Rainy Day

Ein Farbenspiel wie im Herbst, aber irgendwie hab ich noch die Pfingsttage im Gedächtnis!

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Zitat des Tages

Erfolg ist eine Lawine, es kommt auf den ersten Schneeball an! (Clint Eastwood)

Zum 82. Geburtstag des Schauspielers/Regisseurs.

Bananen Keyboard & Co.

Wer sagt eigentlich dass man nicht mit Essen spielen soll? Hier ist es ganz eindeutig erlaubt und gewünscht…zumindest mit Bananen! 🙂

Zitat des Tages

Wer keine Zeit hat, ist noch längst nicht zeitlos.

Soundcheck (Vol. 4)

1. Nachdem sich John Mayer Anfang der Jahrtausenwende mit sanften Soul-Pop Melodien aus dem Wonderland in den Radio Playlists auch hierzulande breit machte, begann er mit seinem 3. Album „Continuum“ andere Töne anzuschlagen. Zwar war er auch vorher schon als beseelter und hervorragender Gitarrist bekannt, beschloss er aber nun seinen kompletten Stil in eine Richtung zu schieben, der seinem melodiösen Spiel nahe kam. Das Ergebnis war zeitloser von Jazz und Blues-Rock inspirierter Pop. Hört sich natürlich auf den ersten Blick nach Musik für das Feuilleton an, ist aber beim Hinhören viel mehr.  Und auf Belief  kann man dem uneingeschränkt Glauben schenken!

 

2. Das neue Album (das erste als Independant Band) von den Counting Crows „Underwater Sunshine…“ habe ich ja schon in Auszügen rezensiert, aber natürlich lasse ich es mir nicht nehmen hier noch einen Song vorzustellen, der mir auch sehr gut gefallen hat…nämlich das anfänglich schwüle, bluegrassige  Like Teenage Gravity, das zum Ende mit einem furiosen Finish aufwartet. Auch hierbei handelt es sich um eine Fremdkomposition vom amerikanischen Folkrock Musiker Kasey Anderson, der dieses Jahr mit seiner Begleitband The Honkies ausgiebig durch die USA tourt. An sich nichts Ungewöhnliches, wäre da nicht die Tatsache, dass er im Vorprogramm einer anderen namhaften Band spielt..nämlich keiner Geringeren als den Counting Crows!!!

 

3.  Auch die schottisch-amerikanische Alternative Rockband Garbage meldet sich derzeit mit neuem Album zurück. Nachdem vor 7 Jahren das letzte Album betourt aber mitten in der Tour ein plötzlicher Abbruch kam, gab es nichts Neues mehr, außer von Sängerin Shirley Manson, die sich als Schauspielerin versuchte und ein Soloalbum aufnahm, das aber nie veröffentlicht wurde. Bezeichnenderweise kam es 2010 durch ein Treffen auf einer Beerdigung wieder zu ersten Annäherungen der Bandmitglieder, was letztendlich in dem am 12 Mai 2012 veröffentlichten Album „Not your kind of People“ mündete. Blood for Poppies stellt den Alternative-Rock-Electronica Auftakt dar, allerdings kann man Entwarnug geben,  klingt der Titel doch „reißerischer“ als er ist.

 

4. Neulich hab ich wieder im virtuellen Plattenarchiv gekramt und bin mal wieder Robert Palmer gelandet nach langer Zeit. Der 2003 viel zu früh verstorbene Brite ist den meißten ja mit seinem Bombast Funk Pop a lá Addicted to Love in Erinnerung. Seine Wurzeln sind aber unverkennbar im Reggae zu finden, auch wenn seine Spätwerke davon nur noch rudimentär zeugen. Wenn man aber ins Jahr 1978 zurückblickt, findet man die insegsamt 3. Single von ihm, die gleichzeitig die erste und eine der bekanntesten Komposition hierzulande von ihm ist. Nächstes Jahr ist demnach der 10. Todestag des charismatischen und bescheidenen Musikers und dazu würde das augenzwinkernde Best of both Worlds hervorrangend passen.

 

5. Aus Norwegen kommt das Electronic & Dance Dou Röyksopp, dass bereits mit ihrem ersten Album einen Millionenseller aus der Taufe hoben und mit dem Nachfolger „The Understanding“ aus dem Jahr 2005 auch einem breiteren Mainstream Publikum bekannt wurde. Maßgeblich verantwortlich ist die 3. Single-Auskopplung aus diesem Album, nämlich das mystisch-spärisch wirkende What else is there? , das besonders durch den markanten Gesang der Schwedin Karin Dreijer getragen wird. Eine Zusammenarbeit die sich 2009 auf den Album „Junior“ wiederholte, allerdings mit „This must be it“ nicht annähernd so erfolgreich wurde.

 

6. Immer wenn ich das Album SO von Peter Gabriel aus dem Jahre 1986 höre, denke ich an ein Best-of Album, das das bisherige Oeuvre des Musikers zusammenstellt. Immerhin ist SO ja auch bereits sein 5. Album gewesen und für eine Retrospektive wäre ja auch genug Zeit und Material zu bestaunen gewesen. Aber Irrtum, SO ist die Mutter seiner Best-of Werke. Kaum ein Song von diesem Album, der nicht Chart Erfolge feiern konnte, oder zumindest bis heute Fan Favoriten Status oder Live Standard in seiner Setlist wäre. Ein imposantes Werk, dass auch noch Besonderheit dadurch erlangt hat, dass es den Zyklus der selbstbetitelten Alben ablöste und andererseits einen Zyklus der Ein-Wort-Album-Titel einleitete (So, Us, Passion, Up, Ovo). Der dramatisch-mitreißende Ambient World Song Mercy Street, bei dem die Triangel eine tragende Rolle spielt, basiert auf dem tragischen Lebensverlauf der amerikanischen Autorin und Schriftstellerin Anne Sexton und ist ihr gewidmet.

 

7. Alte Bekannte und Weggefährten von Peter Gabriel sind auf dem Song Calling all Stations zu hören und stammen vom gleichnamigen 1997er Album von Genesis, die Ursprungs Progressive-Rock-Formation, die Peter Gabriel mit Steve Hackett in den frühen 70er Jahren gründete. Nachdem Phil Collins 1996 der Band den Rücken kehrte, versuchten sich die übrig gebliebenen beiden Mitglieder Tony Banks und Mike Rutherford mit dem Rock Sänger Ray Wilson, der mit der Band Stiltskin einen europaweiten Hit mit „Inside“ hatte und einem mehr an die Progressive Wurzeln Genesis angelehnten Sound. Ein Projekt, das man als veritable Fehlkalkulation und kommerziellen Misserfolg bezeichnen konnte, dass sogar durch die komplette Absage der darauffolgenden US-Tournee zum Desaster wurde. Seither gab es noch eine quasi Reunion Tour zusammen mit Phil Collins, aber seither keine weiteren Lebenszeichen mehr. Von daher kann man Calling all Stations ein wenig als damaligen Hilferuf verstehen, der aber mehrheitlich in den Weiten des Äthers verhallte.

 

8. Auch das Album „Valtari“ der isländischen Band Sigur Rós hab ich hier schon an-rezensiert und bereits mehrfach auf meinem Plattenteller gedreht. Wie gesagt Slo-Mo-Rock nennt das die Band um den Sänger Jónsi Birgisson  und seiner markanten Falsett-Stimme, die allen Songs immer etwas mystisches verleiht. Auf Valtari ist eine Spur mehr elektronsicher Einfluss zu hören, aber Songs wie Varúð (engl. Caution) zeugen von organischer Stärke und Kraft, das sich in ein aufbrausendes Klanggewitter entwickelt, um dann aber wieder in der Stille zu versinken. Ein zwingendes Highlights auf dem Album!

 

9. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich hier schon vor einiger Zeit den Song „What the Water gave us“ von Florence and The Machine als Hörprobe angepriesen, allerdings nicht so recht überzeugt war von den „Soundfetzen“ des Albums „Ceremonials“,  die ich bis dato durchgeskippt hatte. Irgendwie sagte meine innere Stimme aber, dass ich das Album gedanklich nicht loslassen sollte und seit ein paar Wochen ist es nun in meinem Besitz. Und was soll ich sagen: Nicht nur die Tatsache, dass ich hier einen weiteren Titel spiele ist Ausdruck dessen, wie groß-artig das Album in Echtzeit ist. Und auch erst im gesamten Kontext entfacht es seine ganze schillernde, barocke Indie Art-School-Pop Blüte. Also Sorry nochmal dass ich Songs wie das harfige Spectrum, monatelang quasi verschmäht hab. Dafür also hier die Wiedergutmachung!

 

10. Das Album „This Machine“ ist auch bereits seit einiger Zeit in meiner Heavy Rotation und ist heute auch mein bass-brummender, leicht psychedelischer Alternative Glam Rock Rausschmeißer-Song, der irgendwie mit seinen verzerrten Klang Collagen nie so richtig aus dem Schuh zu kommen scheint und handgebremst wirkt. Aber nach näherer Betrachtung bzw. mehrmaligen Hören merkt man, dass es genau das ist, was The Dandy Warhols bezweckt haben um ihrer teilweise Ablehnung überinterpretierter Musiktrends Ausdruck zu verleihen! Dann „langweilen“ wir uns eben mit Sad Vacation..gibt wahrlich Schlimmeres!

 

Video des Tages

Man kann sich gar nicht entscheiden, was faszinierender und beeindruckender ist, als Impressionen aus den Tiefen der Meere und sein imposantes Farbenspiel, so wie es Filmemacherin Lynette Wallwort in dem Film „Coral Rekindling Venus“ zeigt; oder die von falsettiger Melancholie getragene Stimme von Antony Hegarty, wie er es in seinem neuen pianolastigen Song „Rise“ erklingen lässt! Beides hat etwas Einzigartiges.

Folgerichtig tun sich hier beide Elemente symbiotisch zusammen. Farbenspiel, Impressionen und der unverwechselbare Gesang Hergartys. Leider ist der Song erstmal nur als Trailer für den Film gedacht und wird nicht auf dem neuen Album „Cut the World“ zu hören sein, welches er natürlich wieder mit seiner Haus und Live Band The Johnsons eingespielt hat. Es erscheint Anfang August, und zumindest akustisch ist „Rise“ ein schöner Vorbote.

e.

Zitat des Tages

Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben

One Night in Baku

Ja, ich geb es zu, ich bin ein Dauernörgler, wenn es um den Song Contest geht, meinetwegen auch ne „ESC-Spaßbremse“…geschenkt! Ich hab das auch nie so richtig verfolgt und wenn die mediale Dauerberieselung nicht da wäre, hätte ich wahrscheinlich auch heute nicht gewusst, dass sich der ESC  selber, oder sonstwen feiert.

Gerade die deutschen Beiträge haben mich immer besonders verstört. Mal waren es seichte, oder schunkelige Schlagerfetzen; dann waren es Pseudo Pop Nummern, aber irgendwie war es so gut wie nie ein Beitrag deutscher Sangeskultur. Wie denn auch! Wenn man nach deutscher Musikkultur Ausschau hält, dann landet man an der Nordsee, im Bayerischen Wald, im Erzgebirge…in der Mundart! Und die wird man eben auch nicht beim European Song Contest hören.

Anders machen es die anderen Verteter Europas. Sei es im slawischen Teil, im nordischen, oder süd(ost)europäischen Teil des Kontinents…das mag zwar auch oft sehr aufgesetzt, gewollt wirken und auch nicht unbedingt toll, aber es klingt zumindest irgendwie doch nach einem nationalkulturellen Timbre.

Gut, in den letzten beiden Jahren war in Deutschland ja nun medial gesehen kein Entkommen von der süßen Lena Meyer-Landruth und wer singt heute für Deutschland? Ich geb es zu ich musste es googlen: Roman Lob. Lieb sieht er aus…und knuffig. Mit hipper Mütze. Und sein Beitrag? Eine Rock Ballade soll das jaulige und flehende „Standing still“ sein. Aha! Mit Klavier-Intro und von Jamie Cullum geschrieben..Toll! Und der Dackel Blick…auch Toll! Könnte also klappen, oder auch nicht.  Und ehrlich gesagt ist es mir auch gerade nicht so wichtig.

Schließlich ist ja auch Engelbert Humperdinck dabei. Ja der Engelbert..der Howard Carpendale für Kosmopoliten. Den meine Mutti vor 30 Jahren schon angeschmachtet hat…und es gab es viele Muttis. 67 Jahre ist er nun alt, oder jung. Und nachdem letztes Jahr die Boys von „Blue“ ihr ein bischen zu sehr gewolltes Comeback-Glück auf europäischer Bühne versuchten und für England antraten, um dann aber auch schnell wieder in Versenkung zu verschwinden ist Engelbert ja nun mindestens ein Kontrastprogramm! Aber allein sein Dasein ist ja schon etwas Spektakuläres, oder doch nur die Verzweiflungstat eines gealterten Crooners, der noch mal die große Bühne sucht? Ach ich weiß doch auch nicht!

Was ich aber weiß ist dass dieser Song Contest in Aserbaidschan unter ganz besonders fragwürdigen Umständen stattfindet. Gut, dass Land kann nun auch nichts dafür, dass letztes Jahr eine Sängerin aus gerade diesem Land gewonnen hat. Aber was so beklemmend ist, dass das Land seither Unmengen von Zuckerguß über das Land streut, um der Weltöffentlichkeit ein Land zu demonstrieren, was modern, freundlich und weltoffen ist…ein Land im demokratischen Umbruch.

Die Wirklichkeit ist aber leider eine ganz andere. So wie es einige Videoblogger fast unter Einsatz ihres Lebens immer wieder dokumentiert haben. Enteignung von Privateigentum, Einschränkung des Demonstrationsrechtes, Polizeikontrollen, Tötung und Verhaftung von Regimekritikern und auch Journalisten sind derzeit immer noch in Haft, weil sie über die Misstände eines immer noch autokratischen Staates berichten wollen. Also bei näherer Betrachtung alles andere als ein „Kuschelstaat“. Auch Homophobie ist immer wieder ein Thema..zwar nicht verfassungsmäßig verboten, aber nach Polizeigewahrsam und Zahlung eines Entgelts, dürfen sich homosexuelle Paare gern wieder auf freien Fuß bewegen.

Aber in diesen Tagen des ESC spielt das alles keine Rolle…soll es auch nicht. Vielmehr versucht der Staat ein anderes Bild zu zeigen. Und ehrlich gesagt kann ich diesen sog. Vorwand auch nicht mehr hören, dass solche Events auch demokratisierende Wirkung haben können. Allein die Aussagen von Jan Feddersen, der sogenannten grauen Eminenz und ESC Kenner Urgestein,  sind da sehr vielsagend. Er spricht ernüchternd aus, was sicherlich auch stimmt, aber was nun alles andere als demokratisierend wirkt. Er meint, Künstler würden sich wenig um die politischen und gesellschaftlichen Zustände kümmern, sondern vielmehr um ihre Show-Performance. Nun ja, traurig aber wohl wahr!

Und es gibt ja nun auch Millionen von Fans, die dieses Sangesfest einfach nur abfeiern wollen und mal nicht an kritisches denken wollen. Auch das ist legitim.

Aber feiern die Menschen in Baku auch, die vom Staat bedrängt, inhaftiert, oder verschleppt werden ?

Ich hab ne andere Idee von Spaß!

e.

Zitat des Tages

Für Polit-Sperenzchen haben die meisten Künstler gerade keinen Sinn. Beim Contest entscheidet sich schließlich, ob sie ihren Zenit vor oder schon hinter sich haben.

 

ESC Kenner Fan Feddersen auf die Frage, was die Künstler zu den politischen Zuständen in Aserbaidschan sagen

Zitat des Tages

In Beziehungen hat immer der die Macht, dem die Beziehung weniger wichtig ist.

„Friss oder stirb“

Ein guter Zustandsbericht aus der Süddeutschen Zeitung von heute, der zeigt in welches vermeintliche Dilemma sich die Linke wiederum hineinzumanövrieren droht, nachdem sie glaubten, dass mit dem Verzicht von Oskar Lafontaine auf den Parteivorsitz nun Ruhe einkehre und geordnete Verhältnisse geschaffen werden können.

Die Kritik an Lafontaine bezog sich ja auf das autokratische und erpresserische Verhalten, ihn doch bitte den Vorsitz quasi per Inthronisation durch das gemeine Parteivolk anzutragen und von Kritik oder gar Gegenkandidaten abzusehen.

Mit diesem Versuch ist Oskar Lafontaine erwiesenermaßen gescheitert! Denn es war für alle abseh- und durchschaubar, dass sein persönlicher Erzfeind Dietmar Bartsch, der bereits vor Monaten seine Ambition auf die Führung der Partei offen als Angebot proklamiert hatte, verhindert werden sollte. Und damit einen offenen Konflikt zwischen den zerstrittenen Flügeln mehr befördert als geschlichtet hat.

Nun haben sich Katharina Schwabedisssen und Katja Kipping zusammengetan und wollen als Frauenduo die Spitze der Partei übernehmen, um auf diese Weise wieder Frieden, jenseits der Flügel herzustellen. Beide gehören eher zu den weniger bekannten und moderaten Personen im undurchsichtigen Dickicht von Strömungen innerhalb der Linken.

Nichts desto Trotz hat nun Katharina Schwabedissen eine Splittung des angedachten Duos verneint und somit auch eine denkbare Konsenslösung zusammen mit Dietmar Bartsch ausgeschlossen! Demzufolge ist es ihr Ziel dass beide Frauen nur gemeinsam an die Spitze wollen.

Und da stellt sich die Frage, ob es dort nicht wieder zu Konflikten kommen kann, denn auch dieses Beharren auf eine verengte Personenentscheidung lässt wenig Spielraum und führt die Parteibasis an eine „Friss oder Stirb“ Entscheidung.

Und war es nicht genau das, warum sie sich bei dem Gebaren von Lafontaine erdrückt und bevormundet fühlten ?

Und haben wir wirklich das Ende der großen Parteikarriere von Oskar Lafontaine erlebt? Hatte er doch medienwirksam verlautbart, dass eine Kampfabstimmung mit Dietmar Bartsch nicht der krönende Abschluss seiner Karriere sein sollte. Wie ist dementsprechend der Rückzug in den Schmollwinkel zu deuten?

Bereitet er die nächste Offensive vor? Lässt er sein politisches Vermächtnis nun in Form seiner Lebensgefährtin Sahra Wagenknecht, bei der ebenfalls Ambitionen auf ein Führungsamt im Raum stehen, verbreiten?  Oder tingelt er nur noch medienwirksam durch Talkshows und nimmt nur noch lukrative Auftritte an?

Quo Vadis Oskar, quo vadis Die Linke?

e.

Zitat des Tages

Um einen Fehler einsehen und korrigieren zu können, muss man ihn aber auch erst einmal gemacht haben!

Neues vom TriXXer

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Sommer ist schon fast da…der Grill kann aus dem Keller geholt werden und die Europameisterschaft steht ja auch schon vor der Tür…
Und wenn 2 Dinge wie für einander gemacht worden sind, dann ist es Fußball und Grillen.  Doch Vorsicht:

Wisst ihr noch wie man ne Grillzange richtig hält oder das Bratwürstchen gewendet wird? Wie man den Trinkhalm ordnungsgemäß knickt, oder Grillspieße verwendet?

AXXel kennt alle TriXX 🙂

e.

Zitat des Tages

Der Mensch möchte jeden Regenwald davor bewahren zum Parkplatz zu werden, aber wundert sich wo er sein Auto abstellen kann.

Zitat des Tages

Nichts ist trügerischer als eine offenkundige Tatsache

Video des Tages

Es gibt Neues von der Insel!

Sylt? Fehmarn? Nein Island… und diesmal nicht von der schillernden Björk, sondern von Sigur Rós, die Ende Mai ihr neues Studio-Werk in die Läden bringen. Heißen soll es „Valtari„, was laut Google so viel heißen soll wie Mystery! Und mysteriös ist und war ihre Musik ja nun allemal! Laut der Band soll es Slow Motion Rock sein, aber nach Zeitlupe klingt das überhaupt nicht. So auch die bewegende Vorab-Single Ég anda (Breathing feels great). Also Durchatmen Bitte!

e.

http://vimeo.com/41250205

http://link.brightcove.com/services/player/bcpid1111742451001?bckey=AQ~~,AAABAeI3OSk~,uIzkf_MtvBKpbfM16OVbwpJwpetXMKAl

Zitat des Tages

Der Zauber eines Augenblicks liegt darin, dass er kurz ist.

NachSpielZeit

Ich steh immer noch etwas unter dem Eindruck des gestrigen Champions League Finals und im Freundeskreis ist das nicht anders. Irgendwie war es ja wirklich ein denkwürdiges, dramatischen Finale mit einem Verlauf und einem Schluss-Akkord, wie man ihn nicht schreiben, oder inszenieren kann.

Klar, Champions League Finals mit Dramatik kennt man, da sich ja für viele Fußballer damit ein Karriere Highlight, ein Kindheitstraum, ein letztes großes, bleibendes Erlebnis verbindet.  Sagen zu können: „Ich habe die Champions League gewonnen!“ adelt jeden Fußballer, egal was danach alles passieren mag.

Der verdiente und lang erwartete Treffer von Thomas Müller in der 83. Minute, der die Bayern auf die Siegerstraße hätte einkehren lassen und die Verhältnisse dieses scheinbar ungleichen Kampfes auch im Ergebnis audrücken können.

Dann die erste und beste Chance für Chelsea in den gesamten 120 Minuten Spielzeit…eine Ecke; Drogba steigt zum Kopfball hoch und wuchtet den Ball in der 87. Minute ins Bayern Tor.

Schockstarre…denn wie aus dem Nichts nutzt Chelsea eine Chance in das Spiel zurückzufinden…eine Chance die es eigentlich so garnicht gab!

Dann der Foul Elfmeter, den Arjen Robben nicht verwandeln und damit abermals die Weichen der Bayern Richtung Finalsieg in der Verlängerung hätte stellen können, zumal Chelsea auch körperlich dann nicht mehr viel entgegenzusetzen gehabt hätte, um abermals den Ausgleich zu schaffen..das war offensichtlich!

Dann also der ultimative Showdown: Elfmeterschießen. Bayern legt vor, Chelsea scheitert mit der ersten Elfer. Der 3. Vorteil für die Bayern. Obendrein trifft sogar Manuel Neuer souverän ins Chelsea Tor, da auf Bayern-Seite offenbar sonst nicht mehr viele Spieler in der Lage oder verfügbar waren Elfmeter zu schießen. Es scheint dass die Würfel nun endgültig im Sinne der Bayern fallen.

Aber wieder wendet sich das Blatt. Olic verschießt den vorletzten Elfer und bringt somit Chelsea zum 3. Mal wieder ins Spiel zurück und als dann Schweinsteiger selbst zum tragischen Held wird und den letzten Elfer an den Pfosten setzt, ergibt sich für Chelsea beim allerletzten Elfmeter des Abends durch Lampard der finale K.O. für den FC Bayern München.

Chelsea trifft und gewinnt zum 1. MAl in der Vereinsgeschichte die Uefa Champions League!

So bitter es klingt, aber die Bayern hatten mindestens 3 x an diesem Abend die Gelegenheit Geschichte zu schreiben, aber haben es nicht geschafft zuzupacken! Chelsea hingegen war das gesamte Finale über immer in der Defensive und mussten „hinter herlaufen“, aber als sie selbst die Chance hatten zu gewinnen, haben sie diese kraftvoll und entschlossen genutzt.

Und irgendwie ist das dann auch schon wieder eine Qualität des Siegens und von daher verdient!

P.S. Was war nochmal meine Prognose in meinem Artikel von  Gestern? 🙂

Klingt unterm Strich alles nach einem 1:1 und Elfmeterschießen ? Warum  eigentlich nicht!?

Wär nur alles im Leben so „vorhersehbar“…

e.

Zitat des Tages

Wir hätten zupacken müssen!

 

Manuel Neuer (Torwart vom FC Bayern München) nach dem verlorenen Finale der Champions League 19.05.2012

Zitat des Tages

Geht’s raus und spielt’s Fußball

von Franz Beckenbauer (1990) vor dem WM Finale in Rom

Finale…Vol.2

„Ja mei, iss denn heute Finale?“…oder so ähnlich würde es wohl unser heimlicher Kaiser Franz sagen, wenn er aus Kitzbühel vom Golfen zurück in die Münchner Fußball Landeshauptstadt zurückkehrt…bzw. nach Fröttmanning, wo das „Schlauchboot“ vom FC Bayern München ja genau genommen steht.

Und es wird auch nicht „12 Uhr Mittags“, oder „High Noon“ – dennoch ist der Fußball Showdown heute Abend um 20:45 Uhr in der Allianz Arena etwas Besonderes: Es spielt nämlich nicht irgendwer gegen irgendjemand, sondern der FC Bayern München himself gegen den FC Chelsea aus London.  Also ist es ein Heimspiel für den deutschen Rekordmeister. Was ja an sich schon speziell ist, da es ja sehr selten vorkommt, dass eine Mannschaft in deren Heimstadion ein Fußball Champions-League Finale ausgetragen wird, auch noch Teilnehmer selbst ist!

Auch das darf man getrost als einen riesen Erfolg bezeichnen, wenn man bedenkt, dass die Mannschaft und nebenbei auch der ganze Verein, seit dem Tag als der Final-Spielort bekannt gegeben wurde, auf nichts anderes hingefiebert hat…und das bei all dem selbst auferlegten Druck und den Top Mannschaften, die es für die Bayern aus dem Weg zu räumen galt und dem natürlich nicht zufrieden stellenden Saisonverlauf!

Denn die gerade erst abgelaufene Bundesliga Saison, hat den Bayern ja in gewisser Weise wieder mal den Beweis erbracht, dass man trotz nomineller Überlegenheit eben nicht den besten Fußball spielt und eben nicht erfolgreich im Sinne des Vereins war. Platz 2 ist eben nicht Platz 1…und der 2. ist eben der 1. Verlierer. So schonungslos nüchtern wird bei den Bayern eben abgerechnet.

Genauso war es letzten Samstag in DFB Pokalfinale gegen den neuen und alten deutschen Meister Borussia Dortmund. Was für den FC als Trost und Trotz Mission durch den Gewinn des Pokals enden sollte, entpuppte sich als veritable Demütigung mit der 2:5 Niederlage. Ein mittelgroßer Stich ins Bayern Herz, wollte man sich doch sicherlich auch am Rande in eine gute Form für das heutige alles überstrahlend wichtige europäische Super Finale bringen…Selbstvertrauen inklusive.

Aber es ist ja nun anders gekommen! Zum Trost kann man aber auch sagen, dass es dem FC Chelsea nur bedingt anders ergangen ist diese Saison. Zwar haben sie den FA Cup (vergleichenbar mit dem deutschen DFB Pokal) gewonnen, allerdings sind sie in der Meisterscahft nur abgeschlagen 6. geworden und deswegen werden sie in der nächsten Saison nicht in der Königsklasse dabei sein…mit einer Ausnahme: Sie gewinnen heute Abend das Finale!

Eine weitere Analogie lässt sich auch festestellen: Beide Mannschaften werden NICHT in Bestbesetzung antreten, beiden Vereinen fehlen wichtige Spieler im Abwehrbereich, sodass beide Trainer mehr oder weniger improvisieren müssen. Wobei der Begriff „improvisieren“ bei deratigen Hockkarätern als Reservespieler in beiden Teams ja nur bedingt als passend betrachtet werden kann.

Einerseites sind die Top Leute Ribery und Robben bei den Bayern wohl fit aber Bayerns Kopf-Spieler Schweinsteiger hat erst letzte Woche wieder gezeigt, dass er nach dem verletzungsreichen Saisonverlauf derzeit nocht nicht wieder der Kopf ist, den die Bayern bräuchten.

Und letztlich ist eine nicht ganz unwesentliche Tatsache erwähnenswert: die Bayern sind zwar de facto im Heimvorteil, aber letztlich moralisch auch zum Siegen verdammt, will man sich die „Jahrhundertchance“ im heimischen Stadion den Pott zu holen doch nicht entgehen lassen. So kann ein vermeintlicher Vorteil auch mal schnell verkrampft werden lassen.

Eine ähnliche Bürde trägt der FC Chelsea allerdings auch, hat man mit dem russischen Öl-Milliardär Roman Abramovich einen Vereinsboss, der jedes Jahr Unsummen in den Verein und Spielergehälter wie Öl in eine Pipeline pumpt, aber ihm eben auch nach 10 Jahren und mehreren Final Niederlagen immer noch nicht seinen Traum vom Champions-League Titel erfüllt.

Klingt unterm Strich alles nach einem 1:1 und Elfmeterschießen ? Warum  eigentlich nicht!?

Ich freu mich drauf…

e.

Zitat des Tages

Wenn die Augen sehr lang dasselbe betrachten, sehen sie nicht mehr

In eigener Sache…Facebook Update

So, nachdem ich in letzter Zeit unzufrieden war über das Publizieren meiner Beiträge auf meinem privaten Facebook Profil, weil die Artikel nicht separat und alleinstehend angezeigt wurden, gibt es etwas  Neues zu berichten.

Die Artikel wurden ja lediglich als Link-Sammlung in einer „Chronik-Anzeige-Box“ gepostet, oder wie man das auch immer nennen soll…

Wie auch immer, ich habe mich gestern nach alternativen Möglichkeiten umgegooglet, Facebook Apps getestet, oder den WordPress Support befragt und keine zufriedenstellende „Antwort“ erhalten, sodass ich irgendwann herausgefunden habe, dass ich zu meinem privaten Facebook Profil zuätzlich eine sog. „Fanseite“ erstellen und betreiben kann.

Woher soll man das eigentlich alles wissen?

Egal, ich hab jetzt ne Fanseite, die natürlich noch sehr einsam und stiefmütterlich verlassen wirkt, aber sich sehr über Besuch freuen würde und wenn schon jemand vorbei schaut, möchte die Fanseite sicher auch „gefallen“.

Also wenn ihr mögt, könnte ihr Kennzeichen E auch auf Facebook erreichen. Ich habe den verlinkten Button bereits in meine Verfolg-Bar auf der Startseite hinzugefügt.

Kennzeichen E auf Facebook:

Ich würde mich freuen, wenn ihr einfach mal vorbeischaut und wenn euch die Seite gefällt.

Ansonsten bin ich ja bei Twitter und meine privates Facebook Profil ist nach wie vor aktiv, allerdings ist diese nur „auf Freundschaftsbasis“ sichtbar.

Vielen Dank und lieben Gruß an alle

e.

Für die Vati´s…:-)

Ist ja klar dass an einem solchen Tag auch mal andere Prioritäten gesetzt werden.

Ich hab mir aber sagen lassen, dass manche (Ehe-) Frau nicht völlig undankbar ist…:-)

Und Man(n) kann sich mal in archaischer Manier allen 3 niederen Instinkten nach Herzenslust hingeben…also in erster Linie dem Wandern mit Bollerwagen, während er essen und trinken gleichzeitig schafft. Was ja unter regulären Bedingungen nicht im entferntesten möglich wäre – auf der Jagd nach dem vorher auserkorenen Grillplatz.

Das ritualisierte Verbrüdern und Einsammeln von Weggefährten , die er vorher nicht kannte und oftmals nicht mal mögen würde, gehört natürlich genauso dazu, denn an diesem Tag hat es Mann ja glücklicherweise geschafft genau das Richtige einzukaufen und dazu noch in der richtigen (überdimensionierten) Menge. Auch eine Fähigkeit, die sich spätestens am nächsten Tag (im Auftrag der Frau) wieder  zur nahezu unlösbaren Aufgabe kognitiver Anforderungen zurückentwickelt.

Aber wie gesagt: Man(n) kann nicht alles haben…Frau aber auch nicht 🙂

Zitat des Tages

Sei deines Willens Herr und deines Gewissens Knecht

In eigener Sache…HELP WANTED!

Hallo an alle, ich habe ein kleines, aber mich störendes Problem.

Meine WordPress Blogartikel kann ich ja auf 3erlei Art auf meiner privaten Facebook Seite anzeigen lassen, indem ich sie manulell per Copy&Paste übertrage, oder per Share Button unterhalb des Artikels, oder ich lasse sie automatisch per Publicize Button parallel auf Twitter und auf mein FB Profil senden.

Allerdings habe ich das Problem dass per automatisierten Publicize-Verfahren alle WordPress Artikel quasi in einer Sammel-Anzeigebox auf der Facebook Chronik Timeline zusammengeführt, aber leider nicht separat als alleinstehender Eintrag angezeigt werden.

Also: Ich möchte dass meine WP Artikel auf FB nicht nur als Linksammlung in einer Sammelbox sondern jeder für sich angezeigt werden, als hätte ich ihn manuell gepostet.

Für hilfreiche Antworten wäre ich sehr dankbar!

Lieben Gruß
Eddi @ Kennzeichen E

…zurückkommentiert

Welkes Spiel mit der Politikverachtung (von Hugo Müller-Vogg)
15. Mai 2012

ZDF-Politsatire „heute-show“ mit Oliver Welke

Ist des witzig, dass Brüderle nuschelt, Rösler Schritt wie „Shit“ ausspricht oder Kubicki „Punsch“ statt Putsch sagt? Die heute-show des ZDF ist als Politsatire für den Grimme-Preis nominiert. Humor mag Geschmackssache sein, doch der Spaß hört auf, wenn die Politikverdrossenheit im Land gefördert wird. Ein Kommentar

Ich gestehe: Ich hab’s getan. Ich habe heilige Schwüre gebrochen und mir die letzte Ausgabe der „heute-show“ im ZDF von der ersten bis zur letzten Sendeminute angeschaut – zum allerersten Mal.

Bisher bin ich bei Oliver Welkes Polit-Satire im ZDF nie lange hängen geblieben – mal reingschaut und schwupps wieder raus. Weil ich es nicht sonderlich aufregend finde, jeden Freitagabend vorgeführt zu bekommen, dass Rainer Brüderle schneller spricht bzw. nuschelt als mancher Journalist denkt – und dabei manche Silbe verschluckt. Kann ja mal ganz lustig sein, aber doch nicht jeden Freitag!

Jetzt also doch mal die komplette Sendung. Schließlich schwärmen so viele Freunde und Bekannte von der ach so umwerfend komischen Satireshow. Obendrein ist die Sendung für den renommierten Grimme-Preis nominiert. Und der zeichnet Fernsehsendungen aus, „die für die Programmpraxis vorbildlich und modellhaft sind.“

Nach vollen 30 Minuten „heute-show“ weiß ich jetzt wenigstens, was als „vorbildliche und modellhafte“ Polit-Satire gilt: Wenn die Politiker als Deppen der Nation hingestellt werden. Meine „heute-show“ Premiere kam – ausnahmsweise – ohne FDP-Brüderle aus. Dafür wurde Philipp Rösler dabei erwischt, dass er Schritt wie „Shit“ aussprach, und Wolfgang Kubicki, als er „Punsch“ statt Putsch sagte. Bei dieser Art hintersinnig-geistreicher Satire fällt man doch vor Lachen fast vom Stuhl, oder etwa nicht?

Die Sendung hat für ZDF-Verhältnisse gute Quoten, vor allem bei jüngeren Zuschauern. Kein Wunder: Um hier mitlachen zu können, muss man von Politik nicht viel wissen und verstehen. Ist es nicht ein grandioser Gag, dass die FDP 8,2 Prozent in Schleswig-Holstein als „Sieg“ feiert, obwohl ihr Stimmenanteil gegenüber der letzten Landtagswahl fast halbiert wurde?

Nun ja: Wer nicht mehr von Politik weiß, als das, was auf eine Smartphone-Seite passt, der fühlt sich bestens unterhalten. Wer dagegen weiß, dass die 14,9 Prozent der Kubicki-FDP 2009 am Tag der Bundestagswahl erzielt wurden und die 8,2 Prozent von 2012 das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten sind, der kann sich nicht mehr so richtig amüsieren. Selber schuld: Wer zu viel weiß, den bestraft der Welke.

Erfahren Sie mehr über den Grundtenor der Pseudo- Intellektuellen…
Humor ist bekanntlich Geschmacksache. Wer die „heute-show“ als „vorbildliches und modellhaftes“ Vergnügen betrachtet, dem sei das gegönnt. Doch ist der Grundtenor der Sendung bedenklich: Welke und seine Mitstreiter haben – anders als die meisten Kabarettisten – kein Anliegen. Sie machen nicht lächerlich, was sie verändern möchten. Sie kämpfen nicht mit den Waffen des Witzes und der Ironie für eine aus ihrer Sicht bessere, gerechtere oder sozialere Welt. Nein: Welke und den Seinen geht es allein darum, die Politikerkaste insgesamt als eine Ansammlung von Volltrotteln darzustellen.

Dieses Geschäftsmodell funktioniert prächtig, weil es die gängigen Vorurteile gegen die Politiker bestens bedient. Und weil das „Show“-Team immer wieder unbedarfte Parteitagsdelegierte oder Hinterbänkler findet, die beim Anblick eines ZDF-Mikrofons in Angstschweiß ausbrechen und sich verzweifelt bemühen, auf Witz-Fragen ernsthafte Antworten zu geben. Und die ohne Teleprompter vor sich und ohne Redaktion, die an jedem Halbsatz mit Hingabe bastelt, im Rücken halt nicht so gestylt parlieren können wie die Welkes dieser Welt. Bei solchen Amateuren brüllt dann das Studio-Publikum vor Vergnügen.

Die „heute-show“ passt so besehen „vorbildlich und modellhaft“ in eine Medienlandschaft, in der Intellektuelle wie Pseudo- Intellektuelle dem Demokratie-Modell Lorbeerkränze flechten, sich zugleich aber lustig machen über alle, die den demokratischen Prozess am Leben erhalten: Politiker jeden Ranges und Kalibers, Parteifunktionäre höchst unterschiedlicher Qualifikation, Parteimitglieder mit mehr oder weniger kommunikativer Begabung.

Okay, die „heute-show“ bringt Quote, was für die ZDF-Gewaltigen das wichtigste ist. Und ganz nebenbei fördert sie Politikverdruss und Politikerverachtung. Da kann und will ich nicht mitlachen.

Meine Gegenthese:
Lieber Herr Müller-Vogg,

sie beschreiben, dass Menschen die ein rudimentäres Politik-Verständnis oder Interesse haben, über die Heute Show Lachen können. Aha…

Ihre Argumentation erinnert mich an die TV Schelte von Herrn Reich-Ranitzki, der über die TV-Programmverödung redet, aber selbst garkein TV guckt!

Dementsprechend sind Menschen die sich jeden Tag mit Politik beschäftigen, Menschen der intellektuellen Elite, Menschen die sich selber wichtiger nehmen als die Sache, Menschen die ihre Eitelkeit in Talk-Shows dokumentieren, Menschen die den Wähler als Abstimm-Automaten einer vorgefertigten und vorkonfektionierten Informationsvermittlung betrachten die Humor Instanz, die darüber entscheiden was lustig und unterhaltsam ist? Also Menschen wie SIE?
Kann es vielleicht sein, dass sie sich hinter dem viel zitierten Deckmantel der Politik(er) Verdrossenheit verstecken um ihre eigene Abneigung gegen das, was viele der oben beschrieben Menschgruppen selber als komisch, lustig und unterhaltsam empfinden?

Lieber Herr Müller-Vogg…es kann auch mal befreiend sein, nach ner ernsten udn anstrengenden PArlamentswoche Freitagabends einfach mal zu lachen.

Worüber lachen Sie, über das Phönix Programm, über Arte Dokumentationen, oder die Kolumnen die sie selber für Ihr Haus Blatt aus dem Hause Springer zu Papier bringen ?
Vielleicht nehemen sie mal zur Kenntnis, dass selbst ein Herr Brüderle über sich selber lachen kann und sich dem von Ihnen beschriebenen Spott der Öffentlichkeit freiwillig Preis gegeben hat und vielleicht ist das ja ein Effekt, der im Gegenteil dazu beiträgt, Politiker näher an die Wähler heranzubringen

Lachen sie mal!

Ein lächelnder Gruß

http://www.cicero.de/salon/heute-show-oliver-welkes-spiel-mit-der-politikverachtung/49314?seite=1

Zitat des Tages

Wer andere kennt, ist klug. Wer sich selber kennt, ist weise

Seehofer Confidential

Hier mal ein ungewöhnlicher Einblick in die Medienarbeit des ZDF.

Eigentlich ist es ja üblich, wenn Claus Kleber Politiker vor der eigentlichen Ausstrahlung des Heute-Jounals interviewt und der Beitrag wird dann verkürzt in Auszügen gesendet

Aber das was nach dem offizellen Sendebeitrag gesprochen wird, bleibt ja immer geheim!

Hier nicht…

und Seehofer erlaubt es…Respekt!

Man kann ja von Hoerst Seehofer denken was man will..manche nehmen ihn nicht ernst, oder sein bayerisch populistisches Säbelrasseln, oder seine latente Meinungsflexibilität…aber das hier ist ein Medienhighlight!

Daran könnte man sich gewöhnen

e.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1641980/Seehofer-Das-koennen-Sie-alles-senden%2521#/beitrag/video/1641980/Seehofer-Das-koennen-Sie-alles-senden!