeindruckender ist, als Impressionen aus den Tiefen der Meere und sein imposantes Farbenspiel, so wie es Filmemacherin Lynette Wallwort in dem Film „Coral Rekindling Venus“ zeigt; oder die von falsettiger Melancholie getragene Stimme von Antony Hegarty, wie er es in seinem neuen pianolastigen Song „Rise“ erklingen lässt! Beides hat etwas Einzigartiges.

Folgerichtig tun sich hier beide Elemente symbiotisch zusammen. Farbenspiel, Impressionen und der unverwechselbare Gesang Hergartys. Leider ist der Song erstmal nur als Trailer für den Film gedacht und wird nicht auf dem neuen Album „Cut the World“ zu hören sein, welches er natürlich wieder mit seiner Haus und Live Band The Johnsons eingespielt hat. Es erscheint Anfang August, und zumindest akustisch ist „Rise“ ein schöner Vorbote.

e.

One Night in Baku

Ja, ich geb es zu, ich bin ein Dauernörgler, wenn es um den Song Contest geht, meinetwegen auch ne „ESC-Spaßbremse“…geschenkt! Ich hab das auch nie so richtig verfolgt und wenn die mediale Dauerberieselung nicht da wäre, hätte ich wahrscheinlich auch heute nicht gewusst, dass sich der ESC  selber, oder sonstwen feiert.

Gerade die deutschen Beiträge haben mich immer besonders verstört. Mal waren es seichte, oder schunkelige Schlagerfetzen; dann waren es Pseudo Pop Nummern, aber irgendwie war es so gut wie nie ein Beitrag deutscher Sangeskultur. Wie denn auch! Wenn man nach deutscher Musikkultur Ausschau hält, dann landet man an der Nordsee, im Bayerischen Wald, im Erzgebirge…in der Mundart! Und die wird man eben auch nicht beim European Song Contest hören.

Anders machen es die anderen Verteter Europas. Sei es im slawischen Teil, im nordischen, oder süd(ost)europäischen Teil des Kontinents…das mag zwar auch oft sehr aufgesetzt, gewollt wirken und auch nicht unbedingt toll, aber es klingt zumindest irgendwie doch nach einem nationalkulturellen Timbre.

Gut, in den letzten beiden Jahren war in Deutschland ja nun medial gesehen kein Entkommen von der süßen Lena Meyer-Landruth und wer singt heute für Deutschland? Ich geb es zu ich musste es googlen: Roman Lob. Lieb sieht er aus…und knuffig. Mit hipper Mütze. Und sein Beitrag? Eine Rock Ballade soll das jaulige und flehende „Standing still“ sein. Aha! Mit Klavier-Intro und von Jamie Cullum geschrieben..Toll! Und der Dackel Blick…auch Toll! Könnte also klappen, oder auch nicht.  Und ehrlich gesagt ist es mir auch gerade nicht so wichtig.

Schließlich ist ja auch Engelbert Humperdinck dabei. Ja der Engelbert..der Howard Carpendale für Kosmopoliten. Den meine Mutti vor 30 Jahren schon angeschmachtet hat…und es gab es viele Muttis. 67 Jahre ist er nun alt, oder jung. Und nachdem letztes Jahr die Boys von „Blue“ ihr ein bischen zu sehr gewolltes Comeback-Glück auf europäischer Bühne versuchten und für England antraten, um dann aber auch schnell wieder in Versenkung zu verschwinden ist Engelbert ja nun mindestens ein Kontrastprogramm! Aber allein sein Dasein ist ja schon etwas Spektakuläres, oder doch nur die Verzweiflungstat eines gealterten Crooners, der noch mal die große Bühne sucht? Ach ich weiß doch auch nicht!

Was ich aber weiß ist dass dieser Song Contest in Aserbaidschan unter ganz besonders fragwürdigen Umständen stattfindet. Gut, dass Land kann nun auch nichts dafür, dass letztes Jahr eine Sängerin aus gerade diesem Land gewonnen hat. Aber was so beklemmend ist, dass das Land seither Unmengen von Zuckerguß über das Land streut, um der Weltöffentlichkeit ein Land zu demonstrieren, was modern, freundlich und weltoffen ist…ein Land im demokratischen Umbruch.

Die Wirklichkeit ist aber leider eine ganz andere. So wie es einige Videoblogger fast unter Einsatz ihres Lebens immer wieder dokumentiert haben. Enteignung von Privateigentum, Einschränkung des Demonstrationsrechtes, Polizeikontrollen, Tötung und Verhaftung von Regimekritikern und auch Journalisten sind derzeit immer noch in Haft, weil sie über die Misstände eines immer noch autokratischen Staates berichten wollen. Also bei näherer Betrachtung alles andere als ein „Kuschelstaat“. Auch Homophobie ist immer wieder ein Thema..zwar nicht verfassungsmäßig verboten, aber nach Polizeigewahrsam und Zahlung eines Entgelts, dürfen sich homosexuelle Paare gern wieder auf freien Fuß bewegen.

Aber in diesen Tagen des ESC spielt das alles keine Rolle…soll es auch nicht. Vielmehr versucht der Staat ein anderes Bild zu zeigen. Und ehrlich gesagt kann ich diesen sog. Vorwand auch nicht mehr hören, dass solche Events auch demokratisierende Wirkung haben können. Allein die Aussagen von Jan Feddersen, der sogenannten grauen Eminenz und ESC Kenner Urgestein,  sind da sehr vielsagend. Er spricht ernüchternd aus, was sicherlich auch stimmt, aber was nun alles andere als demokratisierend wirkt. Er meint, Künstler würden sich wenig um die politischen und gesellschaftlichen Zustände kümmern, sondern vielmehr um ihre Show-Performance. Nun ja, traurig aber wohl wahr!

Und es gibt ja nun auch Millionen von Fans, die dieses Sangesfest einfach nur abfeiern wollen und mal nicht an kritisches denken wollen. Auch das ist legitim.

Aber feiern die Menschen in Baku auch, die vom Staat bedrängt, inhaftiert, oder verschleppt werden ?

Ich hab ne andere Idee von Spaß!

e.

Zitat des Tages

Für Polit-Sperenzchen haben die meisten Künstler gerade keinen Sinn. Beim Contest entscheidet sich schließlich, ob sie ihren Zenit vor oder schon hinter sich haben.

 

ESC Kenner Fan Feddersen auf die Frage, was die Künstler zu den politischen Zuständen in Aserbaidschan sagen

Video des Tages

Es gibt Neues von der Insel!

Sylt? Fehmarn? Nein Island… und diesmal nicht von der schillernden Björk, sondern von Sigur Rós, die Ende Mai ihr neues Studio-Werk in die Läden bringen. Heißen soll es „Valtari„, was laut Google so viel heißen soll wie Mystery! Und mysteriös ist und war ihre Musik ja nun allemal! Laut der Band soll es Slow Motion Rock sein, aber nach Zeitlupe klingt das überhaupt nicht. So auch die bewegende Vorab-Single Ég anda (Breathing feels great). Also Durchatmen Bitte!

e.

http://vimeo.com/41250205

http://link.brightcove.com/services/player/bcpid1111742451001?bckey=AQ~~,AAABAeI3OSk~,uIzkf_MtvBKpbfM16OVbwpJwpetXMKAl

Die Bohlensteuer – wem die GEMA wirklich nutzt

Es wird die Geschichte eines Musikers nach dem sogenannten Durchbruch mit der einer nur mittelmäßig erfolgreichen Musikerin verglichen. Es geht um den Vergleich eines der 62.000 angeschlossenen (normalen) GEMA-Mitglieder mit einem der 3200 ordentlichen Mitglieder.

Während die SUPER-Mitglieder 64% der Ausschüttungen einkassieren, müssen sich die anderen Mitglieder mit 24% zufrieden geben. Doch der Film will gar nicht nur für eine Reform des Verteilungsschlüssels eintreten, sondern fordert gleich die komplette Anschaffung der Bohlensteuer bzw. der GEMA.

 

Die Hedonistische Trickfilmsektion präsentiert: Die Bohlensteuer – wem die GEMA wirklich nutzt | Hedonist International.

Song des Tages

Ebenfalls im April diesen Jahres erschienen ist das Album „California 37“ der amerikanischen Pop/Rock-Band „Train“. Deren erste Single Auskopplung Drive by nicht weniger als ein internationaler Top Hit war und ist. Sogar in Deutschland.

Und habe ich das mitbekommen? Natürlich nicht! Warum auch…hat ja nur Sommer-Hit Qualität! Naja, auf jeden Fall hab ich ihn nun gehört und er ging sofort ins Blut..bzw. ins Ohr.

Und hier ist er nun…

e.

Video des Tages

Über den Song an sich kann man ja streiten. Denn das was sich die australische Indie Rockband „The Temper Trap“ mit Need your Love zumindest musikalisch ausgedacht haben ist noch nicht ganz so klar…zumindest mir nicht! Nachdem 2009 ihr Erstling „Conditions“ noch als düstere Indie  Rock Flaschenpost über den indischen Ozean zu uns rüberschwappte und „aufhorchen“ ließ, kommt nun der Nachfolger ganz schlicht als „The Temper Trap“ getarnt diesen Mai in die Läden. Wollen wir hoffen dass die Platte etwas mehr in Fahrt kommt.  Das Video auf jeden Fall kann sich in bester Karate Kid Manier sehen lassen!

Film ab…

e.

http://vimeo.com/40704028

Sounds des Tages

2 neue Alben liegen seit dem April griffbereit in den Regalen, bzw. im Downloadportal des Vertrauens! Und seit heute sind sie Teil meiner „Bibliothek“

Zum einen „The Machine“ von The Dandy Warhols, von dem Sänger Courtney Taylor-Taylor sagt es sei düsterer und grungiger als die Vorgänger. Mein erster Eindruck geht phasenweise in diese Richtung, allerdings macht das Album wirklich Spaß, soweit man das sagen kann. Schließlich sind die Dandys ja ne Indie/Alternative Band! Trotzdem findet sich viel eingängiges und nicht nur für Fans absolut empfehlenswert: Mein Anspieltipp ist deswegen The Autumn Carnival.

Des weiteren gibt es Neues von den Counting Crows, die sich auf „Underwater Sunshine (Or What We Did On Our Summer Vacation)“ der Melancholie hingeben. Naja, wer die „Crows“ kennt, der weiß dass dies nicht unbedingt unbekanntes Terrain für Sänger Adam Duritz ist. Ist er doch oftmals in seinen Songs Wanderer zwischen Hoffnung und Wehmut und singt von Amy, Anna, Veronica aus Omaha, Kalifornien, Miami… Diesmal unterscheidet er sich darin, dass er sich Fremd-Kompositionen zu eigen macht und mehr oder weniger neu interpretiert. Das sehr folkige Album enthält dementsprechend reichlich Balladen und klingt wie ein amerikanischer Roadtrip über verlassene Highways auf der Suche nach dem Verlorenen…oder so.  Ein gutes Beispiel ist hierbei das manchmal sperrige, hammondorgelige Country&Western balladige All my Failures.

 

Einfach mal reinhören…

e.

Und schon wieder jemand…Schon wieder R.I.P.

Zum Krebstod von Adam Yauch, Gründungsmitlied von den „Beastie Boys„.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/nachruf-auf-beastie-boy-gruender-adam-yauch-a-831463.html

Michael Jackson, Amy Winehouse, Whitney HoustonSinead o´Connor ist ebenfalls so schwer psychisch krank, dass sie Anfang des Jahres Suizidgedanken hatte und sich eingestehen musste, dass sie zumindest derzeit nicht in der Lage ist, öffentlich aufzutreten!

Und nun die Nachricht über den Tod von Adam Yauch, der sich seit längerer Zeit mit einer Krebserkrankung behandeln lassen musste…ein Kampf den  er nun verloren hat!

Sicher ist er nicht allen Menschen so geläufig, aber genauso wie die oben genannten Künstler hat auch er in seinem Genre Stilbildendes vollbracht und seine Band, die Beastie Boys haben der Rap und Hip Hop Welt Impulse verliehen, wie es kaum eine andere „weiße“ Formation schaffte. Sie sind Ikonen und Adam Yauch ein Idol für viele Musiker dieser Musikrichtung.

Er wird fehlen, wie alle Anderen auch!

e.

Soundcheck (Vol. 3)

1. Heute beginne ich mal mit einem Veteranen der US Rockszene. Kein geringerer als Tom Petty, ein Urgestein amerikanischer Musikgeschichte, der 1994 sein 2. von bislang nur 3 Solo Alben eingespielt hatte. Ein Großteil seiner Diskografie kann man ja den „Heartbreakers“ zuordnen…aber auf „Wildflowers“, musste man auch nicht auf den Input seiner Bandkollengen verzichten und der Titel Hard on me ist einer der athmosphärischen Highlights dieses recht ruhigen, teilweise folkig, blues-rockigen Albums.

2. Das Afro Celt Sound System, klingt zwar wie ne Monster Verstärker Anlage, ist aber eine großartige World-Music Formation, die mit keltischen und afrikanischen Klangwurzeln ethnische und moderne Elektronic Dance Sounds kreiert. Zwar hatte sich diese Supergroup 2007 einmal augelöst, aber mittlerweise ist sie wieder zusammen und aktiv. Von daher hat das auch sicher Peter Gabriel gefreut, ist doch die Band nach Peter Gabriel selber das „beste Pferd“ in Gabriels Label „Stall“. Vom 2005er Album „Anatomic“ stammt der Song My secret Bliss. Allerdings in einem 2011er Remix Gewand von Stephanie Caffrey.

3. Der erste Chart Erfolg von Prefab Sprout war The King of Rock´n´Roll zwar nicht, aber es war bislang der größte, dieser außerhalb Großbritannien nicht übermäßig bekannten  Band rund um ihr Mastermind, Paddy McAloon –  den viele Kritiker als unterbewertetes Genie und einen der besten Sonwriter der 80er Jahre hielten. Nichts desto Trotz  findet sich auf der Werkschau „A lifetime of Surprises“ überraschend viel Vertrautes und man bekommt einen sehr guten Eindruck welches Potenzial die Songs von McAloon haben.

4. Arcade Fire ist eine Indie Rock Band aus dem fernen Canada, die es aber geschafft haben in den USA und auch in Europa Tritt zu fassen und mittlerweile zu den wichtigen Bands des Indie Rock Genres gehören. Zu ihren Besonderheiten gehört zweifellos, dass alle Band Mitglieder mehrere Instrumente spielen können und dieses auch auf ihren Konzerten demonstrieren, indem sie unterschiedliche Instrumente bedienen. Aber besonders ist auch dass sie untypische teilweise aus der Klassik bekannte Intrumente mit auf Tour nehmen. Zu den bekannten ex-Mitgliedern gehört unter anderem Owen Pallett, der seither einen guten Ruf als Violinist und Streicher Arrangeur in der Musik Szene hat. Vom 2010er -an den sog. Art-Rock angelehnten- Erfolgsalbum „The Suburbs“ stammt We used to wait. Aber das müssen wir nicht mehr lange, denn das neue Album ist schon in den Startlöchern.

5. Ein bis Heute aktiver Pionier der Avantgarde Pop Musik ist der eigenwillige und schillernde David Sylvian, der in den späten 70ern bekannt wurde als Sänger von „Japan“ – die auch heute noch als Leitbild vieler sog. Art School Bands gilt. Seiner Solo Karriere  danach kann man sehr oft klassische bis hin zu Ambient Klängen entnehmen, was seiner Nähe und vielfache Zusammenarbeit mit Brian Eno und David Bowie, sowie dem japanischen Künstler Riuichy Sakamoto bezeugt. Seinen Hang zu reflektierten und esoterisch anmutenden Songs spiegelt The Boy with the Gun vom 1978er Album „Secrets of the Beehive“ wieder, dessen Nachfolger von 1999 logischer- und konsequenterweise „Dead Bees on a Cake“ hieß.  Aber keine Bange – das ist nicht nur Musik für Bienenzüchter!

6. Marillion sind nicht nur Urgesteine der englischen Progressive Rock Szene, die in den 70ern und frühen 80ern ihren Höhepunkt hatten, sie haben auch ein Problem: Sie werden von englischen Radiosendern gemieden wie der Teufel das Weihwasser. Vielleicht liegt es daran, dass viele ihrer Alben – die in der Fachpresse- durchaus positiv und wohlwollend bewertet werden, selten höhere Chartregionen und von daher größere Verkaufszahlen generieren. Und das obwohl die Band regelmäßig auf Tour ist und eine große Fangemeinde hinter sich weiß.  Ein weiteres Merkmal ist, dass sie ein innovatives Vertriebmittel für sich entwickelt haben; nämlich dass Fans vorab per Spenden mithelfen das jeweils nächste Album mitzufinanzieren und im Gegenzug limitiertes Bonusmaterial bekommen und als „Friends“ im jeweiligen Booklet aufgeführt werden, sodass diese auch weiterhin nicht Afraid of Sunlight sein müsen.

7. Seit 2006 ist die norwegische Sängerin und Songwriterin Maria Mena auch hierzulande ein Begriff und galt bislang als begabte Newcomerin mit guten Perspetiven auf eine international Karriere. Gute Verkaufszahlen und Konzerte durch ganz Europa waren die Folge. Das 2011er Album „Viktoria hingegen hat diesen Trend allerdings etwas gebremst, denn trotz ordentlicher Chartplatzierungen war der kommerzielle Erfolg eher als bescheiden anzusehen. Das ist nicht immer das Hauptkriterium für die Qualität, die durchaus auf dem Album zu hören ist, aber leider oft Maßstab für die mediale Unterstützung einer hoffnungsvollen Künstlerin. Auf jeden Fall demonstriert sie das auch auf Homeless – hier allerdings in einem nicht mehr ganz so beseelten Remix von Hot Milk.

8. Natürlich steckt in Depeche Mode Songs fast ausschließlich Martin Gore. Der medienschüchterne Kopf der Band gilt ja in Fachkreisen als eigenwillig und wenig Inputfreudig, wenn es um Songideen seiner Bandkollegen geht. Erst seit Sänger Dave Gahan 2003 seinen Soloerstling veröffentlichte, gelang es  zumindest mal 2 Songs zu einem Depeche Mode beizusteuern, die Nicht komplett aus Gore´s Feder stammten. Man muss ja nicht gleich übertreiben…Auf jeden Fall hat Martin Gore bereits 1989  seine erste von 2 Solo Alben veröffentlicht, wobei es ja defacto nur 1 ist. Denn „Counterfeit E.P.“  war ja nur ein Mini-Album mit Fremdkompositionen und der Nachfolger  Counterfeit2 aus dem Jahre 2003 ein reguläres Studioalbum mit Eigenkreationen . Und von dieser ersten E.P. stammt das DM typische Compulsion.

9. Fast genau 3 Jahre ist es jetzt her, dass der selbsternannte King of Pop nicht mehr da ist! Es ist merklich ruhig geworden, denn nach ihm sind auch Amy Winehouse und Whitney Housten auf tragische Weise zu Tode gekommen. Alles Persönlichkeiten, die im Leben gestrauchelt sind aber in ihrer Kunst etwas Außergewöhnliches vollbracht haben, das bleiben wird. So natürlich auch besonders bei Michael Jackson, dem man sicher viel skurriles und teilweise bizarres ansehen udn nachsagen konnte. Viele Fragen sind auch heute noch nicht beantwortet und vielleicht ist das auch Teil des Mythos mit dem sich seine Unvergänglichkeit beschreiben lässt…dass man vieles ahnt, aber niemals richtig weiß! Genau darum geht es bei Why you wanna trip on me:  Die einerseits verstehbare, aber andererseits dann auch wieder kindlich naive Frage, warum gerade er so im Mittelpunkt steht, wo es doch viel größere Dinge auf der Welt gibt, die einer Beachtung verdienen. Recht hatte er, aber hinhören darf an dieser Stelle erlaubt sein!

10. Sorgen bereitete im April 2012 auch eine Nachricht über Sinead o´ Connor. Einerseits, dass sie ihre aktuelle Tour komplett absagen musste, was sicher viele Fans enttäucht hat, sondern viel mehr der Grund: „manische Depression“! Einfach gesagt, das Spannungsverhältnis zwichen Gefühlen der Großartigkeit und dem plötzlichen Moment absoluter Leere und Bedeutungslosigkeit. Natürlich ein „positives“ Signal, dass sie Fans und die Öfffentlichkeit auf diese psychische Krankheit aufmerksam und sensibel macht, andererseits ändert es nichts daran, dass die Sorgen um eine weitere großartige Künstlerin, die in ernstzunehmenden Schwierigkeiten ist, bleiben. Ein Song, der vielleicht ein bischen Einblick gibt in das emotionale Innenleben dieser Frau, stammt aus dem Soundtrack zum Film „In the Name of the Father“.  Geschrieben und produziert vom U2 Sänger Bono und dessen irischen Kumpel Gavin Friday, die Sinead in dem großartigen Song You made me the Thief of your Heart zum Diebstahl anstiften.

Der Hüter der Rechte

Hier mal eine kurze Auflistung und Beschreibung der wichtigen Stichworte zum Thema Musik Marketing im Internet.

Dies betrifft natürlich den Rechtsstreit zwischen Google (Youtube) und der GEMA als „Hüter der Rechte“, aber eben auch ganz allgemein den Bereich der Musikvermarktung und Vertrieb im digitalen Zeitalter, Filesharing in Tauschbörsen U N D Urheberschutz von Künstlern, die ihr geistiges und kreatives Gut geschützt haben wollen!

Ich selber weiß auch nicht genau, was ich denken soll:

  • Natürlich bin ich nicht per se gegen die Einhaltung der Rechte von Urhebern. Natürlich ist das Argument richtig, dass Kreative Künstler (Autoren, Musiker, Texter, Schriftsteller, Autoren, Journalisten, etc.) ein Recht darauf haben, dass sie als originäre Quelle genannt werden und für Ihre Leistung entlohnt werden sollen..und müssen!
  • Natürlich ist z. B.  jede illegal erworbene Musikdatei schädlich für den Umsatz der Künstler….oder vielmehr der Plattenfirmen, die viel Geld in die Vermarktung stecken!
  • Natürlich hat jeder, der sog. „Content“ (Inhalt), also sein kreatives, oder geistiges Schaffen anbietet ein Recht darauf, dass sich andere nicht daran zu schaffen machen und es als IHREN Inhalt darstellen. Dass man zumindest die Quelle angibt, oder mit dazu beiträgt, dass durch den Erwerb des Inhalts, der Urheber daran mitverdient!

Andererseits bin ich auch skeptisch, was das recht un-kreative und rückständige Beharren auf alten Vermarktungs und Vertriebswegen angeht. Und jede notwenige und sinnvolle Veränderung und Anpassung an das „HEUTE“ mit Unterlassungsklagen und quasi Kriminalisierung der Nutzer zu beantworten halte ich für den falschen Weg!

Und auch die Politik reagiert erschreckend vorhersehbar auf die Problematik, was sich auch am stumpfen „Piraten-Bashing“ zum Thema Urheberrechte ablesen lässt.

Aber um ehrlich zu sein, die oft zitierte „Weltuntergangsseznarien“ die durch das Internet und die digitale Revolution zu erwarten war ist bislang NICHT eingetreten…allenfalls die Medien- und Musik-Unternehmen, die nicht offensiv die veränderte Marktsituation adaptiert und sich neu ausgerichtet haben, beklagen sich am lautesten. Den anderen Unternehmen geht es teilweise nicht schlechter, manchen sogar besser mit dem Web 2.0. Eben weil sie sich neue Geschäftsmodelle und Geschäftsfelder gesucht haben und nun duch geschickte strategische  Kooperationen davon profitieren.

Und ich bin auch nicht der Meinung, dass man Künstlern „ins Gesicht pinkelt“ (lt. Sven Regener) wenn man sie nicht angemessen wertschätzt und durch legalen Erwerb ihrer Produkte die Weiterführung ihrer „Kunst“ unsterstützt!

Dass der CD Verkauf immer mehr als Vertriebsweg zurückgeht und viele Künstler Konzerte als primären Einnahmeweg für sich entdeckt haben und davon gut oder sehr gut leben,  zeigt doch dass die künstlerische Wertschätzung da ist und auch Menschen bereit sind, für Qualität teilweise nicht immer nachvollziehbare Preise zu bezahlen!

Denn solange es die Möglichkeit gibt zu wählen, ob man etwas kauft, oder etwas Vergleichbares „gratis“ bekommt, wird es immer Menschen geben die das „Gratis“ bevorzugen. Das liegt nicht nur an den Menschen, sondern an der Tatsache an sich! Ob das rechtens ist oder nicht…ob das allen gefällt oder nicht!

Auch ich habe (noch) keine abschließende Meinung oder gar ein Patentrezept…aber die Erfahrung zeigt doch, dass man durch ideologische Betrachtung und Einordnung in „Schwarz“ oder „Weiß“ nicht zum Ziel kommt…

Und Alternativen zur Verbreitung und Veröffentlichung von digitalen Inhalten gibt es ja bereits  (siehe Creative Commons – CC)

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Glossar der Musikindustrie

Independent / Major
Als unabhängige Label gelten alle Plattenfirmen, die nicht zu den vier großen international tätigen Unternehmen Sony Music, Emi, Warner Music und Universal Music gehören. Die großen vier (Majors) machen 70 bis 80 Prozent des Musikumsatzes weltweit – der Rest entfällt auf die kleinen Independent-Labels. Zum Verband unabhängiger Musikunternehmen (VUT) gehören in Deutschland 1200 Firmen, der internationale Indie-Verband Merlin hat nach eigenen Angaben um die 12.000 Mitglieder.

Label
Welche Arbeit die Plattenfirma für den Künstler erledigt, ist von Vertrag zu Vertrag unterschiedlich. Ein Extrafall ist der sogenannte Bandübernahmevertrag: Da gibt ein Künstler eine fertige Produktion ab, das Label organisiert nur noch Hersteller und Promo, wickelt die Abrechung ab. Ein Label kann aber auch die Produktion finanzieren und organisieren. Je mehr das Label erledigt, umso höher ist in der Regel dessen Anteil an den Einnahmen. Wenn das Label die Aufnahme bei einem anderen, vielleicht professionelleren Produzenten finanziert hätte, würde es mit dem Künstler einen sogenannten Künstlervertrag und mit dem Produzenten einen Produzentenvertrag abschließen. Bei fast allen Verträgen trägt letztendlich das Label das Warenrisiko: Wenn weniger Platten gekauft werden als produziert wurden, bleibt das Label auf den angefallenen Kosten für Herstellung und Werbung sitzen.

Musikverlag
Während die Label Vervielfältigungs- und manchmal auch Leistungsschutzrechte wahrnehmen, werten Musikverlage die Urhebernutzungsrechte der Musiker an ihren Kompositionen und Texten aus. Sie kümmern sich um die Gema-Abrechnung, auch der Live-Auftritte, und manche Verlage bemühen sich, die von ihnen betreuten Stücke Radiostationen und Werbeagenturen anzupreisen, in Spielfilmen zu platzieren, und überwachen, dass die Werke nicht von anderen ohne Genehmigung bearbeitet werden. All das kann ein Musiker auch selbst machen – ein Verlag nimmt ihm gegen Beteiligung die Arbeit ab. Manche Verlage beschäftigen eigene Mitarbeiter, die sich um die Verwertung in Radio und Werbung bemühen, um zusätzliche Einnahmen für Künstler und Verlag zu erzielen. Inzwischen bauen viele Label eigene Verlage auf, um mehr Rechte auszuwerten.

Booking
Die Booking-Agentur organisiert die Live-Auftritte eines Künstlers. Großen Stars zahlen solche Agenturen oft vorab ein hohes Garantiehonorar aus, das sie dann refinanzieren müssen. Die meisten Booking-Agenturen arbeiten aber auf Provisionsbasis – ein Anteil von 20 Prozent an den Einnahmen der Künstler ist gängig.

360-Grad-Vertrag
Das Schlagwort bezeichnet die Strategie von Labels, mit Künstlern nicht mehr allein beim Tonträger-Vertrieb zusammenzuarbeiten, sondern auch bei der Auswertung von Urhebernutzungsrechten (als Musikverlag), beim Livegeschäft (als Booker) und beim Merchandising.

Gema
Die Gema nimmt Gebühren für alle Verwertungen von Musik ein, die das Urheberrecht an den Stücken betreffen. Wer CDs mit vom Gema-Vertragspartner geschriebener Musik herstellt, die Songs digital verkauft, in Werbespots nutzt, live spielt oder im Netz als Download, Stream oder im Webradio vertreibt, zahlt dafür Gebühren. Die Gema schüttet die Einnahmen – nachdem die Verwaltung bezahlt ist – an Komponisten, Autoren oder ihre Musikverlage aus.

GVL
GVL steht für Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten. Ein Leistungsschutzrecht bezieht sich immer auf die bestimmte Aufnahme eines Stücks. Wer daran Leistungsschutzrechte hält, hängt von den Produktionsverträgen ab. Im Prinzip hat jeder ein Leistungsschutzrecht an einem Stück, der Musik einspielt oder einsingt. So können auch Produzenten Leistungsschutzrechte an einer Aufnahme haben oder Labels, wenn sie die Produktion abgewickelt haben. Wenn ein Musiker im Studio seine Stück selbst einspielt, erwirbt er auch Leistungsschutzrechte an dieser Aufnahme, genauso wie bezahlte Studiomusiker. Der Verkauf der Musik im Laden oder Download-Shop ist die Erstverwertung dieser Rechte – dafür kriegen die Musiker in der Regel einen Vorschuss und einen Teil der Einnahmen. Wenn die von ihnen eingespielte oder produzierte Musik aber im Radio, Fernsehen oder Kaufhaus läuft, bei Veranstaltungen abgespielt wird, müssen die Sender und Veranstalter für diese Zweitverwertung der Rechte an die GVL zahlen. Diese Zusatzeinnahmen schüttet die GVL an die Mitglieder aus.

Gema-Streit: Was das YouTube-Urteil bedeutet – SPIEGEL ONLINE

Gema-Streit: Was das YouTube-Urteil bedeutet – SPIEGEL ONLINE.

Video des Tages

Frei nach dem Motto: „HART“ aber fair.

„Young Guns – Bones“ – aus dem aktuellen 2012er Album „Bones“

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Easter (Reloaded)

Ob traditionell mit Kindern im Garten oder im freien Gelände, die versteckte bunte Ostereier suchen, oder im christlichen Sinne den Tag mit Kirchenbesuch beginnen, oder den heutigen sonnigen Tag einfach draußen in der Natur verbringen, oder einfach entspannt den Tag genießen. Selbst die, die diesen Tag nicht, oder ganz individuell anders verleben…alles hat seine Berechtigung.

Jedes Jahr zu Ostern denke ich an diesen Song von Marillion, der überraschenderweise dann auch noch „Easter“ heißt. Eigentlich sagt der Titel ja scheinbar aus, dass es sich inhaltlich um das klassische Oster Thema handelt…so ist es aber letztlich nicht. Der Song von 1990 behandelt eher die Konflikte und Unruhen in Nordirland.  Von daher könnte man meinen der Song wäre total unpassend? Mag sein – aber vielleicht passt er ja gerade weil er jedes Jahr ins Gedächtnis kommt ?

Brauch man einen Grund an etwas oder jemanden zu denken? Ich denke alles hat seine Berechtigung!

Frohe Ostern 2012!

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http://soundcloud.com/izizgin/02-marillion-easter

Hallo Echo..wer bist du?

Man kan ja von Preisverleihungen denken was man will…sei es Film, Fernsehen, Musik und was es da noch so alles gibt. Man kann auch immer in andere Länder gucken wo solche Preisverleihungen und die dazugehörenden Genres organischer gewachsen sind und einen viel höheren gesellschaflich kulturellen Stellenwert haben, als in Deutschland, wo man meinen könnte dass man ein bischen amerikanischen Flair und Show-Biz Glamour adaptieren könne…

So eben auch beim ECHO, dem sogenannten wichtigsten deutschen Musikpreis, der erst vor kurzem wieder verliehen und zelebriert wurde…

Man muss nicht immer schwarzmalen, wenn es um deutsche Musik geht, oder denken, dass es irgendwie alles klingt wie schon mal woanders gehört, oder vieles so brav und nach Konsenspop klingt…aber wenn man beim ECHO dann etwas präsentiert bekommt und man sich am Ende fragt, ob das die deutsche Musikszene representiert, dann darf man sich zumindest wundern. Und genau das tu ich auch auch oft!

Hier mal ein Bericht von Motor.de zum Thema Echo 2012

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Seh-Test

Dies ist eine kleine Auswahl von Videos, die mir aus künstlerisch-ästehtischen Gründen, oder einfach nur so gefallen…

Natürlich werde ich von Zeit zu Zeit neue Videos hinzufügen, oder austauschen und falls ein Link zu einem Video defekt ist, oder von der GEMA mal wieder unerreichbar gemacht wurde, könnt ihr das gern mitteilen!

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Rückblick nach vorn:
http://www.dailymotion.com/video/x1lx0_placebo-20-years_music
Placebo – 20 Years

Ausweglos:

Peter Gabriel – No way out

Noch immer:

Vivid – Still

Virus:

Matchbox 20 – Disease

Feuerwehr:

Sting – I burn for You

Nah:

Kings of Leon – Closer

Aktenzeichen XY:

The Killers – Jenny was a friend of mine

Freuden:

Beautiful Small Machines – Simple Joys (feat. Simon Le Bon)

Wie Brüder:

Death Cab for Cutie – Like Brothers on a Hotel Bed

Naturgewalt:

Pearl Jam – Force of Nature

Nur die und sonst keine:

Roxy Music – My only Love

Angsthäschen:

Marillion – Afraid of Sunlight

Blutig:

Official Secrets Act – Bloodsport

Schiffbruch:

Sigur Rós – Sæglópur

Rattenfänger:

Edwyn Collins – The Magic Piper

Der letzte Weg:

J.Tillman – When I light your darkened Door

Spielchen:

Julian Plenti – Games for Days

Unter Wasser Notruf:

Live – The Dolphin´s cry

Unwissend:

Simon Le Bon & Nick Wood – Nobody Knows

Bruchfest:

Zoot Woman – We won´t break

Husch, Husch…:

Paula Cole – Hush, hush, hush

Schwindelig:

Duran Duran – Vertigo

Frühstück:

Tori AmosCornflake Girl

Narrenschiff:

Robert Plant – Ship of Fools

Liebesfaust:

Antony Hegarty and the Johnsons – Fistful of Love

Leerer Brunnen:

Craig David – You don´t miss your Water ´til the Well runs dry

Bruch-Stück:

Savage Garden – Break me, shake me

Klemme:

Imogen Heap – Headlock

Dumm gelaufen:
http://www.dailymotion.com/video/xcu5er_radiohead-karma-police_music
Radiohead – Karma Police

TV Total(Ausfall)

Nun gut, über den kriselnden Gottschalk hab ich ja hier bereits geschrieben und trotz sog. „Relaunch“ mit Studiopublikum und neuer Studeioeinrichtung, die ein bischen nach Markus Lanz, oder Heute-Show..für manche sogar nach Tchibo aussieht, scheint der Weg Gottschalks aus der „Vorabend-Todeszone“ nach wie vor wie ein Irrgarten zu sein.

Immer mehr muss man annehmen dass der ARD letztlich keine Wahl bleibt, das TV Monument Gottschalk vom Sockel zu holen. Man hört, dass sich die ARD Sorgen um die Tagesschau-Quote macht….

Bei aller berechtigten Kritik an Gottschalk, die ich mehrheitlich teile, muss ich mich aber dennoch fragen, wo der Kern des Problems liegt:

Klar, Gottschalk Live und sein Sende Konzept ist im Vorfeld maßlos überhöht worden und wirkte mehr gewollt als durchdacht und zudem mit einem Moderator besetzt worden, dem im Vorfeld eigentlich niemand weder Talk-Show, noch „Social Media“ Kompetenz attetstiert hätte. Und um ehrlich zu sein, den Gegenbeweis ist Gottschalk bis heute mehr als schuldig geblieben!

Gut, andere Sender haben ähnliche Schnellschüsse mit bewährten Köpfen und bewährten Konzepten versucht und haben auch relativ schnell und teilweise panisch überhastet den Stecker gezogen.

Oliver Pochers quälende, selbstverliebte Comedyversuche: gut das kann man verstehen; Johannes B. Kerners haltungsarme Schmeichel-Talk Belanglosigkeiten für Bild-Zeitungsleser wollte auch niemand mehr sehen.

Dass Stefan Raab mit seiner teilweise erbärmlich humorlosen TV-Total Soße immer noch auf Sendung ist, liegt meines Erachtens auch mehr darin begründet, dass es kein adäquates Ersatzformat gibt und Raab es sich leisten kann sein abendliches Format als Promotion Vehikel für seine großen Event-Shows durchzuschleusen.

Und nun also Harald Schmidt! Das Aus nach nicht mal einem Jahr…Und warum? Die Quote! Immer wieder dieses Quoten Monster, vor dem jeder Fernsehmacher in seinem Elfenbeinturm vor Angst in die Knie geht.

Liegt das tatsächlich alles nur an den Köpfen, die keiner mehr sehen will? Oder macht man es sich vielleicht zu einfach, indem man wie im Fußball für teures Geld Stars einkauft und hofft dass dadurch Erfolg planbar sei? Wenn dem so ist, dann haben die aktuellen Entwicklungen dieses Prinzip ad absurdum geführt und als grandiose Fehleinschätzung offenbart!

Oder ist es ähnlich wie im Musik Business wo die großen Plattenfirmen die Entwicklungen im Internet Zeitalter erst verschlafen, unterschätzt und dann in panikartiger Weise dem illegalen Musiktausch im Netz per Klageflut Herr werden wollten? Und alles nur weil man meinte ein goldenes Kalb noch nicht zuende gemolken zu haben oder vom eigenen kreativen (Musik-Vermarktungs-) Totalausfall abzulenken?

Es scheint doch immer deutlicher eine Tendenz dahin zu gehen, dass sich die mediale Welt immer mehr ins Internet verlagert. Sei es Musik, sei es Printmedien…aber eben auch das Fernsehen, bzw. die Angebote immer mehr virtuell konsumiert werden. Die klassischen Offline Medien werden zunehmend weniger nachgefragt. Darin liegt vielleicht auch ein Grund für schlechte Quoten und gebe es das Internet nicht würden diese Quotendebatten nicht so drastische Kurzschlusshandlungen nach sich ziehen.

Ich hab mal Herrn Herres (Programmdirektor der ARD) per Twitter gefragt, warum die ARD mit Gottschalk, Günther Jauch und Kai Pflaume immer nur auf Bewährtes setzen?
Eine Reaktion hab ich natürlich nicht erwartet, aber die Frage bleibt ja trotzdem. Bei den anderen Sendern sieht es ja auch nicht viel besser aus…siehe Sat1.

Vieles wirkt so lustlos und nicht wirklich als ob man verstanden hätte, wie und was die Menschen heute gern sehen wollen. Dann doch lieber auf Nummer sicher die Leute bedienen die eh aus geriatrischen Gründen keine TV-Experimente mitmachen würden.

Welchen nutzen hat es wenn das ZDF in seinen  Sparten -Kanälen fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit neue Formate und neue Köpfe vor sich hin dilettieren lässt? Wie soll sich so die Fernsehlandschaft weiterentwickeln oder zumindest im Jahre 2012 ankommen?

Klar kostet Fernsehen Geld, kein Thema. Aber bitte mehr Mut zum Neuen..oder zumindest zum Experiment!

Oder braucht es dafür auch erst n Piraten-Sender in Anlehnung an verstaubte Politik und Demokratie Konzepte?

e.

Soundcheck (Vol. 2)

1. Es ist immer schwierig sich als Kind eines bekannten und berühmten Über-Elternteil im Musik Geschäft zu etablieren. Der große Versuch es gleich zu tun scheitert oft schnell oder verpufft…
Genauso schwierig finde ich es  die musikalischen Ergebnisse dann auch noch zu mögen, ohne Vergleiche zu dem zu ziehen, was man vom Elternteil kennt.
Anders ist es bei Eliot Sumner, genannt „Coco“, die sich konsequenterweise „I blame Coco“ nennt und ganz nebenbei Tochter von Sting ist. Bei ihr veruscht man hier garnicht erst nach musikalischen Übereinstimmungen zu suchen, was ja auch nicht verkehrt ist. Und dafür dass mir das gefällt, kann getrost „Coco“ verantwortlich gemacht werden. Und wer hier „No Smile“ bekommt, dem kann man nicht helfen

2. Natürlich hab ich mich damals dieser Brit-Pop Oasis vs Blur Konkurrenz Sache komplett entzogen. Da war vieles sehr aufgesetzt. Mit Blur konnte ich nur wenig anfangen und Oasis Erfolg konnte ich nur schwer nachvollziehen. Bis zu dem Moment, als Oasis ein MTV Unplugged Konzert gaben bei dem Noel Gallagher den „unpässlichen“ Liam ersetzte und trotz manch offensichtlicher Arragement-Schwächen, fiel auf welchen Horizont die Songs bekommen können mit Noel am Gesang! Dass es irgendwann zum Bruch kommen musste, war dann auch nicht mehr so schwer nachzuvollziehen, zu sehr haben sich die Brüder Gallagher musikalisch verzelttelt und von den persönlichen Streitigkeiten mal ganz zu schweigen.  Während aber Liam Gallagher mit seinem Solo Projekt „Beady Eye“ ein bischen Stiefmütterlich behandelt wird, hat das Noel´sche Projekt „High flying Birds“ das, was Oasis Fans erfreut. Reichlich Hommagen an das was man Oasis eh immer nachgesagt hat: Beatles Nähe. Aber Bewährtes muss ja nicht schecht sein!

http://soundcloud.com/bckbdhl/noel-gallagher-aka-what-a-1

3. Viele hatten drauf gewartet, wenige hat es überzeugt das Comeback von Bush. Und das Album“Sea of Memories“ klingt auch tatsächlich nicht so, als wollten Bush allen noch mal zeigen, dass sie nichts verlernt hätten. Irgendwie hab ich nie so recht das Gefühl, dass die Handbremse gelöst wird. Alles wirkt sehr gut abgestimmt auf Gavin Rossdale´s markante Stimme, der man aber irgendwie anmerkt, dass sein Solo Ausflug in Mainstream Gefilde Spuren hinterlassen hat. Vieles klingt gefällig, weil viele Kanten und Ecken fehlen, die einer Band, die mal als Nirvana Nachkömmlinge galten, eigentlich auszeichnen sollten. Und wenn sich so der „Sound of Winter“ anhört, mag sich mancher auf den Sommer freuen, oder an verwirrte Festival Besucher denken.

4. Wenn man Antony Hegarty ansieht denkt man an Vieles. Paradiesvogel, bunt, Riese mit Herz…Aber was ihn und seine falsettartige Kopfstimme auszeichnet ist eine wahnsinnige Präsenz und Leidenschaft, die er zu vermitteln vermag. Und wer ihn einmal Live erlebt hat, weiß, dass man förmlich in seine musikalische Welt hineingezogen wird. Ob man will oder nicht.

5. Wer das erste reguläre Album der „Beautiful Small Machines“ kennt, der weiß, dass das eher Music für Robots war, wie es Bree Sharp selbst bezeichnete. Indie Elektro Pop nannte man das dann und es klang richtig gut und tanzbar. Wer eine Fortsetzung auf dem neuen Album erhofft oder sogar erwartet hatte, wird ein bischen enttäuscht. Aber wirklich nur einen kleinen Moment. Sicher verlangt man dem Fan etwas ab, wenn man nun erwartet zu folkigen, bluegrassigen Banjo-Klängen, die ein bischen mehr nach mittlerer Westen der USA,  als an Großstadt Dance Pop erinnern, zu tanzen.  Auf „Paper Planes“ kann man zumindest schon mal leicht mitstampfen.

6. Der nächste Song, der musikalisch wie angegossen auf das letzte Beautiful Small Machines Album hätte passen können ist „Ghosts„. Aber in dem Fall ist es ja die belgische Band „dEUs“, die man eigentlich mit Indie-Rock Appeal kennt, aber die hier durchaus elektronsich-poppig können.

7. Ähnlich sieht es mit Gerard Way und seiner „Chemical Romance“ aus. Die kommen zwar von der amerkanischen Ostküste,  sind auch musikalisch im Alternative Rock angesiedelt, aber wie es der Bandname vermuten lässt, klingt auch bei dieser Band manches sehr groß, plakativ, hymnisch…halt zum mit“SING„en.

http://soundcloud.com/cameo1995/my-chemical-romance-sing

8. Aus dem manchmal verschneiten Denver kommt noch eine US Indie Rock Band, die dort mittlerweile einen guten Namen hat und gern gesehener Gast auf Festivals ist und auch hier mittlerweile kleine Hits hatte. Wo Klavier drin ist ist natürlich heute immer ein bischen die Gefahr den wohlwollenden Coldplay Fan auf seine Seite zu ziehen. Ob es reicht, darüber hinaus auch noch deren Leben damit zu retten, ist noch nicht bekannt. Aber zumnidest akustisches Anschmeicheln gelingt.

http://soundcloud.com/chrisvictor/the-fray-how-to-save-a-life

9. Ganz und garnicht atypisch klingt „The King and all his Men“, auch wenn hier etwas herum-gemixt wurde. Im Kern sollte hier ne schwungvolle Indie Pop Numer entstehen und das ist sie auch immer noch geblieben.

10. Überraschend und gut ist die neue Single der britischen (nicht mehr/immer noch) Newcomer Band „Young Guns“. Auch wenn der Name etwas martialisch rüberkommt; schließlich soll es ja Alternative Rock amerikanischer Prägung sein, bei dieser Band geht es sehr gekonnt ausbalanciert zu, sodass sie ihre Fans mittlerweile auch im gemäßigten Gefilde finden. Vom brandaktuellen Album „Bones“ kommt ganz überraschend die erste Single „Bones“.

http://soundcloud.com/piasnetherlands/young-guns-bones

Soundcheck (Vol. 1)

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