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Ehrensold – eine kleingeistige Debatte (von Michael Bewerunge / ZDF)

Zugegeben: 200.000 Euro sind viel Geld. Trotzdem: Typisch deutsch, diese kleinliche Debatte um den Ehrensold. Der falsche Zungenschlag ist mit diesem merkwürdigen Namen in die Debatte gekommen: Ehrensold.

Natürlich hat Christian Wulff, Bundespräsident außer Dienst, dem Amt keine Ehre gemacht und sich selbst schon gar nicht. Der Autor dieser Zeilen hat darüber selbst oft genug kritisch berichtet. Dennoch ist der Begriff Ehrensold eigentlich in dieser Überhöhung falsch: Es geht schlicht um ein Altersruhegeld und zwar gerade für den Fall, dass der Träger des ersten Amtes im Staate aus politischen Gründen zurücktreten muss – oder soll.

Dass Wulff nach einer langen Liste zumindest sehr dubioser Verhaltensweisen zurückgetreten ist – gerade das stellt doch einen Akt politischer Hygiene dar, der für eine Demokratie unverzichtbar ist. Man stelle sich vor, Wulff hätte sich aus Angst vor dem Absturz in die Mittellosigkeit weiter an sein Amt geklammert: Kaum auszuhalten.

Ob er nun aus politischen Gründen oder durch den Druck der Staatsanwaltschaft zurückgetreten ist, bleibt dabei unerheblich. Rechtlich sind die Vorwürfe noch nicht bewiesen, aber selbst wenn: Man muss Wulff fast dankbar sein, dass er es dem Staat und uns erspart hat, auf einen Prozess im Amt zu warten.

Ebenso unangenehm die Vorstellung, der Bundespräsident außer Dienst müsse sich mit allen möglichen Jobs seine Brötchen verdienen. Vielleicht als Rechtsanwalt oder Berater eines großen Finanzdienstleisters, dem er ohnehin schon früher eng verbunden war? Nein danke! Dann würden Amt und Staat ja noch stärker beschädigt.

Nun hat Wulff selbst noch zu Amtszeiten eine Debatte über die Höhe des Ehrensolds (200.000 € + Sekretärin + Fahrer + Bodyguards) angestoßen. Darüber muss geredet werden – aber nicht jetzt. Dieser grundsätzlichen Frage kann man nicht im Zorn des Augenblicks gerecht werden.

Und noch etwas: Wenn Wulff in drei Jahren vielleicht nur wegen schlechter Amtsführung nicht wiedergewählt worden wäre, dann betrüge die Auszahlung seines Ruhegeldes immer noch die gleiche Summe auf Lebenszeit – nur für drei Jahre muss nun doppelt gezahlt werden, zusätzlich an seinen Nachfolger Joachim Gauck.

Ich bin dankbar, dass dieser Wechsel zu vergleichsweise niedrigen finanziellen Kosten möglich war – die politischen sind viel höher.

(ZDF) Michael Bewerunge

Lieber Herr Bewerunge:

Mich stört es etwas dass das Bundespräsidialamt für die Prüfung zuständig ist. Dort wo ja Wulff seinen Stab teilweise slber zusammengestellt hat, frage ich mich ob Befangenheit bei der Beurteilung ausgeschlossen werden kann.

“Anspruch auf eine Altersversorgung hat, wer vier Jahre Amtszeit als Bundesminister durchgehalten hat.”

Wenn ihm das Ruhegeld nach 1,5 Amtsjahren (!!!!) zusteht, soll er es bekommen. Gesetze können nicht rückwirkend angewandt werden!

Aber:
Wenn man sich die Relation zu den Pensionsansprüchen von Bundesministern ansieht, die tatsächlich die gesamte Legislaturperiode an der politischen “Front” sein müssen und denen man weniger Respekt entgegenbringt, finde ich die die gesamte Diskussion alles andere als “kleingeistig”

…sondern sehr Notwendig!
Eddi | 29. Februar 2012 | 18:17 |

viahttp://blog.zdf.de/zdfdasblog/2012/02/29/ehrensold-eine-kleingeistige-debatte/

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…zurückgebloggt!

Ende gut, alles gut? Von wegen! (von Winni Heescher/ZDF)

Respekt! Der FDP ist ein echter Coup gelungen. Ob es Philipp Rösler war oder Rainer Brüderle, der Angela Merkel am Sonntagnachmittag in eine politische Lose-Lose-Situation gebracht hat, wird die Geschichtsschreibung zu klären haben. Fakt ist: Das schwächste Koalitionsmitglied, das in Umfragen um das politische Überleben kämpft, hat der Union gezeigt, wie man politische Schachzüge macht und die Medien als Verstärker instrumentalisiert. Angela Merkel, die erfahrene Strategin, ist schlichtweg ausgetrickst worden. Eine echte Meisterleistung!

Nachdem von der FDP lanciert worden war, dass ihre Führungsspitze geschlossen hinter Gaucks Kandidatur steht, hatte die Union keine andere Chance mehr, als dem zuzustimmen. Alles andere wäre den Bürgern kaum mehr erklärbar gewesen. Aber: Es war ein riskantes Spiel der FDP, am Ende soll die Frage gestanden haben: “Koalitionsbruch oder Gauck?” Angela Merkel nahm Joachim Gauck. Ende gut, alles gut?

Von wegen! Ob Angela Merkel der FDP dieses Taktieren persönlich übel nimmt, wird sich noch zeigen. Dass es andere aus der Union stellvertretend für die die Kanzlerin tun werden, darauf kann man hohe Wetten abschließen. Wir erinnern uns: Es gab Phasen, da hat diese Koalition sich öffentlich wechselseitig als “Gurkentruppe”,  “Wildschwein” und “Schreihals” tituliert. In den letzten Monaten kam das nicht mehr vor. Die Debatte um Christian Wulff hat manchen Konflikt kaschiert. Doch gerade aus der Union kamen viele Stimmen, die sich um das Arbeitsverhältnis zur FDP sorgten, es krache im Unterbau auf Arbeitsgruppenebene, wo einfache Abgeordnete geräuschlos viel Arbeit wegschaffen müssen.

Es krachte aber auch in der ersten Reihe: Dirk Niebel wurde aus der Union für seine Personalpolitik kritisiert (“Vetternwirtschaft”), Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wegen ihrer ACTA-Pirouette, Philipp Rösler und Norbert Röttgen stritten beinahe täglich vor den Kameras über Solarförderung oder andere Bausteine der Energiewende. Und das ist noch nicht alles, es gibt weitere Streitthemen wie zum Beispiel die Finanzmarkttransaktionssteuer oder die Vorratsdatenspeicherung.

Atmosphärisch hat diese Koalition mit diesem Wochenende nichts hinzugewonnen. Die FDP hat das ganz bewusst gemacht. Innerparteilich wird es sie ganz bestimmt stärken. Ob ihr dieses Verhalten aber in Umfragen nutzen wird, auch das wird sich erst noch zeigen müssen.

Angela Merkels Mannen werden jetzt alles versuchen, den Schaden für die Kanzlerin zu begrenzen. Sie haben schon damit begonnen: Die Kanzlerin sei immer für einen gemeinsamen Kandidaten gewesen und freue sich über Joachim Gauck. Die Hauptstadtjournalisten werden diesen Tag noch lange genüsslich sezieren, es ist ein vortrefflicher Stoff, den die FDP geliefert hat. Ob’s das Publikum im Land aber noch ernsthaft interessiert? Joachim Gauck wird Bundespräsident. So wollten es die meisten. In dieser Hinsicht ein gutes Ende.

(ZDF) Winnie Heescher

Ich bin mir garnicht sicher ob der Vorschlag Gaucks von der FDP wirklich als Instrument dient sich in der Machstatik der Koalition wieder nach oben zu spülen. Die CDU wird spätestens jetzt wissen, dass die FDP als unberechenbar einzuschätzen ist.
So könnte das Vorpreschen möglicherweise koalitionsintern zum Pyrrhus-Sieg für Rösler und die FDP werden.

Mag sein dass es der FDP nach innen hinein die liberale Seele streichelt, aber ob sich das auch tatsächlich Messbares in Schleswig Holsten auswirken wird ist ja dann doch fraglich.

Gauck wird gerade den Mensch durch seine Emotions-Rhetorik vieles den Menschen näher bringen, was den Politikern in ihrer Sprechblasen und Worthülsen-Sprache verwehrt bleibt.

Man sollte vorsichtig sein Gauck zu überhöhen und von ihm Dinge zu erwarten die er nicht leisten kann.

Besonders die Politiker sollten vorsichtig sein indem sie die Verantwortung auf ihm abzuwälzen die Politik(er)-Verdrossenheit zu mindern. Das ist deren originäre Aufgabe!
Eddi | 20. Februar 2012 | 17:23 | Antworten

@Eddi

Mal ne blöde Frage: ” War die FDP schon jemals ein zuverlässiger Partner oder hat sie nicht immer dorthin geschielt, wo etwas zu holen war? Die stiegen doch mit jedem ins Bett der Macht.
helmut | 20. Februar 2012 | 18:31 | Antworten

@helmut

Sicherlich war die FDP immer schon eine Mehrheits-Beschaffungs-Partei, die ihren Wert darüber AUCH definiert hat dass man sie braucht…völlig klar!

ABER:

Und ich glaube dasa kann man sehr getrost al s dramatisch bezeichnen, glaube ich NICHT, dass sich die FDP in einer möglichen Außerparlamentarischen Opposition schnell erholen wird (wenn sie 2013 aus dem bundestag fliegt).

Dafür haben andere Parteien mittlerweile programmatisch die FDP abgegrätscht…selbst in der Wirtschaft sehen viele die FDP nicht als ihre 1. Wahl.

Und deswegen meien ich ist das Manöver der FDP durchschaubar und selbstschädigend!
Eddi | 21. Februar 2012 | 10:24 | Antworten

viahttp://blog.zdf.de/zdfdasblog/2012/02/20/ende-gut-alles-gut-von-wegen/

Zitat des Tages

Man sagt immer, dass die Zeiten die Dinge ändern, aber in Wirklichkeit muss man sie selbst ändern

aus : Andy Warhol in Die Philosophie des Andy Warhol von A bis B und zurück

Oscar wer???

„Wer hat eigentlich 2011 den Oscar für das beste Szenenbild (vergleichbar mit dem Bühnenbild) gewonnen?“

O.k., ich geb es zu, ich weiß es auch nicht, aber damit bin ich doch sicher auch nicht allein! Ist ja auch nicht sonderlich „hip„, in einer medial wenig beachteten Unterkategorie über den „Walk of Fame“ zu laufen; obgleich es natürlich nicht weniger ehrenvoll ist.

Jedes Jahr die gleiche Medienhysterie; die gleiche Geheimniskrämerei, die gleichen Posen; die gleiche merkwürdige Aufgeregtheit. Und jedes Jahr Anke Engelke, die hibbelig in der Meute der internationalen „Society-Reporter“ dauergrinsend die handverlerlesenen Interview Brotkrumen zugeteilt bekommt. Man ist ja trotzdem sooo nah dran gewesen an den Helden der Leinwand. Ach ja, vorher zeigt sie uns noch „ihr“ Hollywood, als wär es ihr Wohnzimmer; bzw. als wär sie längst ein Teil des „Hollywood Way of Selbstbeweihräucherung“.

Aber wie heißt es so schön: „Nichts ist so kalt wie ein Sommer in Kalifornien“. Und das trifft wie kaum etwas anders auf die große Filmwerkstatt zu. Der schöne Schein von dem jeder weiß wie vergänglich er ist, aber trotzdem jeder angestrahlt werden will; sei es auch nur für die berühmten 15 Minutes of Fame. Oder eben, wie bei den den Oskars 2012, die heute Nacht vergeben werden. Wer fragt noch nach den Preisträgern von Gestern?

Ach ja, der Gewinner des „Besten Szenebildes 2011“ waren übrigens: Robert Stromberg und Karen O’Hara. Ich hab das mal recherchiert!

And the Oscar goes to…?

e.

Wulffs Sylt-Urlaub: Finanzspritze von der Schwiegermama (?)

Christian Wulff muss erklären, wer zwei Sylt-Reisen für ihn und seine damalige Freundin Bettina nach Sylt bezahlte. Nach SPIEGEL-Informationen verteidigt sich der ehemalige Bundespräsident damit, dass die Mutter seiner Freundin das Geld geschenkt habe.

Nicht von Filmproduzent David Groenewold sollen zwei Urlaube Christian Wulffs auf Sylt finanziert worden sein, sondern von Wullfs heutiger Ehefrau – aus Bargeldgeschenken ihrer Mutter. So jedenfalls verteidigt sich Wulff nach SPIEGEL-Informationen in seinem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Vorteilsannahme. Das ergibt sich aus dem Antrag der Staatsanwaltschaft Hannover auf Aufhebung der Immunität.

Demnach hat die Mutter von Bettina Körner schriftlich erklärt, ihrer Tochter zu deren 34. Geburtstag am 25. Oktober 2007 in bar 1000 Euro geschenkt zu haben. Sechs Tage später checkten Wulff und seine damalige Lebensgefährtin im Sylter „Hotel Stadt Hamburg“ ein. Den dreitägigen Aufenthalt verbrachten sie gemeinsam mit Groenewold, der die Reise gebucht und mit seiner Kreditkarte vorfinanziert haben will. Anschließend, so Wulff und Groenewold, habe der Politiker die Kosten von 774 Euro in bar erstattet. Nach den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft korreliert die Rückerstattung allerdings nicht mit Bargeldabhebungen von einem Konto der Wulffs. Dies erklärt Wulff nun mit dem Geburtstagspräsent.

Ein weiteres Geldgeschenk über 2500 Euro soll seine spätere Frau von ihrer Mutter laut deren schriftlicher Erklärung Weihnachten 2007 erhalten haben – in bar. Die Scheine habe sie bis zu einem weiteren Sylt-Urlaub im August 2008 aufbewahrt, den ebenfalls Groenewold buchte und vorfinanziert haben soll. Auch in diesem Fall will Wulff die Kosten von 1540 Euro bar erstattet haben. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft erscheint eine so lange Aufbewahrung des Bargelds „zumindest wirtschaftlich als unvernünftig“, da Wulffs Konto jedenfalls im Juli 2008 um mehr als 10.000 Euro überzogen war.

Die „konkreten Umstände“ begründen nach Ansicht der Staatsanwälte den Anfangsverdacht, dass Wulff tatsächlich von Groenewold „für ein allgemeines dienstliches Wohlwollen“ eingeladen wurde und die Kostenerstattungen erfunden sind. Die Wulff-Version bringt die Ermittler allerdings womöglich in Beweisnot: Um ihn und Groenewold anklagen zu können, müssen sie den Nachweis führen, dass entgegen der Darstellung der Beteiligten kein Bargeld übergeben wurde.

viaWulffs Sylt-Urlaub: Finanzspritze von der Schwiegermama – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik.

Anmerkung:

Es ist nichts bewiesen…auch die Aussagen von Wulff könnten durchaus wahr sein!

Wieso aber klingt alles so nach „an den Haaren herbei gezogener Schutzbehauptung“? So absurd???

„Would someone please explain?“

e.

Zitat des Tages

Wenn man den Gegenwert aller Vergünstigungen, Rabatte, Freebies & Schnäppchen von Herrn W. in seiner Amtszeit addiert und „ordentlich verzinst“ hätte, dann wär doch der Kredit bei Herrn oder Frau „Dingens“ garnicht nötig gewesen!
 
Also :

Nicht klinkern, klotzen!

e.

WULFFerine in: „Ordentlich verzinst“ Reloaded

“Aber ich räume hier ein, dass ich Beziehungen zu Frau Geerkens habe. Das hätte ich sagen sollen, wenn ich es heute noch mal entscheiden könnte von vornherein, dann würde ich heute in dem Moment, wo ich dieses Haus kaufe, ein Interview geben und sagen, ich habe dieses Haus gekauft mit Hilfe von Freunden, die mir für die Anfangszeit und Sanierung Geld zur Verfügung gestellt haben, ordentlich verzinst.”

 

viaMeedia: Die offenen Fragen an den Präsidenten.

News-International-Skandal

Abhör-Skandal in Großbritannien 2011

Schon seit fünf Jahren schlug sich das britische Revolverblatt „News of the World“ aus dem Medienimperium des Rupert Murdoch mit Vorwürfen herum, dort würden Prominente und Opfer von Verbrechen auf illegale Weise ausspioniert. Nun wird Blatt eingestampft – und der Skandal zieht weitere Kreise.

 

viahttp://www.sueddeutsche.de/thema/News_of_the_World

und

News-International-Skandal – Wikipedia.

C.G. Jung – Synchronizität

Der Begriff Synchronizität

Es handelt sich bei der Synchronizität um ein inneres Ereignis (eine lebhafte, aufrührende Idee, einen Traum, eine Vision oder Emotion) und ein äußeres, physisches Ereignis, welches eine (körperlich) manifestierte Spiegelung des inneren (seelischen) Zustandes bzw. dessen Entsprechung darstellt. Um das Doppelereignis tatsächlich als Synchronizität definieren zu können, ist es unerlässlich, dass das innere chronologisch vor oder aber genau gleichzeitig („synchron“) mit dem äußeren Ereignis geschehen ist. Andernfalls könnte angenommen werden, dass das innere Phänomen auf das äußerlich wahrgenommene vorherige Ereignis reagiert (womit wieder eine quasi kausale Erklärung möglich wäre).

viaSynchronizität – Wikipedia.

und

Was bedeutet Synchronizität?

Synchron bedeutet gleichzeitig. Unter Synchronizität versteht man das Phänomen, daß zwei Geschehen (eins in der Aussenwelt und eins in der menschlichen Psyche) zeitlich zusammentreffen, ohne daß sie die gleiche Ursache haben (akausal), unter der Voraussetzung, daß dieser Vorgang für den Beobachter SINN macht. Das Modell der Synchronizität möchte eine Brücke schlagen zwischen dem Aussen und der Psyche des Menschen.

viaSynchronizitaet.

Geschichte der Herrscherinnen.

In sechs Folgen stellt EMMA die größten Herrscherinnen der Geschichte vor: von der ägyptischen Pharaonin Hatschepsut bis zu der russischen Zarin Katharina die Große. Immer waren sie die Nachfolgerinnen eines Herrschers, Töchter oder Ehefrauen; selten jedoch die legitimen, schon qua Geschlecht nicht. Barbara Sichtermann geht der Frage nach, welche Faktoren zusammenkommen mussten, damit eine Frau an die Macht kam – und wie die Frauen beschaffen sein mussten, die nicht nur an der Macht blieben, sondern deren Andenken die Jahrhunderte, ja Jahrtausende überdauerte.

viaGeschichte. Herrscherinnen. Herrscherinnen – Folge 3: Elisabeth I. (Kopie 2)..

Live 8 – Kritik

Kritik

Konzept und Durchführung von Live 8

Afrikanische Gruppen und Peter Gabriel kritisierten, dass bei den geplanten Konzerten nur ein geringer Anteil an afrikanischen und afroamerikanischen Künstlern auftreten sollte. Deshalb wurden die Veranstaltungsorte Johannesburg und Cornwall ergänzt. Gerade die Konzerte dort waren aber schwach besucht.

Moeletsi Mbeki, Leiter des Instituts für internationale Angelegenheiten von Südafrika und Bruder von dessen Staatspräsidenten Thabo Mbeki, kritisierte in der südafrikanischen Zeitung The Star am 6. Juli 2005 Bob Geldof und Live 8: Dieses Projekt helfe Afrika nicht, weil es nur Symptome bekämpfe. Für die Ursachen fehle Geldof trotz guter Absicht das Verständnis. Der geforderte Schuldenerlass würde lediglich korrupte Eliten in Afrika stützen und ihnen weiteren „systematischen Diebstahl des Reichtums eines ganzen Kontinents erlauben“. Kernproblem sei der „schockierende Mangel an Rechenschaft, den afrikanische Regenten gegenüber ihren Bürgern ablegen“. Jede Spende gegen den Hunger, die einen Teller fülle, erlaube ihnen nur, dafür „gierig einen anderen Teller zu leeren“. Bisherige westliche Entwicklungshilfe ermutige sie dazu.

Diese Kritik teilten auch andere afrikanische Journalisten und Wirtschaftsexperten, wie zum Beispiel James Shikwati. Auch der deutsche Journalist Stefan Kornelius warf dem Projekt in der Süddeutschen Zeitung am 3. Juli 2005 vor, dass es in erster Linie der „Entlastung des eigenen Gewissens“ diene, die Probleme Afrikas jedoch nicht lösen könne.

Ein Kommentar von Sebastian Handke im Berliner Tagesspiegel am 4. Juli 2005 nahm Geldof zwar gegen Vorwürfe der Naivität in Schutz. Er fand jedoch die Dramaturgie des Londoner Konzerts „seelenlos“: Beim Auftritt der Äthiopierin Birhan Woldu, der Live Aid vor 20 Jahren laut Geldof das Leben rettete, sei ein Moment echter Betroffenheit entstanden. Diesen habe aber Madonnas lauter Auftritt danach sofort wieder zerstört. „Bon Jovi waren laut und dumm, Destiny’s Child routiniert und desinteressiert.“ Nur Michael Stipe mit R.E.M. sei mit einem breiten blauen Balken quer durchs Gesicht aus dem üblichen Showrahmen gefallen.

viaLive 8 – Wikipedia.

sowie

viaCui bono außer Bono?

DER SPIEGEL 8/2007 – Hang zur Übertreibung

Die Karriere des britischen Entertainers hatte stets einer Achterbahnfahrt geglichen, und Williams hatte selten ein Geheimnis aus seinen diversen Abstürzen und Beinahe-Crashs gemacht. Er kokettierte mit seinem Alkoholismus und der Kokainabhängigkeit, die ihn Mitte der neunziger Jahre schon einmal in eine englische Entzugsklinik befördert hatten. „Ich hasse Drogen, ich liebe Drogen“, pflegte er zu sagen. „So deprimierend und leidvoll sie sein können, so zerstörerisch für Seele und Freundschaften, sie machen das Leben auch verdammt interessant.“

viaDER SPIEGEL 8/2007 – Hang zur Übertreibung.

Fahrenheit 9/11 | Suite101.de

Für die Ehre Kinder in den Krieg schicken

Nach Moore gab es nicht nur bei der Wiederwahl Bushs einige Ungereimtheiten. Der Regisseur meint auch, dass dem Volk und der Welt einiges an Bushs Vergangenheit und seiner Politik vorenthalten wurde. So weiß kaum einer von den langjährigen intensiven Beziehungen der Bushs zu den Saudis, auch zu Bin Ladens Familie. Diese genoss noch nach dem 11. September besonderen Schutz des Präsidenten. Moore kritisiert aber nicht nur die Manipulation der amerikanischen Bevölkerung durch Medien und Politiker, sondern auch den (sinnlosen) Irakkrieg an sich, die Rekrutierung von Jugendlichen aus armen Bezirken, die kaum eine andere Wahl als den Wehrdienst haben sowie den übertriebenen Patriotismus einiger Amerikaner, die für die Ehre ihres Landes ihre Kinder in den Krieg schicken.

viaFahrenheit 9/11 | Suite101.de.

Anwerben von Soldaten in US-Armutsvierteln „The army is an option“

viaFahrenheit 9/11 – Wikipedia.

Zitat des Tages

Es ist schwer, kreativ zu sein, und es ist auch schwer, nicht zu glauben, daß das, was du machst, kreativ ist, oder nicht als kreativ bezeichnet zu werden, weil alle Leute immer davon und von Individualität reden. Jeder ist ständig kreativ.

Andy Warhol (1928-1987)
War ein amerikanischer Pop-Art Maler, Objektkünstler und Fotograf

Heilige Madonna – Wenn aus Mehr weniger wird

So, nun ist es ein bald da, das neue Album von Madonna. MDNA soll es heißen..nun ja, was genau es mit der Verknappung auf Konsonanten in dem Titel auf sich hat, weiß Frau Madonna sicher selbst am besten. Dass es sich bei dem Namenskürzel –rein zufällig natürlich– obendrein um eine Anlehnung an den korrekten Namen der Party Droge Ecstasy handelt, wird dem ganzen Werbetrommel Ballyhoo nicht abträglich sein.

Denn was ihre Aktivitäten für das Jahr 2012 angeht, kann man ihr jedenfalls alles andere als Verknappung vorwerfen..ja Madonna ist fleißig:

Nun wo ihr Deal mit einem neuen Plattenlabel unter Dach und Fach ist, kann sie sich getrost der Promotion für ihr neues Album, das im März erscheint, annehmen. Nachdem sie eben noch einen Spanier hat verhaften lassen, der im November 2011 Demoversionen ihres aktuellen Single Hits Gimme all your luvin´ illegal erworben und unter falschem Titel vertrieben hatte, tauchte sie kürzlich mal eben ganz spektakulär in der Halbzeitpause des American Fooball Endspiels, dem sog. Super Bowl auf, um von dort aus die weltweite Vermarktungsmaschine in Gang zu setzen.

Denn Madonna liegt das kleckern nicht, sie klotzt. Zahlreiche weltweite Tourdaten stehen bereits fest, die Vorbestellungen für das Album lassen den nächsten Millionenseller erahnen und die Single kommt nach trägem Start auch langsam auf hohe Charts-Touren…es läuft also alles..so weit so gut.

Wäre da nur nicht ein kleines, mal wieder hyperkritisch anmutendes Detail: die Musik an sich!

Allein das etwas überdrehte, Hubba-Hubba-Pop lastige „Gimme all your Luvin´“ lässt wenig Hoffnung, dass Madonna nach ihren nun hinlänglich durchexerzierten Dance-Pop Eskapaden, die 2008 unter Mithilfe Amerikas Hip Hop Producer Elite zum wenig schmeichelhaften Ergebnis HARD CANDY führte und in den USA nicht mal die 1 Millionen Marke in den Verkaufszahlen knackte (In den Sphären einer Madonna also ein veritabler kommerzieller Fehlschlag), nun wieder auf einen Pfad der Rückbesinnung kommt.

Nein, Madonna scheint sich bei allem inflationär gebrauchten Neuerfindungs-Gestus treu zu bleiben! Denn auch mit bald 54 Lenzen scheint sie sich selber immer noch im juvenilen Gefieder wohl zu fühlen. Ein Indiz mag dabei sein, dass sie sich im besagten Song auch standesgemäß als „Girl“ besingt und scheint dabei zu vergessen, dass sie den Wettlauf mit der Zeit nur verzögern, keinesfalls aber gewinnen kann. Und dass sie nach wie vor ungefährdet auf dem Pop-Olymp residiert und so schnell auch keine Lady Gagas, Beyoncés oder Rihannas zu fürchten braucht, lässt sich nach wie vor in jeglicher Statistik ablesen.

Warum sie aber nach wie vor so verkrampft versucht sich dem Dancefloor anzubiedern, scheint allein sie selber zu wissen. Nötig hätte sie es nicht mehr!

Eine legale Hörprobe der finalen Version könnte auch so klingen:

http://soundcloud.com/ze4president/gimme-all-your-luvin-crazy

Matter of Taste…

e.

Hör-Bar

Vom wunderbaren Album „Making Mirrors“, auf dem sich Willem de Backer, alias GOTYE mit Bindungen und Beziehungen auseinandersetzt und welchen Einfluss sie nehmen können. In diesem Track geht es ein Stück weit um die Dankbarkeit für eine gemeinsame Zeit, trotz der Tasache, dass ER für das Scheitern der Beziehung verantwortlich ist!

e.

Wasser Fall

„Ich kann dein Leben nicht länger verderben und ich denke 2 Menschen können garnicht glücklicher sein, als wir es gewesen sind. Ich weiß, wenn irgendjemand mich hätte retten können, dann wärst du es..aber ich kann nicht mehr weitermachen; ich kann nicht mehr schreiben…ich kann nicht mehr weiterleben!“

So in etwa hat es Virginia Woolf in ihren Abschiedsworten an ihren Ehemann  zum Ausdruck gebracht. Gebrochen und verzweifelt von immer wieder kehrenden Depressionen und dem Verlust ihrer Fähigkeit zum Schreiben, entschloss sie sich ihrem Leben ein Ende zu bereiten. Sie füllte ihre Taschen voller Steine um 1941 in einem See durch die Last dieser Steine zu ertrinken…

Erinnert hat mich und uns an diese wahre Begebenheit im letzten Jahr Florence Welch und ihre Maschine mit Ihrem Indi-Pop / Art-Rock anmutenden What the Water gave me !

So schaurig und düster die Geschichte auch ist, so großartig ist sie musikalisch umgesetzt. Toll!

Hier ne kleine Hörprobe:

http://soundcloud.com/uidnewmediaberlin/what-the-water-gave-me

e.

vorgeGAUCKelt

Da redet der 70 jährige Pastor von den Podesten herunter und erzählt den Jungen von Heute was von Freiheit, Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und demokratischen Verständnis…naja…das klingt nicht für jeden überzeugend, weil man sich ja auch immer fragt, was hat der alte Mann denn für Erfahrungen in Bezug auf die Lebensgewohnheiten der Jugend?

Ist er bei Facebook und regt sich darüber auf, dass er wie Millionen anderer User stundenlang keine virtuellen sozialen Kontakte Pflegen kann, weil es technische Probleme gibt?

Wohl eher nicht.

Und genauso wenig können die meisten Menschen heute auch nicht mehr nachvollziehen, unter welchen Umständen das Leben im Ost-Teil Deutschland stattgefunden hat.

Und warum redet der alte Mann dann von „cooler Feigheit“ derjenigen, die sich heutzutage aus der Verantwortung für die Gesellschaft herausziehen und meinen, dass es ausschleißlich um die Erfüllung der persönlichen Lebensbedürfnisse geht … und sich über Unerreichbarkeit bei Facebook aufregen, während andere Menschen auf der Straße für die Interessen aller einstehen ?

Vielleicht, weil er recht hat?‘

Gauck wird gerade den Menschen durch seine Emotions-Rhetorik vieles näher bringen, was den Politikern in ihrer Sprechblasen und Worthülsen-Sprache verwehrt bleibt.

Wenn es Politiker wie Merkel gibt, die die Köpfe derjenigen erreicht, die sich eh dem Bildungs-Bürgertum und der Intellektuellen Elite des Landes zugerörig fühlen, so ist es Gauck, der die Herzen der Menschen erreicht……wohlgemerkt a l l e r Menschen!

Aber man sollte vorsichtig sein Gauck nicht als Messias zu überhöhen und von ihm Dinge zu erwarten die er nicht leisten kann.

Besonders die Politiker sollten vorsichtig sein ihm die Verantwortung aufzubürden, Politik(er)-Verdrossenheit zu mindern. Die Mühe müssen sie sich schon selber machen!

Er wird allen weiter etwas vorGAUCKeln…und das ist gut so!

e.

Denk-Bar

Das ist also der Einstieg in die Welt des Bloggens..meine „Denk-Bar“.

Ichwerde ich in unkontrollierter und zeitlich unregelmäßiger Abfolge Gedanken zum Ausdruck bringen.

Ein Platz für Erlebtes, Gelebtes, Erdachtes, Gesehenes, Gehörtes und manchmal auch Gefühltes…

Alle sind eingeladen, sich mit mir an diese Denk-Bar zu setzen und mit mir zu diskutieren, philosophieren, zu streiten, aber auch Lob nehme ich gerne an 🙂

Los geht´s…

e.