Zitat des Tages

Wer andere kennt, ist klug. Wer sich selber kennt, ist weise

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Seehofer Confidential

Hier mal ein ungewöhnlicher Einblick in die Medienarbeit des ZDF.

Eigentlich ist es ja üblich, wenn Claus Kleber Politiker vor der eigentlichen Ausstrahlung des Heute-Jounals interviewt und der Beitrag wird dann verkürzt in Auszügen gesendet

Aber das was nach dem offizellen Sendebeitrag gesprochen wird, bleibt ja immer geheim!

Hier nicht…

und Seehofer erlaubt es…Respekt!

Man kann ja von Hoerst Seehofer denken was man will..manche nehmen ihn nicht ernst, oder sein bayerisch populistisches Säbelrasseln, oder seine latente Meinungsflexibilität…aber das hier ist ein Medienhighlight!

Daran könnte man sich gewöhnen

e.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1641980/Seehofer-Das-koennen-Sie-alles-senden%2521#/beitrag/video/1641980/Seehofer-Das-koennen-Sie-alles-senden!

Zitat des Tages

Gäbe es die letzte Minute nicht, so würde niemals etwas fertig.

Zitat des Tages

Schlägt dir die Hoffnung fehl, nie fehle dir das Hoffen! Ein Tor ist zugetan, doch tausend sind noch offen.

Finale….

…hier kann ich es ja sagen, dass ich dem heutigen DFB Pokal Finale einerseits als Fußball Fan erwartungsvoll entgegenblicke, aber andererseits ja alles aus einer „neutralen“ Distanz verfolgen kann.

Mein Herz schlägt ja für den HSV!

Gut, die Saison war auch aus Fansicht verkorkst und phasenweise musste man sich Sorgen machen, bedenkt man wie schnell sich die Dinge dramatisch zuspitzen können.  Köln und Hertha haben das ja zu spüren bekommen, dass man bis zum Schluss nicht wirklich mit einem möglichen Abstieg gerechnet und altbekannte Floskeln bemüht hat, um sich die drohende Gefahr nicht vor Augen zu führen! Wie meistens mit fatalem Ausgang!

Aber darum geht es ja heute garnicht…während sich der Rest der Liga schon gedanklich im Urlaub, oder in der Vorbereitung auf die Europameisterschaft befindet, steigt heute DAS Saisonfinale schlechthin. Meister gegen Vize-Meister. Allerdings nicht in der klassischen Rollenverteilung, dass der FC Bayern München der Favorit ist, sondern Borussia Dortmund diese Saison bewiesen hat, dass der letztjährige Meistertitel kein vom Glück und Zufall begünstigter Umstand, sondern verdient und erarebeitet war. Auch wenn das bei der Borussia oftmals alles Andere als nach „Arbeit“ aussah. Im Gegenteil, Jürgen Klopp hat es geschafft aus jungen lernwilligen Spielern ein homogenes Team mit einem modernen und erfolgsorientierten Spielsystem zu formen. Da kann man nur Hochachtung vor haben.

Und ich denke genau das ist es, was den Reiz des Finales ausmachen wird. Die erfolgsverwöhnten Bayern sind mal in der Rolle des Außenseiters, etwas was sie nicht gewohnt sind und was Ihnen nicht „schmeckt“. Und vor allem die Art und Weise wie die Dortmunder Erfolge zustande gekommen sind, wurmt die Münchener Chefetage sehr. Sehen sie sich doch im Bereich europäischen Fußballadels, allerdings mit soliden Finanzen, im Gegesatz vieler europäischer Spitzenclubs, die den Erfolg durch überzogene Spielergehälter und absurden Transferausgaben erkaufen wollen. Darauf können die Bayern zurecht stolz sein, dass sie dort immer noch Vernunft walten lassen und lieber auch mal „Nein“ sagen, anstatt jedes Risiko einzugehen.

Nein, die Bayern wurmt es mit Sicherheit, dass Borussia Dortmund mit überschaubaren Mitteln und ohne teure, fertige Stars erfolgreich, modern und attraktiv Fußball spielen. Sind es doch die Bayern die sich seit Ewigkeiten diese Maxime zu eigen machen wollen…allerdings mit überschaubarem Erfolg in der Summe…denn den Bayern geht es ja längst nicht nur Titel zu gewinnen, sondern bei den Bayern leistet man sich ja den Luxus, Trainer in Frage zu stellen und in der konsequenz auch zu entlassen, wenn der Erfolg nicht auch zumindest attraktiv und unbestritten verdient zustande kommt! Das kann Felix Magath sicher bescheinigen. Holte er doch noch vor wenigen Jahren 2 x in Folge das Double aus Meisterschaft+Dfb Pokal – etwas was bis dato unerreicht ist- aber in der Folgesaison aus „athmosphärischen Gründen“ entlassen wurde.

Heute ist also nicht nur ein weiteres DFB Pokal Finale in Berlin, sondern auch ein „Kampf der Systeme“. Für Dortmund wird eis ein Kampf FÜR die kollektive Begeisterung und die Klopp´sche „Geilheit“ des Fußballs und für die Bayern wird es nicht weniger als der Kampf gegen den Trotz über die verpasste Meisterschaft und den Stolz nicht noch eine Schramme im Ego zu bekommen.

Also allerbeste Voraussetzungen für n interessantes und spannendes Finale.

Ich freu mich drauf

e.

Zitat des Tages

Einfach kann schwerer als komplex sein

Zitat des Tages

Um ernst zu sein, genügt Dummheit, während zur Heiterkeit ein großer Verstand unerlässlich ist

Die Bohlensteuer – wem die GEMA wirklich nutzt

Es wird die Geschichte eines Musikers nach dem sogenannten Durchbruch mit der einer nur mittelmäßig erfolgreichen Musikerin verglichen. Es geht um den Vergleich eines der 62.000 angeschlossenen (normalen) GEMA-Mitglieder mit einem der 3200 ordentlichen Mitglieder.

Während die SUPER-Mitglieder 64% der Ausschüttungen einkassieren, müssen sich die anderen Mitglieder mit 24% zufrieden geben. Doch der Film will gar nicht nur für eine Reform des Verteilungsschlüssels eintreten, sondern fordert gleich die komplette Anschaffung der Bohlensteuer bzw. der GEMA.

 

Die Hedonistische Trickfilmsektion präsentiert: Die Bohlensteuer – wem die GEMA wirklich nutzt | Hedonist International.

„bedauerlicherweise“…oder wenn Freud Versprechen macht

Was heute im ZDF Morgenmagazin wie n kleiner Versprecher wirkte und wohl auch in Norbert Röttgens Redefluss untergegeangen wär, entpuppte sich aufgrund der Aufmerksamkeit des Moderators als handfeste Peinlichkeit.

Gut, das kann man natürlich auch alles wieder hoch-stilisieren, wie das in der chronisch aufgeregten und nach Skandalen und Sensationen suchenden Medienlandschaft nun mal leider so Usus geworden ist; allerdings muss man eben auch sagen, dass das Timing von Röttgen für so einen verbalen Lapsus, gerade in Anbetracht seiner bisherigen nicht wenigen Ungeschicklichkeiten in seiner Wahlkampf Strategie, für sich spricht.

Sei es die fehlende Klarheit, sich auf einen definitiven Verbleib in NRW auch nach der sehr wahrscheinlichen Wahl-Niederlage am Sonntag auszusprechen, verbunden mit der Aufgabe seines Ministeramts und seines Bundestagsmandats.

Oder sei es das fehlende Feingefühl, hinsichtlich Äußerungen für den Fall einer drohenden Wahlniederlage, die Verantwortung vorsorglich in Teilbereichen Richtung Berliner Regierung zu schieben!

Nein, Norbert Röttgen sollte sich einfach nicht wundern, wenn die Wähler in ihm keinen Ministerpräsidenten sehen, der NRW würdig und vor allem glaubwürdig vertritt!

Und das ist das eigentlich bedauerliche…

e.

Zitat des Tages

Was du sagst ist wichtig – was du nicht sagst ist bedeutsam.

Song des Tages

Ebenfalls im April diesen Jahres erschienen ist das Album „California 37“ der amerikanischen Pop/Rock-Band „Train“. Deren erste Single Auskopplung Drive by nicht weniger als ein internationaler Top Hit war und ist. Sogar in Deutschland.

Und habe ich das mitbekommen? Natürlich nicht! Warum auch…hat ja nur Sommer-Hit Qualität! Naja, auf jeden Fall hab ich ihn nun gehört und er ging sofort ins Blut..bzw. ins Ohr.

Und hier ist er nun…

e.

Video des Tages

Über den Song an sich kann man ja streiten. Denn das was sich die australische Indie Rockband „The Temper Trap“ mit Need your Love zumindest musikalisch ausgedacht haben ist noch nicht ganz so klar…zumindest mir nicht! Nachdem 2009 ihr Erstling „Conditions“ noch als düstere Indie  Rock Flaschenpost über den indischen Ozean zu uns rüberschwappte und „aufhorchen“ ließ, kommt nun der Nachfolger ganz schlicht als „The Temper Trap“ getarnt diesen Mai in die Läden. Wollen wir hoffen dass die Platte etwas mehr in Fahrt kommt.  Das Video auf jeden Fall kann sich in bester Karate Kid Manier sehen lassen!

Film ab…

e.

http://vimeo.com/40704028

Euro 2012…

…wirft seine Schatten voraus. Allerdings wirft dies auch ein Schlaglicht auf eines der umstrittenen Themen rund um die Vergabe, Austragung und den Fußball an sich.

Ein besonders schockiererder Bericht stand heute in der SZ und befasst sich mit der widerlichen Seite des Fußballs in unseren östlichen Nachbarstaaten. Homophobie, oder wie man mittelalterliche Denkstrukturen aufrecht erhält. Und das nicht nur in gesellschaftlichen Randgruppen, sondern laut Verfassung!

Einfach erschreckend und abstoßend

e.

http://www.sueddeutsche.de/politik/homophobie-in-polen-und-der-ukraine-wo-schwule-fussballfans-gejagt-werden-1.1351346

Zitat des Tages

Die meisten unserer Fehler sind verzeihlicher als die Mittel die wir anwenden um sie zu verbergen

Zitat des Tages

Das Argument wird nicht klüger, je lauter man schreit.

Und schon wieder jemand…Schon wieder R.I.P.

Zum Krebstod von Adam Yauch, Gründungsmitlied von den „Beastie Boys„.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/nachruf-auf-beastie-boy-gruender-adam-yauch-a-831463.html

Michael Jackson, Amy Winehouse, Whitney HoustonSinead o´Connor ist ebenfalls so schwer psychisch krank, dass sie Anfang des Jahres Suizidgedanken hatte und sich eingestehen musste, dass sie zumindest derzeit nicht in der Lage ist, öffentlich aufzutreten!

Und nun die Nachricht über den Tod von Adam Yauch, der sich seit längerer Zeit mit einer Krebserkrankung behandeln lassen musste…ein Kampf den  er nun verloren hat!

Sicher ist er nicht allen Menschen so geläufig, aber genauso wie die oben genannten Künstler hat auch er in seinem Genre Stilbildendes vollbracht und seine Band, die Beastie Boys haben der Rap und Hip Hop Welt Impulse verliehen, wie es kaum eine andere „weiße“ Formation schaffte. Sie sind Ikonen und Adam Yauch ein Idol für viele Musiker dieser Musikrichtung.

Er wird fehlen, wie alle Anderen auch!

e.

Zitat des Tages

Den tiefsten Kern der Dinge entdeckst du nur mit dem Herzen

Soundcheck (Vol. 3)

1. Heute beginne ich mal mit einem Veteranen der US Rockszene. Kein geringerer als Tom Petty, ein Urgestein amerikanischer Musikgeschichte, der 1994 sein 2. von bislang nur 3 Solo Alben eingespielt hatte. Ein Großteil seiner Diskografie kann man ja den „Heartbreakers“ zuordnen…aber auf „Wildflowers“, musste man auch nicht auf den Input seiner Bandkollengen verzichten und der Titel Hard on me ist einer der athmosphärischen Highlights dieses recht ruhigen, teilweise folkig, blues-rockigen Albums.

2. Das Afro Celt Sound System, klingt zwar wie ne Monster Verstärker Anlage, ist aber eine großartige World-Music Formation, die mit keltischen und afrikanischen Klangwurzeln ethnische und moderne Elektronic Dance Sounds kreiert. Zwar hatte sich diese Supergroup 2007 einmal augelöst, aber mittlerweise ist sie wieder zusammen und aktiv. Von daher hat das auch sicher Peter Gabriel gefreut, ist doch die Band nach Peter Gabriel selber das „beste Pferd“ in Gabriels Label „Stall“. Vom 2005er Album „Anatomic“ stammt der Song My secret Bliss. Allerdings in einem 2011er Remix Gewand von Stephanie Caffrey.

3. Der erste Chart Erfolg von Prefab Sprout war The King of Rock´n´Roll zwar nicht, aber es war bislang der größte, dieser außerhalb Großbritannien nicht übermäßig bekannten  Band rund um ihr Mastermind, Paddy McAloon –  den viele Kritiker als unterbewertetes Genie und einen der besten Sonwriter der 80er Jahre hielten. Nichts desto Trotz  findet sich auf der Werkschau „A lifetime of Surprises“ überraschend viel Vertrautes und man bekommt einen sehr guten Eindruck welches Potenzial die Songs von McAloon haben.

4. Arcade Fire ist eine Indie Rock Band aus dem fernen Canada, die es aber geschafft haben in den USA und auch in Europa Tritt zu fassen und mittlerweile zu den wichtigen Bands des Indie Rock Genres gehören. Zu ihren Besonderheiten gehört zweifellos, dass alle Band Mitglieder mehrere Instrumente spielen können und dieses auch auf ihren Konzerten demonstrieren, indem sie unterschiedliche Instrumente bedienen. Aber besonders ist auch dass sie untypische teilweise aus der Klassik bekannte Intrumente mit auf Tour nehmen. Zu den bekannten ex-Mitgliedern gehört unter anderem Owen Pallett, der seither einen guten Ruf als Violinist und Streicher Arrangeur in der Musik Szene hat. Vom 2010er -an den sog. Art-Rock angelehnten- Erfolgsalbum „The Suburbs“ stammt We used to wait. Aber das müssen wir nicht mehr lange, denn das neue Album ist schon in den Startlöchern.

5. Ein bis Heute aktiver Pionier der Avantgarde Pop Musik ist der eigenwillige und schillernde David Sylvian, der in den späten 70ern bekannt wurde als Sänger von „Japan“ – die auch heute noch als Leitbild vieler sog. Art School Bands gilt. Seiner Solo Karriere  danach kann man sehr oft klassische bis hin zu Ambient Klängen entnehmen, was seiner Nähe und vielfache Zusammenarbeit mit Brian Eno und David Bowie, sowie dem japanischen Künstler Riuichy Sakamoto bezeugt. Seinen Hang zu reflektierten und esoterisch anmutenden Songs spiegelt The Boy with the Gun vom 1978er Album „Secrets of the Beehive“ wieder, dessen Nachfolger von 1999 logischer- und konsequenterweise „Dead Bees on a Cake“ hieß.  Aber keine Bange – das ist nicht nur Musik für Bienenzüchter!

6. Marillion sind nicht nur Urgesteine der englischen Progressive Rock Szene, die in den 70ern und frühen 80ern ihren Höhepunkt hatten, sie haben auch ein Problem: Sie werden von englischen Radiosendern gemieden wie der Teufel das Weihwasser. Vielleicht liegt es daran, dass viele ihrer Alben – die in der Fachpresse- durchaus positiv und wohlwollend bewertet werden, selten höhere Chartregionen und von daher größere Verkaufszahlen generieren. Und das obwohl die Band regelmäßig auf Tour ist und eine große Fangemeinde hinter sich weiß.  Ein weiteres Merkmal ist, dass sie ein innovatives Vertriebmittel für sich entwickelt haben; nämlich dass Fans vorab per Spenden mithelfen das jeweils nächste Album mitzufinanzieren und im Gegenzug limitiertes Bonusmaterial bekommen und als „Friends“ im jeweiligen Booklet aufgeführt werden, sodass diese auch weiterhin nicht Afraid of Sunlight sein müsen.

7. Seit 2006 ist die norwegische Sängerin und Songwriterin Maria Mena auch hierzulande ein Begriff und galt bislang als begabte Newcomerin mit guten Perspetiven auf eine international Karriere. Gute Verkaufszahlen und Konzerte durch ganz Europa waren die Folge. Das 2011er Album „Viktoria hingegen hat diesen Trend allerdings etwas gebremst, denn trotz ordentlicher Chartplatzierungen war der kommerzielle Erfolg eher als bescheiden anzusehen. Das ist nicht immer das Hauptkriterium für die Qualität, die durchaus auf dem Album zu hören ist, aber leider oft Maßstab für die mediale Unterstützung einer hoffnungsvollen Künstlerin. Auf jeden Fall demonstriert sie das auch auf Homeless – hier allerdings in einem nicht mehr ganz so beseelten Remix von Hot Milk.

8. Natürlich steckt in Depeche Mode Songs fast ausschließlich Martin Gore. Der medienschüchterne Kopf der Band gilt ja in Fachkreisen als eigenwillig und wenig Inputfreudig, wenn es um Songideen seiner Bandkollegen geht. Erst seit Sänger Dave Gahan 2003 seinen Soloerstling veröffentlichte, gelang es  zumindest mal 2 Songs zu einem Depeche Mode beizusteuern, die Nicht komplett aus Gore´s Feder stammten. Man muss ja nicht gleich übertreiben…Auf jeden Fall hat Martin Gore bereits 1989  seine erste von 2 Solo Alben veröffentlicht, wobei es ja defacto nur 1 ist. Denn „Counterfeit E.P.“  war ja nur ein Mini-Album mit Fremdkompositionen und der Nachfolger  Counterfeit2 aus dem Jahre 2003 ein reguläres Studioalbum mit Eigenkreationen . Und von dieser ersten E.P. stammt das DM typische Compulsion.

9. Fast genau 3 Jahre ist es jetzt her, dass der selbsternannte King of Pop nicht mehr da ist! Es ist merklich ruhig geworden, denn nach ihm sind auch Amy Winehouse und Whitney Housten auf tragische Weise zu Tode gekommen. Alles Persönlichkeiten, die im Leben gestrauchelt sind aber in ihrer Kunst etwas Außergewöhnliches vollbracht haben, das bleiben wird. So natürlich auch besonders bei Michael Jackson, dem man sicher viel skurriles und teilweise bizarres ansehen udn nachsagen konnte. Viele Fragen sind auch heute noch nicht beantwortet und vielleicht ist das auch Teil des Mythos mit dem sich seine Unvergänglichkeit beschreiben lässt…dass man vieles ahnt, aber niemals richtig weiß! Genau darum geht es bei Why you wanna trip on me:  Die einerseits verstehbare, aber andererseits dann auch wieder kindlich naive Frage, warum gerade er so im Mittelpunkt steht, wo es doch viel größere Dinge auf der Welt gibt, die einer Beachtung verdienen. Recht hatte er, aber hinhören darf an dieser Stelle erlaubt sein!

10. Sorgen bereitete im April 2012 auch eine Nachricht über Sinead o´ Connor. Einerseits, dass sie ihre aktuelle Tour komplett absagen musste, was sicher viele Fans enttäucht hat, sondern viel mehr der Grund: „manische Depression“! Einfach gesagt, das Spannungsverhältnis zwichen Gefühlen der Großartigkeit und dem plötzlichen Moment absoluter Leere und Bedeutungslosigkeit. Natürlich ein „positives“ Signal, dass sie Fans und die Öfffentlichkeit auf diese psychische Krankheit aufmerksam und sensibel macht, andererseits ändert es nichts daran, dass die Sorgen um eine weitere großartige Künstlerin, die in ernstzunehmenden Schwierigkeiten ist, bleiben. Ein Song, der vielleicht ein bischen Einblick gibt in das emotionale Innenleben dieser Frau, stammt aus dem Soundtrack zum Film „In the Name of the Father“.  Geschrieben und produziert vom U2 Sänger Bono und dessen irischen Kumpel Gavin Friday, die Sinead in dem großartigen Song You made me the Thief of your Heart zum Diebstahl anstiften.

Zitat des Tages

Wenn man in die falsche Richtung läuft, hat es keinen Zweck, das Tempo zu erhöhen.

Zitat des Tages

Zeit ist zu langsam,für den der wartet.

Zitat desTages

Lebst du um zu arbeiten, oder arbeitest du um zu leben?

Zitat des Tages

Über alles hat der Mensch Gewalt, nur nicht über sein Herz

Der Hüter der Rechte

Hier mal eine kurze Auflistung und Beschreibung der wichtigen Stichworte zum Thema Musik Marketing im Internet.

Dies betrifft natürlich den Rechtsstreit zwischen Google (Youtube) und der GEMA als „Hüter der Rechte“, aber eben auch ganz allgemein den Bereich der Musikvermarktung und Vertrieb im digitalen Zeitalter, Filesharing in Tauschbörsen U N D Urheberschutz von Künstlern, die ihr geistiges und kreatives Gut geschützt haben wollen!

Ich selber weiß auch nicht genau, was ich denken soll:

  • Natürlich bin ich nicht per se gegen die Einhaltung der Rechte von Urhebern. Natürlich ist das Argument richtig, dass Kreative Künstler (Autoren, Musiker, Texter, Schriftsteller, Autoren, Journalisten, etc.) ein Recht darauf haben, dass sie als originäre Quelle genannt werden und für Ihre Leistung entlohnt werden sollen..und müssen!
  • Natürlich ist z. B.  jede illegal erworbene Musikdatei schädlich für den Umsatz der Künstler….oder vielmehr der Plattenfirmen, die viel Geld in die Vermarktung stecken!
  • Natürlich hat jeder, der sog. „Content“ (Inhalt), also sein kreatives, oder geistiges Schaffen anbietet ein Recht darauf, dass sich andere nicht daran zu schaffen machen und es als IHREN Inhalt darstellen. Dass man zumindest die Quelle angibt, oder mit dazu beiträgt, dass durch den Erwerb des Inhalts, der Urheber daran mitverdient!

Andererseits bin ich auch skeptisch, was das recht un-kreative und rückständige Beharren auf alten Vermarktungs und Vertriebswegen angeht. Und jede notwenige und sinnvolle Veränderung und Anpassung an das „HEUTE“ mit Unterlassungsklagen und quasi Kriminalisierung der Nutzer zu beantworten halte ich für den falschen Weg!

Und auch die Politik reagiert erschreckend vorhersehbar auf die Problematik, was sich auch am stumpfen „Piraten-Bashing“ zum Thema Urheberrechte ablesen lässt.

Aber um ehrlich zu sein, die oft zitierte „Weltuntergangsseznarien“ die durch das Internet und die digitale Revolution zu erwarten war ist bislang NICHT eingetreten…allenfalls die Medien- und Musik-Unternehmen, die nicht offensiv die veränderte Marktsituation adaptiert und sich neu ausgerichtet haben, beklagen sich am lautesten. Den anderen Unternehmen geht es teilweise nicht schlechter, manchen sogar besser mit dem Web 2.0. Eben weil sie sich neue Geschäftsmodelle und Geschäftsfelder gesucht haben und nun duch geschickte strategische  Kooperationen davon profitieren.

Und ich bin auch nicht der Meinung, dass man Künstlern „ins Gesicht pinkelt“ (lt. Sven Regener) wenn man sie nicht angemessen wertschätzt und durch legalen Erwerb ihrer Produkte die Weiterführung ihrer „Kunst“ unsterstützt!

Dass der CD Verkauf immer mehr als Vertriebsweg zurückgeht und viele Künstler Konzerte als primären Einnahmeweg für sich entdeckt haben und davon gut oder sehr gut leben,  zeigt doch dass die künstlerische Wertschätzung da ist und auch Menschen bereit sind, für Qualität teilweise nicht immer nachvollziehbare Preise zu bezahlen!

Denn solange es die Möglichkeit gibt zu wählen, ob man etwas kauft, oder etwas Vergleichbares „gratis“ bekommt, wird es immer Menschen geben die das „Gratis“ bevorzugen. Das liegt nicht nur an den Menschen, sondern an der Tatsache an sich! Ob das rechtens ist oder nicht…ob das allen gefällt oder nicht!

Auch ich habe (noch) keine abschließende Meinung oder gar ein Patentrezept…aber die Erfahrung zeigt doch, dass man durch ideologische Betrachtung und Einordnung in „Schwarz“ oder „Weiß“ nicht zum Ziel kommt…

Und Alternativen zur Verbreitung und Veröffentlichung von digitalen Inhalten gibt es ja bereits  (siehe Creative Commons – CC)

e.

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Glossar der Musikindustrie

Independent / Major
Als unabhängige Label gelten alle Plattenfirmen, die nicht zu den vier großen international tätigen Unternehmen Sony Music, Emi, Warner Music und Universal Music gehören. Die großen vier (Majors) machen 70 bis 80 Prozent des Musikumsatzes weltweit – der Rest entfällt auf die kleinen Independent-Labels. Zum Verband unabhängiger Musikunternehmen (VUT) gehören in Deutschland 1200 Firmen, der internationale Indie-Verband Merlin hat nach eigenen Angaben um die 12.000 Mitglieder.

Label
Welche Arbeit die Plattenfirma für den Künstler erledigt, ist von Vertrag zu Vertrag unterschiedlich. Ein Extrafall ist der sogenannte Bandübernahmevertrag: Da gibt ein Künstler eine fertige Produktion ab, das Label organisiert nur noch Hersteller und Promo, wickelt die Abrechung ab. Ein Label kann aber auch die Produktion finanzieren und organisieren. Je mehr das Label erledigt, umso höher ist in der Regel dessen Anteil an den Einnahmen. Wenn das Label die Aufnahme bei einem anderen, vielleicht professionelleren Produzenten finanziert hätte, würde es mit dem Künstler einen sogenannten Künstlervertrag und mit dem Produzenten einen Produzentenvertrag abschließen. Bei fast allen Verträgen trägt letztendlich das Label das Warenrisiko: Wenn weniger Platten gekauft werden als produziert wurden, bleibt das Label auf den angefallenen Kosten für Herstellung und Werbung sitzen.

Musikverlag
Während die Label Vervielfältigungs- und manchmal auch Leistungsschutzrechte wahrnehmen, werten Musikverlage die Urhebernutzungsrechte der Musiker an ihren Kompositionen und Texten aus. Sie kümmern sich um die Gema-Abrechnung, auch der Live-Auftritte, und manche Verlage bemühen sich, die von ihnen betreuten Stücke Radiostationen und Werbeagenturen anzupreisen, in Spielfilmen zu platzieren, und überwachen, dass die Werke nicht von anderen ohne Genehmigung bearbeitet werden. All das kann ein Musiker auch selbst machen – ein Verlag nimmt ihm gegen Beteiligung die Arbeit ab. Manche Verlage beschäftigen eigene Mitarbeiter, die sich um die Verwertung in Radio und Werbung bemühen, um zusätzliche Einnahmen für Künstler und Verlag zu erzielen. Inzwischen bauen viele Label eigene Verlage auf, um mehr Rechte auszuwerten.

Booking
Die Booking-Agentur organisiert die Live-Auftritte eines Künstlers. Großen Stars zahlen solche Agenturen oft vorab ein hohes Garantiehonorar aus, das sie dann refinanzieren müssen. Die meisten Booking-Agenturen arbeiten aber auf Provisionsbasis – ein Anteil von 20 Prozent an den Einnahmen der Künstler ist gängig.

360-Grad-Vertrag
Das Schlagwort bezeichnet die Strategie von Labels, mit Künstlern nicht mehr allein beim Tonträger-Vertrieb zusammenzuarbeiten, sondern auch bei der Auswertung von Urhebernutzungsrechten (als Musikverlag), beim Livegeschäft (als Booker) und beim Merchandising.

Gema
Die Gema nimmt Gebühren für alle Verwertungen von Musik ein, die das Urheberrecht an den Stücken betreffen. Wer CDs mit vom Gema-Vertragspartner geschriebener Musik herstellt, die Songs digital verkauft, in Werbespots nutzt, live spielt oder im Netz als Download, Stream oder im Webradio vertreibt, zahlt dafür Gebühren. Die Gema schüttet die Einnahmen – nachdem die Verwaltung bezahlt ist – an Komponisten, Autoren oder ihre Musikverlage aus.

GVL
GVL steht für Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten. Ein Leistungsschutzrecht bezieht sich immer auf die bestimmte Aufnahme eines Stücks. Wer daran Leistungsschutzrechte hält, hängt von den Produktionsverträgen ab. Im Prinzip hat jeder ein Leistungsschutzrecht an einem Stück, der Musik einspielt oder einsingt. So können auch Produzenten Leistungsschutzrechte an einer Aufnahme haben oder Labels, wenn sie die Produktion abgewickelt haben. Wenn ein Musiker im Studio seine Stück selbst einspielt, erwirbt er auch Leistungsschutzrechte an dieser Aufnahme, genauso wie bezahlte Studiomusiker. Der Verkauf der Musik im Laden oder Download-Shop ist die Erstverwertung dieser Rechte – dafür kriegen die Musiker in der Regel einen Vorschuss und einen Teil der Einnahmen. Wenn die von ihnen eingespielte oder produzierte Musik aber im Radio, Fernsehen oder Kaufhaus läuft, bei Veranstaltungen abgespielt wird, müssen die Sender und Veranstalter für diese Zweitverwertung der Rechte an die GVL zahlen. Diese Zusatzeinnahmen schüttet die GVL an die Mitglieder aus.

Gema-Streit: Was das YouTube-Urteil bedeutet – SPIEGEL ONLINE

Gema-Streit: Was das YouTube-Urteil bedeutet – SPIEGEL ONLINE.

S.P.O.N. – Die Mensch-Maschine: Euer Internet ist nur geborgt – SPIEGEL ONLINE

Euer Internet ist nur geborgt

Eine Kolumne von Sascha Lobo

Wer Facebook, Twitter oder andere soziale Netzwerke nutzt, ist im Netz nicht wirklich frei. All diese Dienste können von den Betreibern jederzeit verändert, verkauft, zensiert, geschlossen werden. Wer wirklich frei im Internet veröffentlichen will, braucht eine eigene Website.

Ende Februar 2012 versucht ein Mitarbeiter von muenchen.de, dem offiziellen Portal der Stadt München, die eigene Facebook-Seite zu erreichen, die bis dahin unter facebook.com/muenchen zu finden war. Erfolglos. Die Seite war ohne Vorwarnung gesperrt worden. Die fast 400.000 Fans der Seite – mit einem Mal so unerreichbar wie das Internet im ICE zwischen Hamburg und Berlin.

 

Facebook hatte sich entschieden, Städte selbst zu vermarkten. Aber leider vergessen, das den Städten mitzuteilen.

Rückschwenk in den Januar 2012: Google stellt die twitterähnliche Plattform Jaiku ein, die damit dem Schicksal vieler anderer Google-Dienste folgt: Google Labs, Google Buzz, Google Health, Google Wave. Selbst die „Social Search“-Plattform Aardvark wurde geschlossen, obwohl sie einen famosen Rekord des 21. Jahrhunderts hielt: Google bezahlte für 90.000 aktive Nutzer 50 Millionen Dollar. Aardvark liegt damit in der ewigen Rangliste der teuersten Netzunternehmen mit 555 Dollar je Nutzer an dritter Stelle. Die beiden ersten Ränge belegt natürlich konkurrenzlos Jerry Yangs Beerdigungsinstitut für Start Ups: an Platz zwei Geocities für 830 Dollar je Nutzer. Und uneinholbar im ewigen New-Economy-Himmel Broadcast.com mit sagenhaften 10.961 Dollar je aktivem Nutzer, beide 1999 für Milliardenbeträge gekauft von Yahoo. Selbstredend sind auch diese beiden Dienste inzwischen geschlossen.

Sprung in den März 2012, in dem ein vielgenutztes Start-Up namens Posterous in seinem Blog glücklich verkündet, von Twitter gekauft worden zu sein. Die Gründer erklären, dass ihr Service weiterbestehen wird. Wenn aber wider Erwarten doch nicht – man kann ja nie wissen! – würde man zumindest „ausreichend lange vorher“ Bescheid sagen. Aber trotzdem jetzt schon mal geeignete Instrumente für den Download der Inhalte bereitstellen. Also nur für den Fall. Den rein hypothetischen.

Monetenhafter Aufstieg

Obwohl diese drei Ereignisse der sozialen Medienlandschaft aus den ersten drei Monaten des Jahres 2012 scheinbar wenig miteinander zu tun haben, hängen sie damoklesschwer über den anderthalb Milliarden Social-Media-Nutzern der Welt. Denn ihr Internet ist nur geborgt. Wenn aus irgendeinem Grund, der selbst Franz Kafka als unverhältnismäßig kafkaesk erschienen wäre, der eigene Account gesperrt würde – man stünde einer undurchdringlichen Wand aus Allgemeinen Geschäftsbedingungen gegenüber, verputzt mit Kontaktformularen und einem englischsprachigen Help-Forum, wo nur noch Nutzer Nutzern nutzen.

Eigentlich ist es eine Banalität und sollte gar nicht mehr erwähnt werden müssen: Daten auf sozialen Netzwerken müssen unter allen Umständen so behandelt werden, als könnten sie jederzeit verloren gehen. Denn sie können jederzeit verloren gehen. Trotzdem scheint die Welt likebegeistert anders zu handeln: All ihr digitales Schaffen findet im geborgten Internet statt. Social Media ist ohne Zweifel der aktuelle Stand des Internets. Vom Umbau des größten Internetunternehmens, Google, in ein doppelplusgutes Social Network mit angeschlossener Suche bis zum Börsengang von Facebook: das Netz atmet social. Aber wer auf seine digitale Freiheit Wert legt, für den bleibt – solange freie Social Networks wie Diaspora noch irrelevant sind – nur das schönste, aber anstrengendste Instrument für die soziale Vernetzung und das Teilen von Inhalten übrig: die selbst kontrollierte Website, also das Blog.

Zeitgleich mit dem monetenhaften Aufstieg der sozialen Netzwerke begann im deutschsprachigen Raum der Niedergang der Blogs. Facebooks Nutzungszahlen sind gigantisch, ebenso YouTubes Abrufe oder Twitters Tweethagel. Und auch Google Plus ist stets bemüht, die ihm übertragenen Aufgaben zur Zufriedenheit der Nutzer zu erledigen.

Nur auf einem Blog kann man machen, was man möchte

Gleichzeitig sank aber die Zahl der Verlinkungen von Blogs untereinander so stark, dass Jens Schröder – über Jahre das inoffizielle, statistische Bundesblogamt – sein Projekt deutscheblogcharts.de mangels Masse und Sinnfälligkeit einstellte. Der Grund für den Sinkflug des Blogs: Soziale Befindlichkeiten werden heute auf Facebook geteilt, kurze Mitteilungen und Links auf Twitter und auf Facebook, Fotos auf einer der hundert Plattformen sowie auf Facebook, Videos auf YouTube und auf Facebook – für fast jede Art von Äußerung, die in einem Durchschnittsblog 2005 der Netzöffentlichkeit präsentiert wurde, gibt es heute ein eigenes Social Network. Und Facebook.

Dabei kann man auf einem Blog machen, was man möchte. Ärgerlicherweise bedeutet das auch, dass man machen muss, was man möchte. Und dauernd möchten zu müssen ist recht energieaufwendig. Ein soziales Netzwerk dagegen bietet nur ein sehr eingeschränktes Spektrum an Möglichkeiten: Auf Facebook kann man sich ganz simpel völlig frei entscheiden zwischen allem, was Mark Zuckerberg für angemessen hält. Die Veröffentlichung bestimmter Fotos, Links zu bestimmten Websites oder auch die Inhaberschaft bestimmter, problematischer Meinungen gehört nicht dazu.

 

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Es scheint, als würde sich zwischen den sozialen Netzwerken und den Blogs das ewige gesellschaftspolitische Drama wiederholen: Freiheit ist eine so anstrengende und gelegentlich komplizierte Angelegenheit, dass viele Leute sie offenbar gern eintauschen gegen ein enges Korsett, wenn das bloß gut geheizt ist und sich nicht allzu kompliziert anfühlt. Heute gibt es in Deutschland über 23 Millionen aktive Facebook-Nutzer, aber (nach Expertenschätzung) nur wenige hunderttausend Blogs. Mit dem zunehmenden digitalen Bewusstsein in der Bevölkerung, quer durch alle digitalen Schichten von der Softwareingenieurin bis zum Bundestagsabgeordneten, ist die Zeit für eine Renaissancedes selbstkontrollierten Blogs gekommen: Bürger zu Bloggern, das Blog ist die digitale Stimme des Einzelnen.

Es gibt viele Anzeichen, dass sich eine digitale Gesellschaft entwickelt, vom Erfolg der Piratenpartei bis zur Netzselbstverständlichkeit einer jungen Generation. Aber den Rahmen für diese digitale Gesellschaft setzen bisher nicht diejenigen, die er betrifft, sondern die Aktionäre einer handvoll kalifornischer Konzerne. Und das wiederum ist die Schuld derjenigen, die Internet sagen und Social Networks meinen, die nicht bemerken, dass sie auf Facebook, Twitter und Google Plus nur zu Gast sind. Der Weg vom Netzkonsumenten zum mündigen Digitalbürger führt nur über eine selbstkontrollierte Web-Seite, alles andere ist unterhaltsames, nützliches, schmückendes Beiwerk.

tl;dr

Social Networks sind gut und nützlich – wenn die digitale Existenz nicht allein von ihnen abhängt. Blogs sind die Seele von Social Media.

aus:

S.P.O.N. – Die Mensch-Maschine: Euer Internet ist nur geborgt – SPIEGEL ONLINE.

Zitat des Tages

Gefährlicher als eine falsche Theorie ist eine richtige in falschen Händen.

…zurückgebloggt!

Meinungsstark – Meinungsschwach? (von Maybrit Illner / ZDF)

Als ganz normaler Zeitgenosse oder Bürger muss man das jedenfalls nicht. Ruft ein

Umfrageinstitut an oder hält einem ein Journalist ein Mikrofon hin, dann ist es völlig o. k.,

wenn man statt mit „Ja“ oder „Nein“ wahlweise antwortet: „Weiß ich nicht“, „Ist mir egal“ oder

„Da habe ich keine Meinung zu“. Von einem Politiker egal welcher Couleur und auf welcher Ebene

will das so keiner hören. Also wurden Formulierungen erfunden, die Nichtwissen oder

Desinteresse verschwurbelt verpacken: „Das müssen wir nüchtern und ohne Zeitdruck prüfen“ oder

„Das werden wir zeitnah einer sachgerechten Lösung zuführen“.

Damit muss sich niemand zufrieden geben, und es wäre vom Befragten ehrlicher, dann einfach mal

zu sagen: „Das weiß ich nicht“.

Die Piraten sind schon mal so ehrlich. Und dafür werden sie zu Recht gelobt. Dass Journalisten

sie deshalb nach manchen Themen nicht fragen sollen, weil sie doch wüssten, dass Piraten dazu

„noch“ keine Meinung hätten, diesen Umkehrschluss halte ich allerdings für falsch.

Ob der Pirat Christopher Lauer in einer unserer Sendungen vor Ostern eine Meinung zur

Schlecker-Auffanggesellschaft hätte haben müssen, oder ob es reichte, dass er sich hinterher

für einen Artikel in der FAZ eine gebildet hat, das muss er selber wissen und das müssen die

Zuschauer und vor allem seine Wähler entscheiden. Ich finde es nicht dramatisch, wenn auch

Profis ab und zu eine „Wildcard“ ziehen.

Eines allerdings dürfen Zuschauer und Wähler erwarten: Zu Fragen, über die Politiker im

Parlament entscheiden müssen, sollten diese sich rechtzeitig eine möglichst fundierte Meinung

bilden.

Selbst auf Fragen, bei denen sie das noch nicht getan haben, können sie Sinnvolles und in

ihrem Sinne “Richtiges“ s a g e n, wenn sie eine Haltung haben. Ich meine damit nicht eine

Ideologie, oder ein geschlossenes Weltbild, in dem Themen irgendwie „zwangsgekoppelt“ sind,

aber eine auf Werten ruhende Grundhaltung, die jedenfalls mehr ist als die Summe von

unzusammenhängenden Antworten auf unzusammenhängende Fragen.

(ZDF) Maybrit Illner

Liebe Frau Illner,

ich meine zu ahnen, worauf Sie hinaus wollen, aber an dieser Stelle hätte ich mir durchaus

eine „pointiertere“ Haltung gewünscht.

Ich bin nicht per se gegen die Piraten, dennoch meine ich, dass ich mich mit zur Schau

gestellter (und möglicherweise bewusster) Ahnungslosigkeit / Meinungslosigkeit nicht zufrieden

geben möchte!

Denn zu anderen Themen haben die Piraten sehr wohl ein geschlossenes Weltbild und die Fragen

der Zeit die die Menschen bewegen, sind auch Themen die die Piraten bewegen (sollten).

Einerseits profitieren die Piraten von den demokratischen und parlamentarischen

Errungenschaften, aber sich dann der Verpflichtung deren Grundordnung zu akzeptieren finde ich

schon fragwürdig.

Und sich aus PR-Gründen öffentlichkeitswirksam in Talk Shows zu setzen und am öffentlichen

Diskurs teilzunehmen, braucht ja auch niemand.

Glaubwürdigkeit gewinnt man nicht aufgrund von „Stimmenthaltung“, weil man keine rhetorischen

Fehler machen will!

Und genau dort, „darf“ der kritische Journalist dann auch ansetzen!

eddi | 14. April 2012 | 13:53 | Antworten

Video des Tages

Frei nach dem Motto: „HART“ aber fair.

„Young Guns – Bones“ – aus dem aktuellen 2012er Album „Bones“

e.

 

Zitat des Tages

Glück ist das einzige, was man anderen geben kann, ohne es selbst zu besitzen.