Zitat des Tages

Wenn man in die falsche Richtung läuft, hat es keinen Zweck, das Tempo zu erhöhen.

Der kleine Gartenfreund

Also ich muss gestehen, dass ich nun alles Andere als einen grünen Daumen habe!

Von daher überrascht es schon, dass ich heute so lieb von meinen Kolleginnen bedacht worden bin: und zwar mit einem Topf mit Lavendel und einem „Ich bau mir mein Basilikum“ Anbau-Set!

Ok, dass mit dem Lavendel kann ich ja noch verstehen,

es soll ja helfen die Motten davon abzuhalten, kleine Löcher in die Klamotten zu fressen. Aber:

– soll ich wirklich nen ganzen Topf in den Kleiderschrank stellen?

– soll ich das als subtile Kritik verstehen, dass meine Sachen zu oft Löcher haben? (Frechheit!!!!!)

Und zum Thema Basilikum:

– Ja ich gebe zu, ich bestelle gern Pizza!

– Ja, ich bin verdammt gut im Pizza bestellen

– Ja, ich hab nur einen Basilikum-Streuer im Küchenregal

                        

 

Aber vielleicht war es einfach nur lieb gemeint und ich soll mich einfach nur drüber freuen?

OK..dann mach ich das mal 🙂

e.

Zitat des Tages

Zeit ist zu langsam,für den der wartet.

Zitat desTages

Lebst du um zu arbeiten, oder arbeitest du um zu leben?

Zitat des Tages

Über alles hat der Mensch Gewalt, nur nicht über sein Herz

Der Hüter der Rechte

Hier mal eine kurze Auflistung und Beschreibung der wichtigen Stichworte zum Thema Musik Marketing im Internet.

Dies betrifft natürlich den Rechtsstreit zwischen Google (Youtube) und der GEMA als „Hüter der Rechte“, aber eben auch ganz allgemein den Bereich der Musikvermarktung und Vertrieb im digitalen Zeitalter, Filesharing in Tauschbörsen U N D Urheberschutz von Künstlern, die ihr geistiges und kreatives Gut geschützt haben wollen!

Ich selber weiß auch nicht genau, was ich denken soll:

  • Natürlich bin ich nicht per se gegen die Einhaltung der Rechte von Urhebern. Natürlich ist das Argument richtig, dass Kreative Künstler (Autoren, Musiker, Texter, Schriftsteller, Autoren, Journalisten, etc.) ein Recht darauf haben, dass sie als originäre Quelle genannt werden und für Ihre Leistung entlohnt werden sollen..und müssen!
  • Natürlich ist z. B.  jede illegal erworbene Musikdatei schädlich für den Umsatz der Künstler….oder vielmehr der Plattenfirmen, die viel Geld in die Vermarktung stecken!
  • Natürlich hat jeder, der sog. „Content“ (Inhalt), also sein kreatives, oder geistiges Schaffen anbietet ein Recht darauf, dass sich andere nicht daran zu schaffen machen und es als IHREN Inhalt darstellen. Dass man zumindest die Quelle angibt, oder mit dazu beiträgt, dass durch den Erwerb des Inhalts, der Urheber daran mitverdient!

Andererseits bin ich auch skeptisch, was das recht un-kreative und rückständige Beharren auf alten Vermarktungs und Vertriebswegen angeht. Und jede notwenige und sinnvolle Veränderung und Anpassung an das „HEUTE“ mit Unterlassungsklagen und quasi Kriminalisierung der Nutzer zu beantworten halte ich für den falschen Weg!

Und auch die Politik reagiert erschreckend vorhersehbar auf die Problematik, was sich auch am stumpfen „Piraten-Bashing“ zum Thema Urheberrechte ablesen lässt.

Aber um ehrlich zu sein, die oft zitierte „Weltuntergangsseznarien“ die durch das Internet und die digitale Revolution zu erwarten war ist bislang NICHT eingetreten…allenfalls die Medien- und Musik-Unternehmen, die nicht offensiv die veränderte Marktsituation adaptiert und sich neu ausgerichtet haben, beklagen sich am lautesten. Den anderen Unternehmen geht es teilweise nicht schlechter, manchen sogar besser mit dem Web 2.0. Eben weil sie sich neue Geschäftsmodelle und Geschäftsfelder gesucht haben und nun duch geschickte strategische  Kooperationen davon profitieren.

Und ich bin auch nicht der Meinung, dass man Künstlern „ins Gesicht pinkelt“ (lt. Sven Regener) wenn man sie nicht angemessen wertschätzt und durch legalen Erwerb ihrer Produkte die Weiterführung ihrer „Kunst“ unsterstützt!

Dass der CD Verkauf immer mehr als Vertriebsweg zurückgeht und viele Künstler Konzerte als primären Einnahmeweg für sich entdeckt haben und davon gut oder sehr gut leben,  zeigt doch dass die künstlerische Wertschätzung da ist und auch Menschen bereit sind, für Qualität teilweise nicht immer nachvollziehbare Preise zu bezahlen!

Denn solange es die Möglichkeit gibt zu wählen, ob man etwas kauft, oder etwas Vergleichbares „gratis“ bekommt, wird es immer Menschen geben die das „Gratis“ bevorzugen. Das liegt nicht nur an den Menschen, sondern an der Tatsache an sich! Ob das rechtens ist oder nicht…ob das allen gefällt oder nicht!

Auch ich habe (noch) keine abschließende Meinung oder gar ein Patentrezept…aber die Erfahrung zeigt doch, dass man durch ideologische Betrachtung und Einordnung in „Schwarz“ oder „Weiß“ nicht zum Ziel kommt…

Und Alternativen zur Verbreitung und Veröffentlichung von digitalen Inhalten gibt es ja bereits  (siehe Creative Commons – CC)

e.

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Glossar der Musikindustrie

Independent / Major
Als unabhängige Label gelten alle Plattenfirmen, die nicht zu den vier großen international tätigen Unternehmen Sony Music, Emi, Warner Music und Universal Music gehören. Die großen vier (Majors) machen 70 bis 80 Prozent des Musikumsatzes weltweit – der Rest entfällt auf die kleinen Independent-Labels. Zum Verband unabhängiger Musikunternehmen (VUT) gehören in Deutschland 1200 Firmen, der internationale Indie-Verband Merlin hat nach eigenen Angaben um die 12.000 Mitglieder.

Label
Welche Arbeit die Plattenfirma für den Künstler erledigt, ist von Vertrag zu Vertrag unterschiedlich. Ein Extrafall ist der sogenannte Bandübernahmevertrag: Da gibt ein Künstler eine fertige Produktion ab, das Label organisiert nur noch Hersteller und Promo, wickelt die Abrechung ab. Ein Label kann aber auch die Produktion finanzieren und organisieren. Je mehr das Label erledigt, umso höher ist in der Regel dessen Anteil an den Einnahmen. Wenn das Label die Aufnahme bei einem anderen, vielleicht professionelleren Produzenten finanziert hätte, würde es mit dem Künstler einen sogenannten Künstlervertrag und mit dem Produzenten einen Produzentenvertrag abschließen. Bei fast allen Verträgen trägt letztendlich das Label das Warenrisiko: Wenn weniger Platten gekauft werden als produziert wurden, bleibt das Label auf den angefallenen Kosten für Herstellung und Werbung sitzen.

Musikverlag
Während die Label Vervielfältigungs- und manchmal auch Leistungsschutzrechte wahrnehmen, werten Musikverlage die Urhebernutzungsrechte der Musiker an ihren Kompositionen und Texten aus. Sie kümmern sich um die Gema-Abrechnung, auch der Live-Auftritte, und manche Verlage bemühen sich, die von ihnen betreuten Stücke Radiostationen und Werbeagenturen anzupreisen, in Spielfilmen zu platzieren, und überwachen, dass die Werke nicht von anderen ohne Genehmigung bearbeitet werden. All das kann ein Musiker auch selbst machen – ein Verlag nimmt ihm gegen Beteiligung die Arbeit ab. Manche Verlage beschäftigen eigene Mitarbeiter, die sich um die Verwertung in Radio und Werbung bemühen, um zusätzliche Einnahmen für Künstler und Verlag zu erzielen. Inzwischen bauen viele Label eigene Verlage auf, um mehr Rechte auszuwerten.

Booking
Die Booking-Agentur organisiert die Live-Auftritte eines Künstlers. Großen Stars zahlen solche Agenturen oft vorab ein hohes Garantiehonorar aus, das sie dann refinanzieren müssen. Die meisten Booking-Agenturen arbeiten aber auf Provisionsbasis – ein Anteil von 20 Prozent an den Einnahmen der Künstler ist gängig.

360-Grad-Vertrag
Das Schlagwort bezeichnet die Strategie von Labels, mit Künstlern nicht mehr allein beim Tonträger-Vertrieb zusammenzuarbeiten, sondern auch bei der Auswertung von Urhebernutzungsrechten (als Musikverlag), beim Livegeschäft (als Booker) und beim Merchandising.

Gema
Die Gema nimmt Gebühren für alle Verwertungen von Musik ein, die das Urheberrecht an den Stücken betreffen. Wer CDs mit vom Gema-Vertragspartner geschriebener Musik herstellt, die Songs digital verkauft, in Werbespots nutzt, live spielt oder im Netz als Download, Stream oder im Webradio vertreibt, zahlt dafür Gebühren. Die Gema schüttet die Einnahmen – nachdem die Verwaltung bezahlt ist – an Komponisten, Autoren oder ihre Musikverlage aus.

GVL
GVL steht für Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten. Ein Leistungsschutzrecht bezieht sich immer auf die bestimmte Aufnahme eines Stücks. Wer daran Leistungsschutzrechte hält, hängt von den Produktionsverträgen ab. Im Prinzip hat jeder ein Leistungsschutzrecht an einem Stück, der Musik einspielt oder einsingt. So können auch Produzenten Leistungsschutzrechte an einer Aufnahme haben oder Labels, wenn sie die Produktion abgewickelt haben. Wenn ein Musiker im Studio seine Stück selbst einspielt, erwirbt er auch Leistungsschutzrechte an dieser Aufnahme, genauso wie bezahlte Studiomusiker. Der Verkauf der Musik im Laden oder Download-Shop ist die Erstverwertung dieser Rechte – dafür kriegen die Musiker in der Regel einen Vorschuss und einen Teil der Einnahmen. Wenn die von ihnen eingespielte oder produzierte Musik aber im Radio, Fernsehen oder Kaufhaus läuft, bei Veranstaltungen abgespielt wird, müssen die Sender und Veranstalter für diese Zweitverwertung der Rechte an die GVL zahlen. Diese Zusatzeinnahmen schüttet die GVL an die Mitglieder aus.

Gema-Streit: Was das YouTube-Urteil bedeutet – SPIEGEL ONLINE

Gema-Streit: Was das YouTube-Urteil bedeutet – SPIEGEL ONLINE.

S.P.O.N. – Die Mensch-Maschine: Euer Internet ist nur geborgt – SPIEGEL ONLINE

Euer Internet ist nur geborgt

Eine Kolumne von Sascha Lobo

Wer Facebook, Twitter oder andere soziale Netzwerke nutzt, ist im Netz nicht wirklich frei. All diese Dienste können von den Betreibern jederzeit verändert, verkauft, zensiert, geschlossen werden. Wer wirklich frei im Internet veröffentlichen will, braucht eine eigene Website.

Ende Februar 2012 versucht ein Mitarbeiter von muenchen.de, dem offiziellen Portal der Stadt München, die eigene Facebook-Seite zu erreichen, die bis dahin unter facebook.com/muenchen zu finden war. Erfolglos. Die Seite war ohne Vorwarnung gesperrt worden. Die fast 400.000 Fans der Seite – mit einem Mal so unerreichbar wie das Internet im ICE zwischen Hamburg und Berlin.

 

Facebook hatte sich entschieden, Städte selbst zu vermarkten. Aber leider vergessen, das den Städten mitzuteilen.

Rückschwenk in den Januar 2012: Google stellt die twitterähnliche Plattform Jaiku ein, die damit dem Schicksal vieler anderer Google-Dienste folgt: Google Labs, Google Buzz, Google Health, Google Wave. Selbst die „Social Search“-Plattform Aardvark wurde geschlossen, obwohl sie einen famosen Rekord des 21. Jahrhunderts hielt: Google bezahlte für 90.000 aktive Nutzer 50 Millionen Dollar. Aardvark liegt damit in der ewigen Rangliste der teuersten Netzunternehmen mit 555 Dollar je Nutzer an dritter Stelle. Die beiden ersten Ränge belegt natürlich konkurrenzlos Jerry Yangs Beerdigungsinstitut für Start Ups: an Platz zwei Geocities für 830 Dollar je Nutzer. Und uneinholbar im ewigen New-Economy-Himmel Broadcast.com mit sagenhaften 10.961 Dollar je aktivem Nutzer, beide 1999 für Milliardenbeträge gekauft von Yahoo. Selbstredend sind auch diese beiden Dienste inzwischen geschlossen.

Sprung in den März 2012, in dem ein vielgenutztes Start-Up namens Posterous in seinem Blog glücklich verkündet, von Twitter gekauft worden zu sein. Die Gründer erklären, dass ihr Service weiterbestehen wird. Wenn aber wider Erwarten doch nicht – man kann ja nie wissen! – würde man zumindest „ausreichend lange vorher“ Bescheid sagen. Aber trotzdem jetzt schon mal geeignete Instrumente für den Download der Inhalte bereitstellen. Also nur für den Fall. Den rein hypothetischen.

Monetenhafter Aufstieg

Obwohl diese drei Ereignisse der sozialen Medienlandschaft aus den ersten drei Monaten des Jahres 2012 scheinbar wenig miteinander zu tun haben, hängen sie damoklesschwer über den anderthalb Milliarden Social-Media-Nutzern der Welt. Denn ihr Internet ist nur geborgt. Wenn aus irgendeinem Grund, der selbst Franz Kafka als unverhältnismäßig kafkaesk erschienen wäre, der eigene Account gesperrt würde – man stünde einer undurchdringlichen Wand aus Allgemeinen Geschäftsbedingungen gegenüber, verputzt mit Kontaktformularen und einem englischsprachigen Help-Forum, wo nur noch Nutzer Nutzern nutzen.

Eigentlich ist es eine Banalität und sollte gar nicht mehr erwähnt werden müssen: Daten auf sozialen Netzwerken müssen unter allen Umständen so behandelt werden, als könnten sie jederzeit verloren gehen. Denn sie können jederzeit verloren gehen. Trotzdem scheint die Welt likebegeistert anders zu handeln: All ihr digitales Schaffen findet im geborgten Internet statt. Social Media ist ohne Zweifel der aktuelle Stand des Internets. Vom Umbau des größten Internetunternehmens, Google, in ein doppelplusgutes Social Network mit angeschlossener Suche bis zum Börsengang von Facebook: das Netz atmet social. Aber wer auf seine digitale Freiheit Wert legt, für den bleibt – solange freie Social Networks wie Diaspora noch irrelevant sind – nur das schönste, aber anstrengendste Instrument für die soziale Vernetzung und das Teilen von Inhalten übrig: die selbst kontrollierte Website, also das Blog.

Zeitgleich mit dem monetenhaften Aufstieg der sozialen Netzwerke begann im deutschsprachigen Raum der Niedergang der Blogs. Facebooks Nutzungszahlen sind gigantisch, ebenso YouTubes Abrufe oder Twitters Tweethagel. Und auch Google Plus ist stets bemüht, die ihm übertragenen Aufgaben zur Zufriedenheit der Nutzer zu erledigen.

Nur auf einem Blog kann man machen, was man möchte

Gleichzeitig sank aber die Zahl der Verlinkungen von Blogs untereinander so stark, dass Jens Schröder – über Jahre das inoffizielle, statistische Bundesblogamt – sein Projekt deutscheblogcharts.de mangels Masse und Sinnfälligkeit einstellte. Der Grund für den Sinkflug des Blogs: Soziale Befindlichkeiten werden heute auf Facebook geteilt, kurze Mitteilungen und Links auf Twitter und auf Facebook, Fotos auf einer der hundert Plattformen sowie auf Facebook, Videos auf YouTube und auf Facebook – für fast jede Art von Äußerung, die in einem Durchschnittsblog 2005 der Netzöffentlichkeit präsentiert wurde, gibt es heute ein eigenes Social Network. Und Facebook.

Dabei kann man auf einem Blog machen, was man möchte. Ärgerlicherweise bedeutet das auch, dass man machen muss, was man möchte. Und dauernd möchten zu müssen ist recht energieaufwendig. Ein soziales Netzwerk dagegen bietet nur ein sehr eingeschränktes Spektrum an Möglichkeiten: Auf Facebook kann man sich ganz simpel völlig frei entscheiden zwischen allem, was Mark Zuckerberg für angemessen hält. Die Veröffentlichung bestimmter Fotos, Links zu bestimmten Websites oder auch die Inhaberschaft bestimmter, problematischer Meinungen gehört nicht dazu.

 

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Es scheint, als würde sich zwischen den sozialen Netzwerken und den Blogs das ewige gesellschaftspolitische Drama wiederholen: Freiheit ist eine so anstrengende und gelegentlich komplizierte Angelegenheit, dass viele Leute sie offenbar gern eintauschen gegen ein enges Korsett, wenn das bloß gut geheizt ist und sich nicht allzu kompliziert anfühlt. Heute gibt es in Deutschland über 23 Millionen aktive Facebook-Nutzer, aber (nach Expertenschätzung) nur wenige hunderttausend Blogs. Mit dem zunehmenden digitalen Bewusstsein in der Bevölkerung, quer durch alle digitalen Schichten von der Softwareingenieurin bis zum Bundestagsabgeordneten, ist die Zeit für eine Renaissancedes selbstkontrollierten Blogs gekommen: Bürger zu Bloggern, das Blog ist die digitale Stimme des Einzelnen.

Es gibt viele Anzeichen, dass sich eine digitale Gesellschaft entwickelt, vom Erfolg der Piratenpartei bis zur Netzselbstverständlichkeit einer jungen Generation. Aber den Rahmen für diese digitale Gesellschaft setzen bisher nicht diejenigen, die er betrifft, sondern die Aktionäre einer handvoll kalifornischer Konzerne. Und das wiederum ist die Schuld derjenigen, die Internet sagen und Social Networks meinen, die nicht bemerken, dass sie auf Facebook, Twitter und Google Plus nur zu Gast sind. Der Weg vom Netzkonsumenten zum mündigen Digitalbürger führt nur über eine selbstkontrollierte Web-Seite, alles andere ist unterhaltsames, nützliches, schmückendes Beiwerk.

tl;dr

Social Networks sind gut und nützlich – wenn die digitale Existenz nicht allein von ihnen abhängt. Blogs sind die Seele von Social Media.

aus:

S.P.O.N. – Die Mensch-Maschine: Euer Internet ist nur geborgt – SPIEGEL ONLINE.

Zitat des Tages

Gefährlicher als eine falsche Theorie ist eine richtige in falschen Händen.

…zurückgebloggt!

Meinungsstark – Meinungsschwach? (von Maybrit Illner / ZDF)

Als ganz normaler Zeitgenosse oder Bürger muss man das jedenfalls nicht. Ruft ein

Umfrageinstitut an oder hält einem ein Journalist ein Mikrofon hin, dann ist es völlig o. k.,

wenn man statt mit „Ja“ oder „Nein“ wahlweise antwortet: „Weiß ich nicht“, „Ist mir egal“ oder

„Da habe ich keine Meinung zu“. Von einem Politiker egal welcher Couleur und auf welcher Ebene

will das so keiner hören. Also wurden Formulierungen erfunden, die Nichtwissen oder

Desinteresse verschwurbelt verpacken: „Das müssen wir nüchtern und ohne Zeitdruck prüfen“ oder

„Das werden wir zeitnah einer sachgerechten Lösung zuführen“.

Damit muss sich niemand zufrieden geben, und es wäre vom Befragten ehrlicher, dann einfach mal

zu sagen: „Das weiß ich nicht“.

Die Piraten sind schon mal so ehrlich. Und dafür werden sie zu Recht gelobt. Dass Journalisten

sie deshalb nach manchen Themen nicht fragen sollen, weil sie doch wüssten, dass Piraten dazu

„noch“ keine Meinung hätten, diesen Umkehrschluss halte ich allerdings für falsch.

Ob der Pirat Christopher Lauer in einer unserer Sendungen vor Ostern eine Meinung zur

Schlecker-Auffanggesellschaft hätte haben müssen, oder ob es reichte, dass er sich hinterher

für einen Artikel in der FAZ eine gebildet hat, das muss er selber wissen und das müssen die

Zuschauer und vor allem seine Wähler entscheiden. Ich finde es nicht dramatisch, wenn auch

Profis ab und zu eine „Wildcard“ ziehen.

Eines allerdings dürfen Zuschauer und Wähler erwarten: Zu Fragen, über die Politiker im

Parlament entscheiden müssen, sollten diese sich rechtzeitig eine möglichst fundierte Meinung

bilden.

Selbst auf Fragen, bei denen sie das noch nicht getan haben, können sie Sinnvolles und in

ihrem Sinne “Richtiges“ s a g e n, wenn sie eine Haltung haben. Ich meine damit nicht eine

Ideologie, oder ein geschlossenes Weltbild, in dem Themen irgendwie „zwangsgekoppelt“ sind,

aber eine auf Werten ruhende Grundhaltung, die jedenfalls mehr ist als die Summe von

unzusammenhängenden Antworten auf unzusammenhängende Fragen.

(ZDF) Maybrit Illner

Liebe Frau Illner,

ich meine zu ahnen, worauf Sie hinaus wollen, aber an dieser Stelle hätte ich mir durchaus

eine „pointiertere“ Haltung gewünscht.

Ich bin nicht per se gegen die Piraten, dennoch meine ich, dass ich mich mit zur Schau

gestellter (und möglicherweise bewusster) Ahnungslosigkeit / Meinungslosigkeit nicht zufrieden

geben möchte!

Denn zu anderen Themen haben die Piraten sehr wohl ein geschlossenes Weltbild und die Fragen

der Zeit die die Menschen bewegen, sind auch Themen die die Piraten bewegen (sollten).

Einerseits profitieren die Piraten von den demokratischen und parlamentarischen

Errungenschaften, aber sich dann der Verpflichtung deren Grundordnung zu akzeptieren finde ich

schon fragwürdig.

Und sich aus PR-Gründen öffentlichkeitswirksam in Talk Shows zu setzen und am öffentlichen

Diskurs teilzunehmen, braucht ja auch niemand.

Glaubwürdigkeit gewinnt man nicht aufgrund von „Stimmenthaltung“, weil man keine rhetorischen

Fehler machen will!

Und genau dort, „darf“ der kritische Journalist dann auch ansetzen!

eddi | 14. April 2012 | 13:53 | Antworten

Video des Tages

Frei nach dem Motto: „HART“ aber fair.

„Young Guns – Bones“ – aus dem aktuellen 2012er Album „Bones“

e.

 

Zitat des Tages

Glück ist das einzige, was man anderen geben kann, ohne es selbst zu besitzen.

Freitag, der….?

Also ich bin ja definitv nicht abergläubisch…oder doch ? 🙂

Freitag, der 13.

Schon der Freitag an sich gilt als Unglückstag der Woche. In Verbindung mit der Unglückszahl 13 doppeln sich die unguten Einflüsse. Das der Freitag zu einem Unglückstag wurde geht einher mit den christlichen Einflüssen: Alle Freitage im Jahr waren dem Gedenken an Christi Tod am Karfreitag gewidmet. Der Freitag war zum Trauertag geworden. Freitag ist auch Hexentag der Woche, an dem alle weiblichen elbischen Wesen ausfahren und Unheil anrichten können. Deshalb soll man auch am Freitag nichts Neues anfangen, nicht umziehen, keine Reise antreten. Berühmte Leute wie Napoleon oder Bismarck vermieden es z.B., am Freitag Schlachten zu beginnen oder Verträge zu unterschreiben.

Aber zum Thema Aberglaube hab ich hier mal etwas gefunden, was das ein oder andere relativiert:

Alltagsmythen

e.

Zitat des Tages

Die Zeit mag Wunden heilen, aber sie ist eine miserable Kosmetikerin

Zitat des Tages

Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.

Mattscheibe des Tages

Heute beginne ich in unregelmäßigen Abständen Mattscheiben Klassiker von Oliver Kalkofe hier zu posten. Als Beitrag dafür dass endlich wieder neue Folgen produziert werden und im TV laufen…und ganz nebenbei: So viel TV Trash verdient es ja auch immer wieder gezeigt zu werden!

Auftakt macht das 17-minütige Mattscheiben Special zum jetzt schon „legendären“ Wulff-Interview.  Eine Ode an die MENSCHlichkeit gegenüber Aushilfs-Bundespräsidenten-Darsteller.

Grandios!

e.

Schnappschüsse

…aus vergangenen Tagen.

1. Die Bilder sind von einer Handy Kamera bei einem Stadtbummel durch die tolle, bunte Altstadt in Lüneburg, teilweise während der Dreharbeiten zu der Vorabendserie „Rote Rosen“ entstanden. Ich weiß garnicht ob die aktuell noch läuft?

Lüneburg 2008

2. Dann war ich beim Bremer Karneval 2007! Ja in Bremen!!! Es war Februar glaube ich und bitterkalt, was leider auf den Bildern nicht so richtig zu erkennen war und wir waren ständig in Cafe´s um Heißgetränke zu organisieren..

Bremen 2007

3. Und dann sind da noch Bilder von einer Zugfahrt die am Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen vorbei führte auf dem Weg nach Hamburg zum Hamburger CSD. Eine wilde, bunte Party bei tollem Wetter, die dann chillig an der Binnen Alster auf dem Anlegesteg mit Cocktails endete!

Hamburg 2008 

 

Die Bilder sind auch aus meiner Galerie verlinkt!

e.

Zitat des Tages

Er: „Wir haben mehr Hirnmasse.“ Sie: „Wir nutzen unsere Hirnmasse besser.“

Easter (Reloaded)

Ob traditionell mit Kindern im Garten oder im freien Gelände, die versteckte bunte Ostereier suchen, oder im christlichen Sinne den Tag mit Kirchenbesuch beginnen, oder den heutigen sonnigen Tag einfach draußen in der Natur verbringen, oder einfach entspannt den Tag genießen. Selbst die, die diesen Tag nicht, oder ganz individuell anders verleben…alles hat seine Berechtigung.

Jedes Jahr zu Ostern denke ich an diesen Song von Marillion, der überraschenderweise dann auch noch „Easter“ heißt. Eigentlich sagt der Titel ja scheinbar aus, dass es sich inhaltlich um das klassische Oster Thema handelt…so ist es aber letztlich nicht. Der Song von 1990 behandelt eher die Konflikte und Unruhen in Nordirland.  Von daher könnte man meinen der Song wäre total unpassend? Mag sein – aber vielleicht passt er ja gerade weil er jedes Jahr ins Gedächtnis kommt ?

Brauch man einen Grund an etwas oder jemanden zu denken? Ich denke alles hat seine Berechtigung!

Frohe Ostern 2012!

e.

http://soundcloud.com/izizgin/02-marillion-easter

Hallo Echo..wer bist du?

Man kan ja von Preisverleihungen denken was man will…sei es Film, Fernsehen, Musik und was es da noch so alles gibt. Man kann auch immer in andere Länder gucken wo solche Preisverleihungen und die dazugehörenden Genres organischer gewachsen sind und einen viel höheren gesellschaflich kulturellen Stellenwert haben, als in Deutschland, wo man meinen könnte dass man ein bischen amerikanischen Flair und Show-Biz Glamour adaptieren könne…

So eben auch beim ECHO, dem sogenannten wichtigsten deutschen Musikpreis, der erst vor kurzem wieder verliehen und zelebriert wurde…

Man muss nicht immer schwarzmalen, wenn es um deutsche Musik geht, oder denken, dass es irgendwie alles klingt wie schon mal woanders gehört, oder vieles so brav und nach Konsenspop klingt…aber wenn man beim ECHO dann etwas präsentiert bekommt und man sich am Ende fragt, ob das die deutsche Musikszene representiert, dann darf man sich zumindest wundern. Und genau das tu ich auch auch oft!

Hier mal ein Bericht von Motor.de zum Thema Echo 2012

e.


Wenn die Wahl zur Qual wird!

Ich hab heute diesen Artikel gelesen: Generation Maybe hat sich im Entweder-oder verrannt

Ein guter Artikel, wie ich finde, der das ausdrückt was ich auch schon seit einiger Zeit wahrnehme und teilweise feststelle in meinem Umfeld.

Ich würde das auch nicht nur auf die Altersgruppe der 20-30 jährigen beschränken, sondern meines Erachtens fängt das Problem ja schon viel früher bei Jugendlichen an, die teilweise bei der Fülle von Möglichkeiten garnicht mehr richtig entscheiden können welchen Weg sie gehen können und wollen!

Noch nie schien es so schwierig zu sein, sich von äußeren Einflüssen frei zu machen und seinen eigenen, selbstbestimmten Weg der Zufriedenheit zu finden und zu gehen.

Andererseits wurde es auch noch nie so leicht gemacht mit geringem Aufwand etwas zu schaffen, was von der „normalen“ Lebensstruktur in die scheinbare Besonderheit führt.

Da sind natürlich die Selbstdarstellungsmediem wie YouTube, oder Facebook stellvertretend zu nennen. Das Internet an sich stellt alle Werkzeuge zur Verfügung, aus allem etwas Besonderes zu machen…eine Aufmerksamkeit zu erreichen, die auf traditionellem Weg sonst nie möglich wäre. Dem trägt natürlich auch das Fernsehen mit seinen zahllosen Casting-Formaten Rechnung. Jeder kann zeigen was er kann. Jeder kann besonders sein.

Und ich glaube darin liegt auch ein Stück weit das Problem: In vielem steckt oftmals wenig Substanz. Es wird aus scheinbarem Talent unreflektiert alles zur Schau gestellt in der Hoffnung, dass irgendjemand darin das Besondere erkennt. Gemäß dem „warholschen Gesetz“: „…in the future everbody will be famous for 15 minutes…“.

Was passiert aber wenn es wirklich nur 15 Minuten Ruhm sind? Beispiele gibt es ja genug, dass es nur wenige schaffen sich selbst zu sagen, die 15 Minuten waren toll, aber wichtig ist die Zeit danach! Viele klammern sich an diesen Moment der Aufmerksamkeit und schaffen sich eine Lebensgrundlage der Beliebigkeit. Nach dem Motto „Es ist egal was ich tu, hauptsache es verschafft mir die Beachtung und Aufmerksamkeit und ich muss meiner normalen, „gewöhlichen“ Realität entkommen!“

Ich erinnere mich da auch immer weider an das Gauck-Zitat der „coolen Feigheit“. In dem er von seinem viel zitierten Begriff der Freiheit und der freiheitlichen Selbstbestimmung erzählte und gleichzeitig genau diejenigen ansprach, die darin einen Lebensentwurf verstanden haben, der genau auf die oben beschriebenen (Schein-)Möglichkeiten verweist!

Genau das meinte Gauck aber ausdrücklich NICHT! Im Gegenteil meinte er diejenigen, die unter dem Begriff der Freiheit einen Lebensenturf verstehen, der ihnen zwar viele Möglichkeiten zur Wahl stellt, aber die sich dann für einen Weg entscheiden der eben nicht in den Hedonismus führt, nicht in die verantwortungsfreie Selbstbespaßungs-Menatlität führt.

Sondern vielmehr einen Weg aufzeigen soll, wie man mit sich und seinem Leben verantwortungsvoll umgeht. Wie man sich dem LEBEN mit all seinen Herausforderungen stellt und versucht aus sich selbst heraus diese zu meistern…Zufriedenheit aus sich selbst heraus und seinem verntwortungsbewussten Handeln zu finden.

Natürlich fragt man sich auch immer, wenn man eine Madonna sieht, die mit über 50 immer noch einem fragwürdigen Jugend-Stil verkörpern und immer noch „hip“ sein will, wenn man die Lady Gaga´s dieser Welt sieht, wenn man sieht wie Casting Shows und YouTube immer wieder Künstler hervorbringen, die mediale Aufmerksamkeit bekommen und als nichts Geringeres als Ikonen dargestellt werden; wenn die es mit bescheiden Mitteln geschafft haben, warum dann nicht eigentlich Ich? Schließlich heißt es ja „DU könntest der nächste Justin Bieber sein°!

Schlimmer sogar empfinde ich sogar noch die Model Casting Formate, die unbedarften und teilweise naiven jungen Menschen vorgaukeln, dass es reicht einem von anderen Menschen vordefinierten optischen Raster zu entsprechen und schon kann man sich aus der breiten Masse abheben und Teil des Besonderen werden…mit wenig Mitteln ein Maximum an Aufmerksamkeit und Wohlstand zu erlangen.

Also ein fehlgedeutetes ökonomisches Prinzip? Oder ist es vielleicht eine Zeit der falschen Vorbilder und Ideale?

e.

Zitat des Tages

Wer nicht zufrieden ist mit dem, was er hat, der wäre auch nicht zufrieden mit dem, was er haben möchte.

Zitat des Tages

Egal wie weit der Weg ist, man muss den ersten Schritt tun

Seh-Test

Dies ist eine kleine Auswahl von Videos, die mir aus künstlerisch-ästehtischen Gründen, oder einfach nur so gefallen…

Natürlich werde ich von Zeit zu Zeit neue Videos hinzufügen, oder austauschen und falls ein Link zu einem Video defekt ist, oder von der GEMA mal wieder unerreichbar gemacht wurde, könnt ihr das gern mitteilen!

e.

Rückblick nach vorn:
http://www.dailymotion.com/video/x1lx0_placebo-20-years_music
Placebo – 20 Years

Ausweglos:

Peter Gabriel – No way out

Noch immer:

Vivid – Still

Virus:

Matchbox 20 – Disease

Feuerwehr:

Sting – I burn for You

Nah:

Kings of Leon – Closer

Aktenzeichen XY:

The Killers – Jenny was a friend of mine

Freuden:

Beautiful Small Machines – Simple Joys (feat. Simon Le Bon)

Wie Brüder:

Death Cab for Cutie – Like Brothers on a Hotel Bed

Naturgewalt:

Pearl Jam – Force of Nature

Nur die und sonst keine:

Roxy Music – My only Love

Angsthäschen:

Marillion – Afraid of Sunlight

Blutig:

Official Secrets Act – Bloodsport

Schiffbruch:

Sigur Rós – Sæglópur

Rattenfänger:

Edwyn Collins – The Magic Piper

Der letzte Weg:

J.Tillman – When I light your darkened Door

Spielchen:

Julian Plenti – Games for Days

Unter Wasser Notruf:

Live – The Dolphin´s cry

Unwissend:

Simon Le Bon & Nick Wood – Nobody Knows

Bruchfest:

Zoot Woman – We won´t break

Husch, Husch…:

Paula Cole – Hush, hush, hush

Schwindelig:

Duran Duran – Vertigo

Frühstück:

Tori AmosCornflake Girl

Narrenschiff:

Robert Plant – Ship of Fools

Liebesfaust:

Antony Hegarty and the Johnsons – Fistful of Love

Leerer Brunnen:

Craig David – You don´t miss your Water ´til the Well runs dry

Bruch-Stück:

Savage Garden – Break me, shake me

Klemme:

Imogen Heap – Headlock

Dumm gelaufen:
http://www.dailymotion.com/video/xcu5er_radiohead-karma-police_music
Radiohead – Karma Police

TV Total(Ausfall)

Nun gut, über den kriselnden Gottschalk hab ich ja hier bereits geschrieben und trotz sog. „Relaunch“ mit Studiopublikum und neuer Studeioeinrichtung, die ein bischen nach Markus Lanz, oder Heute-Show..für manche sogar nach Tchibo aussieht, scheint der Weg Gottschalks aus der „Vorabend-Todeszone“ nach wie vor wie ein Irrgarten zu sein.

Immer mehr muss man annehmen dass der ARD letztlich keine Wahl bleibt, das TV Monument Gottschalk vom Sockel zu holen. Man hört, dass sich die ARD Sorgen um die Tagesschau-Quote macht….

Bei aller berechtigten Kritik an Gottschalk, die ich mehrheitlich teile, muss ich mich aber dennoch fragen, wo der Kern des Problems liegt:

Klar, Gottschalk Live und sein Sende Konzept ist im Vorfeld maßlos überhöht worden und wirkte mehr gewollt als durchdacht und zudem mit einem Moderator besetzt worden, dem im Vorfeld eigentlich niemand weder Talk-Show, noch „Social Media“ Kompetenz attetstiert hätte. Und um ehrlich zu sein, den Gegenbeweis ist Gottschalk bis heute mehr als schuldig geblieben!

Gut, andere Sender haben ähnliche Schnellschüsse mit bewährten Köpfen und bewährten Konzepten versucht und haben auch relativ schnell und teilweise panisch überhastet den Stecker gezogen.

Oliver Pochers quälende, selbstverliebte Comedyversuche: gut das kann man verstehen; Johannes B. Kerners haltungsarme Schmeichel-Talk Belanglosigkeiten für Bild-Zeitungsleser wollte auch niemand mehr sehen.

Dass Stefan Raab mit seiner teilweise erbärmlich humorlosen TV-Total Soße immer noch auf Sendung ist, liegt meines Erachtens auch mehr darin begründet, dass es kein adäquates Ersatzformat gibt und Raab es sich leisten kann sein abendliches Format als Promotion Vehikel für seine großen Event-Shows durchzuschleusen.

Und nun also Harald Schmidt! Das Aus nach nicht mal einem Jahr…Und warum? Die Quote! Immer wieder dieses Quoten Monster, vor dem jeder Fernsehmacher in seinem Elfenbeinturm vor Angst in die Knie geht.

Liegt das tatsächlich alles nur an den Köpfen, die keiner mehr sehen will? Oder macht man es sich vielleicht zu einfach, indem man wie im Fußball für teures Geld Stars einkauft und hofft dass dadurch Erfolg planbar sei? Wenn dem so ist, dann haben die aktuellen Entwicklungen dieses Prinzip ad absurdum geführt und als grandiose Fehleinschätzung offenbart!

Oder ist es ähnlich wie im Musik Business wo die großen Plattenfirmen die Entwicklungen im Internet Zeitalter erst verschlafen, unterschätzt und dann in panikartiger Weise dem illegalen Musiktausch im Netz per Klageflut Herr werden wollten? Und alles nur weil man meinte ein goldenes Kalb noch nicht zuende gemolken zu haben oder vom eigenen kreativen (Musik-Vermarktungs-) Totalausfall abzulenken?

Es scheint doch immer deutlicher eine Tendenz dahin zu gehen, dass sich die mediale Welt immer mehr ins Internet verlagert. Sei es Musik, sei es Printmedien…aber eben auch das Fernsehen, bzw. die Angebote immer mehr virtuell konsumiert werden. Die klassischen Offline Medien werden zunehmend weniger nachgefragt. Darin liegt vielleicht auch ein Grund für schlechte Quoten und gebe es das Internet nicht würden diese Quotendebatten nicht so drastische Kurzschlusshandlungen nach sich ziehen.

Ich hab mal Herrn Herres (Programmdirektor der ARD) per Twitter gefragt, warum die ARD mit Gottschalk, Günther Jauch und Kai Pflaume immer nur auf Bewährtes setzen?
Eine Reaktion hab ich natürlich nicht erwartet, aber die Frage bleibt ja trotzdem. Bei den anderen Sendern sieht es ja auch nicht viel besser aus…siehe Sat1.

Vieles wirkt so lustlos und nicht wirklich als ob man verstanden hätte, wie und was die Menschen heute gern sehen wollen. Dann doch lieber auf Nummer sicher die Leute bedienen die eh aus geriatrischen Gründen keine TV-Experimente mitmachen würden.

Welchen nutzen hat es wenn das ZDF in seinen  Sparten -Kanälen fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit neue Formate und neue Köpfe vor sich hin dilettieren lässt? Wie soll sich so die Fernsehlandschaft weiterentwickeln oder zumindest im Jahre 2012 ankommen?

Klar kostet Fernsehen Geld, kein Thema. Aber bitte mehr Mut zum Neuen..oder zumindest zum Experiment!

Oder braucht es dafür auch erst n Piraten-Sender in Anlehnung an verstaubte Politik und Demokratie Konzepte?

e.

Zitat des Tages

Die Öffentlich-Rechtlichen machen sich in jede Hose, die man ihnen hinhält, und die Privaten senden das, was darin ist.

 

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Herrje..einfach erschreckend :-)

Psychologie: Männer warten ein Jahr vor Umkleiden und im Auto – Nachrichten Wissenschaft – WELT ONLINE.